Dauernd Stau

03. März 2014 10:39; Akt: 04.03.2014 17:11 Print

Bund soll A1 auf sechs Spuren ausbauen

Überlastet und verstopft: Die A1 ist am Limit. Politiker fordern jetzt, dass der Bund die Autobahn nicht nur streckenweise, sondern komplett auf sechs Spuren ausbaut.

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Nichts geht mehr: Stau ist auf vielen Streckenabschnitten der A1 ein tägliches Ärgernis. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

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Dass das Schweizer Autobahnnetz überlastet ist, zeigt sich jeden Tag: Auf rund 185 Kilometern stehen Autofahrer täglich während bis zu vier Stunden im Stau. Diese Zahl hat sich damit mehr als doppelt so schnell entwickelt wie noch vor einigen Jahren angenommen. Und die Tendenz ist stark steigend: Im Jahr 2030 sollen bereits rund 490 Kilometer des Nationalstrassennetzes überlastet sein.

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Soll die Autobahn A1 durchgehend auf sechs Spuren ausgebaut werden?
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Insgesamt 7927 Teilnehmer

Für viele Politiker ist deshalb klar: Die A1 muss durchgehend auf sechs Spuren ausgebaut werden. Der Aargauer Verkehrsdirektor Stephan Attiger (FDP) sagt in der NZZ: «Statt eines Flickenteppichs müsste man die A1 auf der ganzen Linie auf sechs Spuren ausbauen.» Die Stauentwicklung sei seit 2009 «dramatisch». Und zwar nicht wegen Bauarbeiten oder Unfällen, sondern wegen Überlastung. Der Bund müsse jetzt mutig vorangehen. Der Kanton Aargau will sich mit anderen betroffenen Kantonen absprechen und sich dann in der Vernehmlassung zum neuen Strassenfonds für den Ausbau auf sechs Spuren einsetzen.

Ausbau wird heisses Thema im Parlament

Mit ihrem Anliegen sind die Aargauer nicht allein. Auch national wird der Ruf nach mehr Platz auf der Autobahn laut: «Der Ausbau auf sechs Spuren kommt ganz klar aufs Tapet», sagt SVP-Nationalrat Adrian Amstutz. Finanziert werden könnte diese Massnahme einerseits, indem das Geld des neuen Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds komplett für die Strasse eingesetzt würde. Andererseits könnten auch Gelder aus den rund zehn Milliarden an Abgaben, die Autofahrer jährlich leisten, in die A1 investiert werden. Amstutz plädiert daher für die Milchkuh-Initiative: Diese fordert, dass die Beiträge der Autofahrer ausschliesslich für Strassenprojekte verwendet werden.

«Doris Leuthard muss den Ausbau auf sechs Spuren auf die Liste nehmen», fordert auch FDP-Nationalrat Markus Hutter. Sogar die SP ist nicht abgeneigt: «Wir sind nicht grundsätzlich gegen sechs Spuren auf der A1», wird Verkehrspolitikerin Edith Graf-Litscher im Artikel zitiert. Es brauche aber unbedingt eine Gesamtschau. Keine Chance hat die Idee hingegen bei den Grünen.

Von den betroffenen Autofahrern würde wahrscheinlich jeder das Anliegen unterschreiben. Ein Leser-Reporter meldete am Montagmorgen um kurz nach 7 Uhr: «Jeden Tag Stau auf der A1. Um 6 Uhr bereits Stillstand in Winterthur, dann Gubrist.» Er sei im Aussendienst auf das Auto angewiesen. «Wenn der Pendler im Zug einmal zu lange warten muss, hört man Stimmen von Entschädigung der Billette und Ähnlichem. Den Autofahrer, der den ÖV grösstenteils finanziert, lässt man einfach im Stau stehen – ein Hohn!» Es brauche nebst dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs deshalb dringend auch grössere Investitionen ins Strassennetz.

(nj)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fahrer am 03.03.2014 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    Immer Kurzsichtig

    Dass DIE Hauptverkehrsachse der Schweiz grösstenteils mit mikrigen 4 Spuren (2 für jede Richtung) auskommen muss, ist an sich schon sträflich. Man muss ja nicht wie in Dubai 14-Spurige Autobahnen bauen (7 für jede Richtung), aber einmal nachdenken, dass 3 bald auch schon zu knapp sein werden, liegt wohl auf der Hand. 3 Hätte wir bis jetzt gebraucht, sind diese irgendwann mal gebaut, wären 4 nötig. Einmal durchregieren und die Strassen zu ende bauen, die seit Jahren brach liegen. Die A53 ist seit 1965 geplant, und bis heute nur teilweise fertiggestellt. Bravo, fast 50 Jahre!

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  • Patrick am 03.03.2014 11:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ausbau JA

    Auf die Grünen muss auch miemand hören wenns ums Auto geht. Einfach ignorieren , diese Luschen.

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  • Pietro am 03.03.2014 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    ja Sofort ..... Bitte

    Da die EU die Partnerschaft mit unseren Forscher gekündigt hat und die Schweiz nun 4 Milliarden Fränkli über hat, könnte man gleich loslegen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • NNorbert am 05.03.2014 21:29 Report Diesen Beitrag melden

    Dauert 15 Jahre

    Bis die A1 ausgebaut wird, dauert das mind. 15 Jahre mit all unseren Einsprachen, Planungen, Absicherungen, Abmachungen etc. Zudem arbeiten man nur zu Bürozeiten. Ich bin pessimistisch dass ich den Ausbau mit 50 Jahren noch erleben werde.

  • Pius W. am 05.03.2014 17:04 Report Diesen Beitrag melden

    Alle fahren

    Betonieren wir doch das ganze Mittelland zu - dann können wir so viel Spuren aufmalen, wie es braucht. Und wenn das nicht reicht, machen wir durchgehend einen 1. Stock und können dort auch noch fahren. Wo wir dann wohnen wollen? Nicht nötig, alle fahren ja.

  • kritix am 05.03.2014 15:59 Report Diesen Beitrag melden

    A1 Ausbau nötig

    Vor wenigen Tagen musste ich von St.Gallen nach Bern fahren. Hab aus Jux mal angefangen zu zählen was auf der Gegenseite auf mich zu kam... . Was ich gezählt habe darf ich nicht schreiben, aber was anderes ist mir aufgefallen: Die rechte Spur war zeitweise vollständig duch LKW's belegt aus der ganzen EU! Also A1 Spuren verdoppeln ( 8 total ) durchgehend!

  • D.N. am 05.03.2014 14:44 Report Diesen Beitrag melden

    A1 - debakel!

    Vor Jahren wurde schon darüber gesprochen, die A1 auf drei Spuren auszuweiten! Nimmt mich nur wunder, ob das irgend wann passieren wird. Eher wird vielleicht noch eine abgebaut, um einen Velostreifen zu integrieren! Viele Grüsse an Frau Leuthart!

  • David am 05.03.2014 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    Und die Tränen fliessen

    Ich liebe die Schweiz. Ein Volk ewig unglücklicher Nörgeler, die nur kritisieren und das zu 90% alles andere als konstruktiv. "Bauen wir 7 Spuren, das hätte man von Anfang an sollen" -> Und wenn der Benzinpreis zur finanzierung um 5Rp. erhöht werden soll ist die Hölle los. Hätte man 7 Spuren gebaut wären die nächsten am Nörgel: "Alles wird verbaut! Sieht ja grässlich aus, braucht niemand!" Kritik an Verkehrsplanern (Man weiss als Laie eh alles besser) Gönd Hei, schribed es Buech und verchaufets a Lüt wo Brennholz bruchend. Den bildend Fahrgmeinschafte und gnüssend leeri Strasse. Organisation?