Gewalt

11. Mai 2019 04:45; Akt: 11.05.2019 04:45 Print

Bundesangestellte wurden 43-mal ernsthaft bedroht

Die Zahl von Drohungen gegen Politiker, Richter und Bundesangestellte ist zwar gesunken. Die Intensität aber hat zugenommen.

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Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) hat im vergangenen Jahr 669 Meldungen von Politikern, Richtern und Bundesangestellten wegen Drohungen registriert - 57 weniger als im Jahr davor. In 43 Fällen ging die Bundespolizei allerdings von einer ernsthaften Bedrohung aus.

Damit alarmierte die Polizeibehörde des Bundes 2018 im Schnitt mehr als drei Mal pro Monat eine Kantonspolizei zum Schutz von Politikern, wie aus dem jüngsten Fedpol-Jahresbericht hervorgeht. Über diesen berichtete die Zeitung «Schweiz am Wochenende» am Samstag.

Viele Meldungen zu Flüchtlingsthemen

Die Meldungen betreffen Personen, die unter Schutz des Bundes stehen, darunter Bundesräte, Parlamentarier und Staatsanwälte. Vergleichszahlen zu den ernsthaften Bedrohungen in den Vorjahren gibt es nicht. Das Bundesamt weist diese heuer zum ersten Mal aus. Wie die Zeitung schreibt, seien zwei Veränderungen auffallend: Zum einen habe die Intensität einzelner Fälle ein für Schweizer Verhältnisse ungewohntes Ausmass erreicht. Zudem seien auch andere Personen betroffen, die sich öffentlich exponieren.

Gemäss früheren Angaben des Bundes gingen bislang viele Meldungen vor allem wegen Flüchtlingsthemen oder der Europapolitik ein. Die Fälle häuften sich demnach jeweils auch während Abstimmungen und Wahlen.

(roy/sda)