1,3 Milliarden Gewinn

17. Dezember 2013 12:13; Akt: 17.12.2013 12:13 Print

Bund macht Kasse mit Strassenverkehr

Dank Steuern, Vignette und Abgaben auf Benzin und Schwerverkehr fällt die Strassenrechnung 2011 positiv aus – mit einem Überschuss von 1,3 Milliarden Franken.

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Die Strassenrechnung für das Jahr 2011 weist einen Überschuss von 1,3 Milliarden Franken aus, bei Einnahmen von rund 8,45 Milliarden Franken und anrechenbaren Ausgaben von 7,15 Milliarden Franken. Das teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mit.

Die Bruttoausgaben für Infrastruktur und Betrieb der Strassen blieben im Vergleich zum Vorjahr mit 8,3 Milliarden Franken stabil. Die Einnahmen waren insgesamt 7 Millionen Franken tiefer als 2010. Grund war ein Rückgang von 108 Millionen Franken bei der Mineralölsteuer.

Steuern und Vignette brachten Geld

Doch die höheren Einnahmen aus Fahrzeugsteuern, Schwerverkehrsabgabe (LSVA), Autobahnvignette, Zolleinnahmen für Motorfahrzeuge und Mehrwertsteueranteil vermochten den Verlust fast zu kompensieren.

Soweit die Ausgaben für Infrastruktur und Betrieb der Strassenrechnung zugeschlagen werden können, kommen die Autofahrer selbst für die Kosten auf, die die öffentliche Hand für sie aufbringt - der Deckungsgrad belief sich 2011 auf 118 Prozent.

Beim Schwerverkehr liegt der Deckungsgrad bei 140 Prozent, beim Güterverkehr bei 135 Prozent und beim Personenverkehr bei 113 Prozent. Gemäss BFS finanzieren die Autofahrerinnen und Autofahrer die Strassen seit 1998 selbst.

Externe Kosten nicht berücksichtigt

Doch die externen Kosten des Strassenverkehrs enthält die Rechnung nicht. Unfälle, Beeinträchtigungen der Gesundheit, Immissionen, Auswirkungen auf Klima und Umwelt sowie Gebäudeschäden kosteten jährlich gegen 8,5 Milliarden Franken, hielt das BFS mit Verweis auf Erhebungen des Bundesamtes für Raumentwicklung fest.

(zum/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • branchr branchr am 17.12.2013 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    und jetzt Frau Leuthard?

    ist ja super, jetzt haben wir die fehlenden Millionen um die nötigen Verkehrsknotenpunkte zu lösen.....(sie haben ja so gejammert, dass dies irgendwie finanziert werden muss wie z.B. die Vignette auf CHF 100.-- herauf zu setzen)....oder liebäugeln sie schon mit der Subvention des öv, sprich SBB?

  • Gutuatros Rex am 17.12.2013 14:42 Report Diesen Beitrag melden

    Kompromiss

    Als Autofahrer fordere ich, die 1,3 Milliarden Franken jetzt in den Strassenausbau zu investieren. Als OEV Benutzer appelliere ich an die zustaendigen Stellen, das Netz endlich selbsttragend zu gestalten und nicht dauernd Abermillionen fuer schon wieder neue Billetautomaten und schon wieder neues Rollmaterial zu verpulvern. Deal?

  • Manuel Rüfenacht am 17.12.2013 13:28 Report Diesen Beitrag melden

    Wer hätte es gedacht?!

    Es ist ja schon interessant, dass sich nach der Abstimmung über die Erhöhung der Autobahnvignette nun herausstellt, dass eben doch genug Geld vorhanden ist...und zwar zünftig viel Geld. Damit wäre eine zweite Gotthardröhre schon zu einem guten Teil fianziert....aber nein, man diskutiert lieber noch rund zwanzig Jahre. Interessant ist aber natürlich auch, dass im gleichen Artikel zu lesen ist, dass die externen Kosten dann auch ganz hoch seien, nämlich höher, als die gesamten Einnahmen des Strassenverkehrs. Fehlt nur noch, dass die externen Kosten der Bahn kleiner gleich 0 seien.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tiago am 18.12.2013 07:23 Report Diesen Beitrag melden

    Und wenn wir nun...

    Wenn wir diesem Überschuss nun noch die vielen Millionen hinzufügen, die bereits "abgezweigt" wurden und was weiss ich was quer zu finanzieren, dann könnten wir die Strassenbeläge aus massivem Gold machen...

  • Stefu am 18.12.2013 06:12 Report Diesen Beitrag melden

    Immer zu wenig...

    Egal wie viel der Strassenbenützer zahlt, es wird immer zu wenig sein. Weil das Geld irgendwo anderst "verlocht" wird, nur nicht in die Strassen.

  • Pierre Müller am 17.12.2013 23:43 Report Diesen Beitrag melden

    ich sage es ja immer...

    Nur glaubt mir das kein Aas. Der Bund, die Bundesräte, Parlament, Nationalräte wollen uns veräppeln. Alles teurer machen, weil man kein Geld mehr hat. Aber nachhinein dann so viel Überschuss??? Hört endlich auf, denen alles zu glauben. Wir müssen uns wehren, aufstehen und dagegen kämpfen, das wir kleinen Arbeitnehmer immer mehr bezahlen müssen.

  • Leser am 17.12.2013 22:42 Report Diesen Beitrag melden

    Schwerverkehr

    Ist beim Schwerverkehr die massiv höhere Strassenbelastung im Vergleich zu Autos beim "Deckungsgrad" wirklich erfasst?

  • Kosmischer am 17.12.2013 21:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komisch

    Komisch, dass diese Statistik erst jetzt nach der Abstimmung der Erhöhung der Autobahnvignette erscheint?

    • Peter (kinsky) Kälin am 18.12.2013 20:07 Report Diesen Beitrag melden

      vielleicht........

      ......lag die Statistik unter den "Vignetten für LKWs" auf einem Bürotisch in Bern oder wurde sonst verhühnert.............

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