04. April 2005 17:55; Akt: 04.04.2005 17:58 Print

Bundespräsident Schmid reist zur Papst-Beisetzung

Bundespräsident Samuel Schmid reist für die Beisetzung von Papst Johannes Paul II. nach Rom. Als einziger Schweizer ist Kardinal Henri Schwery im Konklave dabei.

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Zudem werden diese Woche in der Schweiz mehrere Gedenkgottesdienste für den Papst abgehalten. Mit der Bekanntgabe des Beisetzungstermins für den Papst am kommenden Freitagmorgen im Petersdom ist am Montagnachmittag auch in der Schweiz die Organisation der offiziellen Delegationen angelaufen. Für die Landesregierung wird Bundespräsident Samuel Schmid an den Beisetzungsfeierlichkeiten im Petersdom teilnehmen, wie Hansruedi Moser von der Bundeskanzlei sagte. Allenfalls reist Bundespräsident Schmid in Begleitung eines weiteren Bundesrats nach Rom, wenn ausländische und vergleichbare mitteleuropäische Länder ebenfalls mit einer Zweierdelegation an der Beisetzung teilnehmen. Bei der Schweizer Bischofskonferenz war zunächst noch offen, wer an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilnehmen wird.

Der von der Bischofskonferenz angekündigte nationale Gedenkgottesdienst am kommenden Donnerstagabend um 18.00 Uhr in der Berner Dreifaltigkeitskirche soll aber planmässig durchgeführt werden. Zudem werden diese Woche in weiteren Schweizer Kirchen Gedenkgottesdienste für den Papst abgehalten. Seit Montag liegt auf der Apostolischen Nuntiatur in Bern ein Kondolenzbuch auf, in dem alle ihre Anteilnahme bezeugen können. Das Buch wird am kommenden Donnerstag auch in der Dreifaltigkeitskirche aufgelegt.

Bei der Wahl des neuen Papstes wird als einziger Schweizer Kardinal Henri Schwery vertreten sei. Nur der ehemalige Bischof von Sitten erfüllt mit 73 Jahren die Alterskriterien für das Konklave; die beiden anderen Schweizer Kardinäle Gilberto Agustoni und Georges-Marie Cottier sind beide über 80-jährig, wie die Bischofskonferenz zu einem Bericht der Zeitung «Le Nouvelliste» bestätigte.

Am Tag der Trauerfeier für Papst Johannes Paul II. am kommenden Freitag werden die Fahnen auf dem Bundeshaus und allen Bundesgebäuden auf Halbmast gesetzt. Den Kantonen wird empfohlen, auf gleiche Weise vorzugehen. Gemäss einschlägiger Verordnung des Bundes werden die Fahnen am Todestag sowie am Tag der Trauerfeier auf Halbmast gesetzt.

(ap)