Lohn-Ranking

25. März 2015 11:54; Akt: 25.03.2015 11:54 Print

Bundesrätin Sommaruga verdient mehr als Obama

von Th. Bigliel - Wie viel verdienen Top-Politiker im internationalen Vergleich? Schweizer Bundesräte haben Ende Monat mehr Geld auf dem Konto als US-Präsident Barack Obama.

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Die USA und Russland gehören zu den mächtigsten Nationen der Welt. Wenn es um die Bezahlung geht, haben Putin und Obama jedoch das Nachsehen. Dafür können sich Schweizer Bundesräte die Hände reiben. 20 Minuten zeigt, welche Staatschefs am meisten verdienen und welche am wenigsten.

Seit Sie diesen Artikel angeklickt haben, haben die Spitzenpolitiker folgende Beträge verdient:


Lee Hsien Loong, Singapur (1.6 Mio. Fr.)


Der Bestverdienende: Singapur gilt als eines der wohlhabendsten Länder der Welt. Unüblich hoch ist deshalb auch das Salär des Staatsoberhaupts: Laut «Business Insider» beträgt das Jahreseinkommen von Premierminister Lee Hsien Loong rund 1,6 Millionen Franken. Während Sie das lesen, hat der Sohn des kürzlich verstorbenen Staatsgründers Lee Kuan Yew bereits Franken verdient.


Leung Chun-ying, Hongkong (514'000 Fr.)


Der Unbekannte: Sehen lassen kann sich auch der Lohn von Leung Chun-ying. Der als CY bekannte Unternehmer und Politiker leitet seit 2012 die Staatsgeschäfte von Hongkong. Der Regierungschef der chinesischen Sonderverwaltungszone lässt sich seine Arbeit im Jahr umgerechnet mit einer halben Million Franken vergüten. Das macht Franken für CY.


Simonetta Sommaruga, CH (445'000 Fr.)


Die Überraschungskandidatin: Keine Geldsorgen haben auch die Schweizer Bundesräte. 445'000 Franken verdient ein Mitglied der Schweizer Landesregierung pro Jahr. Bei Bundespräsidentin Simonetta Sommeruga sind es sogar 457'000 Franken. Damit kommt die Justiz-Ministerin auf einen respektablen Monatslohn von über 37'000 Franken - und das ohne Spesenpauschale von 30'000 Franken. Während Sie das lesen, hat die amtierende Bundespräsidentin bereits Franken verdient.


Barack Obama, USA (400'000 Fr.)


Mr. President: Der mächtigste Mann der USA hatte letztes Jahr rund 400'000 Franken in der Lohntüte. Mit dem vom Kongress festgelegten Fixgehalt verdient der 44. US-Präsident pro Tag etwas mehr als 1'100 Franken. Seit Sie mit diesem Artikel begonnen haben, hat Barack Obama bereits Franken verdient.


Werner Faymann, Österreich (318'000 Fr.)


Der Gutbetuchte: Wegen einer Gehaltserhöhung haben österreichische Spitzenpolitiker seit Januar mehr Geld in der Lohntüte. Laut den Angaben des österreichischen Rechnungshofs verdient Bundeskanzler Werner Faymann nun pro Jahr 318'000 Franken. Vor einem Jahr waren es noch 6'000 Franken weniger gewesen. Seit Beginn des Artikels sind das Franken.


Adrian Hasler, Liechtenstein (254'000 Fr.)


Der Fürstliche: Keine Geldsorgen hat auch Adrian Hasler. Mit einem maximalen Jahreslohn von 254'000 Franken lässt sich der ehemalige Bankier ebenfalls fürstlich entlohnen. Als Chef der liechtensteinischen Landesregierung hätten Sie seit Artikelbeginn bereits Franken auf die hohe Kante legen können.


Stephen Harper, Kanada (251'000 Fr.)


Der Leisetreter: Zu den Besserverdienern gehört auch der kanadische Premierminister. Neben seinem Lohn als Premier erhält Stephen Harper zusätzlich noch das Salär eines Parlamentsmitglieds und kommt so auf umgerechnet 251'000 Franken. Das macht Franken für den Chef der kanadischen Konservativen.


Angela Merkel, Deutschland (227'000 Fr.)


Mutti: Auch in Deutschland werden Politiker nicht schlecht entlohnt. Als Bundeskanzlerin verdient Angela Merkel pro Jahr umgerechnet 227'00 Franken. Damit kommt die CDU-Politikerin auf ein Monatssalär von knapp 19'000 Franken, was in etwa der Hälfte eines Bundesratslohns entspricht. Für Merkel sind das Franken seit Artikelbeginn.


Jacob Zuma, Südafrika ( 216'000 Fr.)


Der Umstrittene: Südafrikas Präsident Jacob Zuma soll im Jahr umgerechnet 216'000 Franken verdienen. Das wegen verschiedener Korruptionsskandale in der Kritik stehende Staatsoberhaupt verdient pro Monat etwas mehr als 18'000 Franken. Immerhin: Franken, seit Sie mit diesem Artikel begonnen haben.


David Cameron, UK (208'000 Fr.)


Der Umstrittene: Der britische Premierminister verdient in einem Amtsjahr gut und gerne 208'000 Franken. Camerons Vorgänger hatte es da besser: Gordon Brown kam noch auf ein Jahressalär von rund 271'000 Franken und war damit lange Zeit der bestbezahlte Regierungschef Europas. Das macht Franken für die Downing Street.


Shinzo Abe, Japan (196'000 Fr.)


Der Wirtschaftsankurbler: Shinzo Abe wollte die ins Stocken gekommene japanische Volkswirtschaft nach seinem Wahlsieg 2012 wieder ankurbeln - bisher ohne Erfolg. Mehr Gewissheit gibt es beim Lohn des Staatschefs. 20 Minuten hat nachgerechnet: 196'000 Franken verdient der Wirtschaftspolitiker pro Jahr - also Franken seit Artikelbeginn.


Recep Tayyip Erdogan (191'000 Fr.)


Der Protzer: Recep Tayyip Erdogan braucht den weltweiten Gehaltsvergleich unter den Politikern ebenfalls nicht zu scheuen. Umgerechnet 191'000 Franken hat der türkische Spitzenpolitiker im letzten Jahr verdient. Das macht Franken für den Ministerpräsident, der in einem Palast mit über 1000 Zimmern wohnt.


François Hollande, Frankreich (188'000 Fr.)


Monsieur le Président: Der Staatspräsident der «Grande Nation» muss monatlich mit 15'600 Franken haushalten. Dafür darf sich Hollande zahlreicher Vergünstigungen erfreuen: Kost und Logis, Telefon, Kleidung, Autos oder Ferienhäuser gehen aufs Budget des Élysée-Palasts. Damit kommt der französische Staatspräsident auf Franken, seit Sie mit diesem Artikel begonnen haben.


Wladimir Putin, Russland (131'000 Fr.)


Das Pokerface: Der Monatslohn des russischen Staatschefs soll bei knapp 10'000 Franken liegen. Damit verdient Putin wesentlich weniger als seine westlichen Amtskollegen. Inwieweit die Zahlen stimmen, darüber kann nur spekuliert werden. Die Angaben stammen von Putin selbst, der inoffiziell zu den reichsten Männern Europas gehören soll. Laut Kreml sind es jedoch vorläufig Franken.


Matteo Renzi, Italien (120'000 Fr.)


Il Rottamatore: Der höchste Italiener verdient monatlich 120'000 Franken. Renzi bezeichnet sich selbst als «Verschrotter» (Rottamatore), der die von Eskapaden und Exzessen geprägte italienische Politik wieder ins rechte Licht rücken will. Der 2014 ins Amt des Ministerpräsidenten gewählte Jurist will mit gutem Beispiel voranschreiten und zahlt sich einen Lohn von Franken aus.


Dilma Rousseff, Brasilien (116'000 Fr.)


Die Unbeliebte: Die wegen einer Schmiergeldaffäre in die Kritik geratene brasilianische Staatspräsidentin Dilma Rousseff begnügt sich jährlich mit rund 116'000 Franken. Die Staatschefin gilt als extrem unbeliebt. Über 1,5 Millionen Menschen haben am letzten Wochenende gegen Rousseff demonstriert und den Rücktritt der Politikerin gefordert. Trotz tiefer Zustimmungswerte: Franken seit Artikelbeginn.


Narendra Modi, Indien (29'000 Fr.)


Der Abgeschlagene: Indiens Premier Narendra Modi erhält pro Monat rund 2400 Franken. In einem Jahr kommt der Mann, der die grösste Demokratie der Welt führt, auf nicht einmal 30'000 Franken. Zum Vergleich: Bundespräsidentin Sommaruga verdient dasselbe in einem Monat. Modi muss seit Artikelbeginn mit Franken auskommen.


Xi Jinping, VR China (21'000 Fr.)


Der Bescheidene: Offiziellen Angaben zufolge verdient Staatspräsident Xi Jinping im Monat 11'385 Yuan. Umgerechnet in Schweizer Franken beträgt das Präsidentengehalt gerade einmal 1774 Franken. Damit ist der Chef der kommunistischen Partei Chinas offiziell einer der am schlechtesten bezahlten Politiker der Welt - zumindest offiziell. Xi Jinpings Verdienst seit Artikelbeginn:



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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Giussi am 25.03.2015 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    Bekommen schon ..

    .. Aber verdiehnen tut sie es nicht. Dazu leistet sie einfach viel zu wenig brauchbares , wie die meisten anderen in Bern auch.

  • Mike R am 25.03.2015 12:00 Report Diesen Beitrag melden

    Jaja. Unsere Simonetta

    Ich frage mich nur, ob unserer Pianistin wirklich so viel Wert ist. Und ob eine Flötenlehrerin für den Bruchteil dieses Betrages nicht doch besser geeignet wäre..

    einklappen einklappen
  • simona am 25.03.2015 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    tja....

    Kein Wunder sind die Staatskassen leer. Wenn sie dafür wenigstens einen Leistungsausweis vorweisen könnte.....schlimm....

Die neusten Leser-Kommentare

  • Visionär am 26.03.2015 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    "Volksvertreterin" - falscher Begriff

    "Verdient" ist bei ihr das absolut falsche Wort, denn sie ignoriert, verzögert und verwässert den Volkswillen. Sie dient inzwischen nur noch den Wirtschaftsverbänden und vielen Arbeitgebern,

  • Eidgenossin am 26.03.2015 08:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frecheit!

    Und das auf Kosten des Volkes! Das finde ich beschämend!

  • Ruedi am 26.03.2015 07:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Simonetta light

    Sie bekommt es aber verdient es nicht.

  • Anke am 26.03.2015 07:37 Report Diesen Beitrag melden

    Mist

    In der Schweiz wird jeder Mist subventioniert. sei es der Mist der Bauern oder der Mist der Bundesräte.

  • Motozer am 26.03.2015 07:22 Report Diesen Beitrag melden

    Stolz

    Klasse....Jetzt ist die Schweiz wieder einmal besonders Stolz, sie ist endlich mal führend in einer Wischiwaschi Angelegenheit.