Flüchtlingswelle

15. Juli 2014 19:33; Akt: 15.07.2014 19:33 Print

Bundesrat will Syrer besser verteilen

Der Bund ist offen für Änderungen am Dublin-System. Dieses sieht bisher vor, Flüchtlinge in das erste Land zurückzuschaffen, in dem sie einen Antrag gestellt haben.

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Eine Flüchtlingsfamilie kommt in Sizilien an. Italien wird derzeit von einer Flüchtlingswelle überlaufen. (Bild: Keystone/Andrea Scarfo)

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Bundesrätin Simonetta Sommaruga setzt sich dafür ein, die Verantwortung für Syrien-Flüchtlinge innerhalb von Europa gerechter zu verteilen. Politiker aus Italien fordern seit Monaten grössere Unterstützung aus dem restlichen Schengen-Raum. Die derzeitige Situation sei ein Stresstest für die europäische Migrationspolitik und das Dublin-System.

Sommaruga bezeichnete den Vorschlag, Flüchtlinge in sogenannten Resettlement-Programmen nach der Bevölkerungsgrösse der einzelnen Staaten zu verteilen, als «prüfenswert», wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Sie sei offen für Ideen, wie das Dublin-System weiterentwickelt werden könne.

Italien von Flüchtlingen überlaufen

Mehr als 60'000 Flüchtlinge sind seit Jahresbeginn über das Mittelmeer nach Europa gelangt. Ein Grossteil von ihnen strandete in Italien. Dort sind die Asylzentren überfüllt und die grossen Verkehrsachsen wie der Bahnhof von Mailand völlig überlaufen. Viele Bewerber werden von anderen europäischen Staaten wieder nach Italien zurückgeschoben.

Die Schweiz liefert zurzeit Asylbewerber in diejenigen Schengen-Staaten aus, in denen sie ihr Gesuch zuerst gestellt haben – also häufig auch Italien. Von April bis Juni sind 678 Personen abgeschoben worden, das sind mehr als zehn Prozent der gesamten Asylanträge während dieser Zeit.

(nsa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • D. Meier am 15.07.2014 20:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut so Frau Bundesrätin

    Nach Bevölkerungsdichte? Ja dann können wir ja, von der Anzahl Asylanten gemessen an der Bevölkerung, noch Leute abgeben an unsere Nachbarn!

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  • Pascal Alessandri am 15.07.2014 20:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Flüchtling

    Die Schweiz kann ja alle aufnehmen.Wir haben so viel Platz in der Schweiz .Und von wo hat der Bund das Geld??Ein normal verdienter Arbeiter in der Schweiz mit Familie muss jeden Monat schauen das er alle Rechnungen zahlen kann!!

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  • Mirko am 15.07.2014 20:03 Report Diesen Beitrag melden

    Flüchtlinge temporär aufnehmen ist ok

    Es soll aber so seinn, dass sie auch wieder ausgeschafft werden, egal wie lange sie in der Schweiz waren. Wir können ja echt nicht die ganze Welt aufnehmen und einbürgern.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Küsche am 16.07.2014 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Die Flüchtlingswelle

    Hier wäre es an der Zeit dass die EU endlich was tut statt nur zu schweigen!Dass Dublin System ist längst veraltet und entspricht nicht mehr der Realität!Anderseits muss man sich die Frage stellen ,ist die Flüchtlingswelle aus Syrien und anderen Islamischen Gebieten nicht gewollt??Somit können Tausende dem islamischen Glauben Angehörigen nach Europa eingeschleust weden !!Das Ziel dieser Aktion ist jedem bekannt!!!

  • Victor Lazlo am 16.07.2014 08:15 Report Diesen Beitrag melden

    Buschtelefon

    das einzige was in Afrika funktioniert ist das Buschtelefon. Am meisten Flüchtlinge kommen aus Eritrea und nicht aus Syrien. Das seit einem Urteil des Bundegerichtes das Militärdienstverweigerer schützte (als einziges Land in Europa) . Seither kommen fast alle Eritrer in die Schweiz. Logisch würde ich auch! Zwischenzeitlich hat das Parlament beschlossen, dass Kriegsdienstverweigerung kein Asylgrund mehr ist. Frau BR Somarugu hat aber gleich gekontert, dass dies an der gängigen Praxis nichts ändern werde. Und es änderte sich nichts.

  • Fred Clever am 16.07.2014 00:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine Art Neokonolialissmus

    Hat in der Politik eigentluch schon mal jemand drüber nachgedacht wer de genau kommt? gillt jetzt nicht nur für Syrer das ist allgemein zu betrachten. Die Leute die da kommen sind sichetlich nicht die ärmstrn der Armen oder jene die im Krieg alles verlohren haben. So einen Schlepper zu bezahlen wäre sogar für den Schweizer Durchschnittsbürger etwas was er sich erst über einige Zeit zusammensparen muss. Es ist also davon auszugehen dass viele dieser Asylanten eher dem örtlichen Mittelstand angehört haben bevor sie hergekommen sind. Ergo diese Leute müssen eine Art Aubildung oder ein gewissrs Know How haben was jetzt oder irgendwann wenn etwaige Kriege zu ende sind in Ihren Heimatländern dringend gebraucht wird um die Volkswirtschaft wieder aufzubauen. Das Fehken dieser Leute ergib also einen erneut erhöhten Bedarf an Entwicklungshilfe und wenns ganz Krass kommt wird es unsererseits zu Entschädigungszahlungen kommen da wir so böse waren die Leute nicht zurückzuschicken was wiederum im Endeffekt auf das hinausläuft wesshalb ursprünglich Entwickungshilfe eingeführt wurde.... der Westen(und auf der aranischen Halbinsel angesiedelte Volksstämme die auch in Milliarden von Petrodollarn für Ihre Schandtaten bezahlen*ironie off*) hatte Kolonien und durch die Ganze Sklavenjägerei wurde den Ländern ein immenser Schaden zugefügt worauf zum Teil die heutige Armut da zurückgefürt wird (was vermutlich nicht ganz falsch ist)

  • Juri am 16.07.2014 00:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht verhandelbar

    Das Schengenabkommen ist unverhandelbar, wie die Personenfreizügigkeit.

  • H.B am 15.07.2014 23:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es geht um Kinder

    Die meisten Kommentare hier sind einfach nur traurig. Es geht dabei un Menschenleben und vorallem um KINDER. Sollen wir einfach nur zuschauen wie sie sterben? Wie sie verhungern? Während wir tonnenweise Essen in den Müll werfen? Ihr habt keine Ahnung wie sich das anfühlt jede sekunde mit dem Angst zu leben die eigene Kinder sterben zu sehen.