TV-Mann Aebischer

19. Januar 2011 13:26; Akt: 19.01.2011 17:20 Print

Bundeshaus statt Leutschenbach

Der Berner TV-Mann Matthias Aebischer verlässt das Schweizer Fernsehen. Statt über Politik zu berichten, will er sie bald machen – als Nationalrat der SP.

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Der Moderator und Redaktor Matthias Aebischer verlässt das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) und kandidiert für die Sozialdemokratische Partei bei den Nationalratswahlen, wie das Schweizer Fernsehen mitteilt.

Matthias Aebischer arbeitet seit 18 Jahren beim Schweizer Fernsehen in verschiedenen Funktionen. Er moderierte unter anderem die Sendungen «Tagesschau», «Kassensturz» und «Club». Nun beendet er sein Arbeitsverhältnis mit SRF und geht in die Politik.

«Kein leichter Entscheid»

Aebischer betonte, er gehe «mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Arbeit beim Fernsehen hat mich fasziniert und geprägt. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Doch die Chance, für die SP des Kantons Bern in den Wahlkampf zu steigen, ist einmalig. Ich freue mich sehr».

Der Entscheid sei langsam gereift. In den letzten Wochen habe er den Kontakt zur Berner SP vertieft, um seinen Chancen auszuloten, sagte Aebischer gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Die Partei ermögliche es auch Quereinsteigern, sich aufstellen zu lassen.

Aebischer kam allerdings früh mit Politik in Berührung. «Ich bin ein Kind von Politikern», sagte der TV-Moderator. Seine Eltern politisierten in der bernischen Gemeinde Schwarzenburg für die SP. Für ihn komme deshalb keine andere Partei in Frage, sagte der 43- Jährige. «Die SP hat für mich die edelsten Anliegen.»

Chancen nur mit viertem Sitz

Die Berner SP machte bei den letzten Nationalratswahlen sechs Sitze. Drei davon gehören Frauen; nebst Fraktionschefin Ursula Wyss vertreten Evi Allemann und Margret Kiener Nellen die Partei in der Grossen Kammer.

Auf männlicher Seite nehmen André Daguet und Hans Stöckli die Sitze ein. Ricardo Lumengo, der den sechsten Sitz holte, gehört der SP heute nicht mehr an. Zudem möchte neu auch der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät auf eidgenössischer Ebene politisieren.

Aebischer rechnet sich deshalb nur Chancen auf eine Wahl aus, wenn es der Partei gelingt, einen siebten Sitz zu erobern.

Vor seiner Tätigkeit für das Schweizer Fernsehen arbeitete der Primarlehrer Aebischer für zwei Radiostationen. Beim Schweizer Fernsehen moderierte er unter anderem die Sendungen «Tagesschau», «Kassensturz» und «Club». Aebischer ist verheiratet und hat drei Kinder.

(uwb/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Daniel am 20.01.2011 10:40 Report Diesen Beitrag melden

    Neidgenossen

    An all die Stänkerer hier im Forum. Jeder Schweizer und jede Schweizerin (seit 1971) hat das Recht, sich als Nationalrat aufstellen zu lassen. Das ist das Privileg einer Demokratie. Was haben wir bloss unter unserem Volk für Neidgenossen, dazu noch ohne jeglichen Anstand. Kein Wunder, dass die Schweizer immer unbeliebter wird.

  • dario tiago am 19.01.2011 14:05 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch

    Wundert mich nicht, dass er zur SP geht. Das Schweizer Fernsehen besteht ja eh nur aus SP-Anhängern.

  • Guschti am 20.01.2011 07:07 Report Diesen Beitrag melden

    Unabhängigkeit und Krösus

    Da soll mir einer sagen dass SF unabhängig ist (links oder rechts ist egal). Die Fäden sind sicher schon lange gezogen worden. Der Weg wurde sicher durch einschlägiges Verhalten geebnet. Meine Frage ist: wer zahlt die rund 100'000 Fr. für den Wahlkampf? Aus seiner ehemaligen Lohntüte? Dann muss nicht BILLAG sparen sondern SF!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Daniel am 20.01.2011 10:40 Report Diesen Beitrag melden

    Neidgenossen

    An all die Stänkerer hier im Forum. Jeder Schweizer und jede Schweizerin (seit 1971) hat das Recht, sich als Nationalrat aufstellen zu lassen. Das ist das Privileg einer Demokratie. Was haben wir bloss unter unserem Volk für Neidgenossen, dazu noch ohne jeglichen Anstand. Kein Wunder, dass die Schweizer immer unbeliebter wird.

  • Guschti am 20.01.2011 07:07 Report Diesen Beitrag melden

    Unabhängigkeit und Krösus

    Da soll mir einer sagen dass SF unabhängig ist (links oder rechts ist egal). Die Fäden sind sicher schon lange gezogen worden. Der Weg wurde sicher durch einschlägiges Verhalten geebnet. Meine Frage ist: wer zahlt die rund 100'000 Fr. für den Wahlkampf? Aus seiner ehemaligen Lohntüte? Dann muss nicht BILLAG sparen sondern SF!

  • Das Gedächtnis am 20.01.2011 04:04 Report Diesen Beitrag melden

    Erinnerung

    Alle die hier erwähnen, dass beim SF nur Linke arbeiten und seine Kandidatur daneben finden: Schaut mal ca. acht Jahre zurück. Für die Zürcher FDP kandidierte ein Ex-SF'ler und wurde gewählt: Filippo Leutenegger. Sind als nicht alle Links

    • jasmin am 20.01.2011 06:38 Report Diesen Beitrag melden

      wir sind im jahre 2011 angekommen

      DAS GEDÄCHTNIS, wir sind im jahre 2011 nur zur info fals ihnen jahre abhanden gekommen sind. das SF ist links und mit roger de weck noch mehr.

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  • Patrick am 19.01.2011 16:41 Report Diesen Beitrag melden

    Wen wundert's?

    Beim TV DRS sind doch nur Sozis. Man merkt's am Programm.

  • Donna am 19.01.2011 16:22 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Bei mir ist es gerade umgekehrt. Ich bin enttäuscht, dass er bei der SP ist ... Am TV wäre er mir lieber gewesen.