Chillax gegen Stress

31. Januar 2019 19:20; Akt: 31.01.2019 19:20 Print

CBD-Kekse sollen nun auch Haustiere entspannen

Virginia Fox und ihre Kollegin Inga Klaer bringen mit Chillax Hanfkekse für Haustiere auf den Markt. Diese sollen die Tiere entspannen und ihnen die Schmerzen nehmen.

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«Immer wieder hatten wir Kunden, die Schwierigkeiten mit gestressten oder chronisch kranken Tieren hatten», erinnert sich Virginia Fox (40) aus Zürich. Bis vor zwei Jahren war sie als Pferdetrainerin tätig, ihre Geschäftspartnerin Inga Klaer ist heute noch als Osteopathin für Hunde und Pferde tätig. «Die Idee, die gestressten Tiere mittels Cannabidiol (CBD) zu behandeln, kam mir, als ich einen Bericht von «Galileo» schaute, in dem es um die Verwendung von CBD bei Tieren in den USA ging. Daraufhin habe ich meiner Freundin Inga davon erzählt. Wir beide waren begeistert.» Fox hält fest: «Das CBD hat keine berauschende Wirkung, es entspannt lediglich und lockert verkrampfte Muskeln. Ausserdem ist es legal.»

Die beiden Frauen gaben den Tieren zuerst CBD als Öl ab. «Die Wirkung war gut, aber die Akzeptanz bei den Vierbeinern liess zu wünschen übrig. Zudem war es schwierig, das Öl richtig zu dosieren. Also kamen wir auf die Idee mit den Keksen. Wir stellten uns also in die Küche und probierten verschiedene Teigvarianten aus. Wir wollten wissen, was bei den Tieren besser ankommt, und wie die Wirkung ist.» Fast gleichzeitig hätten sie einen Produzenten gefunden, der spezialisiert auf Tierfutter sei. «Er half uns, das Beste herauszuholen.» Dass das CBD nun in Keksform verabreicht werden kann, habe einen grossen Vorteil: «Dadurch ist die Handhabung für die Besitzer einfacher und sie schmecken unseren Lieblingen.»

Testpersonen und Tierärzte begeistert

Die CBD-Kekse kamen zuerst bei Angstzuständen zur Anwendung. «Wir haben sie an Tieren in unserem Umfeld getestet. Das Feedback der Halter fiel richtig positiv aus.» So könne das CBD entweder als Kur auf einen speziellen Event hin oder dauerhaft abgegeben werden: «Wenn beispielsweise der Hund Angst vor den Böllern an Silvester hat, kann man rund zehn Tage vorher mit der CBD-Kur beginnen und kurz nach Silvester aufhören. Natürlich kann man die CBD-Kur auch weiterführen, falls der Hund in verschiedenen Situationen immer wieder Angstzustände hat.»

Letztes Jahr erweiterten die beiden Frauen die Testreihe unter tierärztlicher Aufsicht auf Tiere mit Spannungszuständen, chronischen Schmerzen und Muskelproblemen. «Sowohl unsere Testpersonen als auch Tierärzte sind von unserem Produkt begeistert», erklärt Fox. Eine Erfolgsstory, die ihr geblieben ist: «Eine Kundin hat einen Hund, der einen Tumor hat. Natürlich kann das CBD den Hund nicht heilen. Durch die entspannende und schmerzlindernde Wirkung kann er wenigstens sein Lebensende geniessen.»

Unter dem Namen Chillax vertreiben die beiden Frauen nun sieben verschiedene CBD-Kekse für Hunde, Katzen und Pferde in unterschiedlicher Dosierung. Präsentiert werden ihre Produkte an der Hundemesse in Winterthur am Stand A55, die ab Freitag stattfindet.

Tiere können Überdosis erleiden

«Wie CBD auf Tiere wirkt, ist noch zu wenig erforscht. So gibt es keine zugelassenen Tierarzneimittel, die CBD enthalten», hält Hanspeter Nägeli, Direktor des Instituts für Veterinärpharmakologie und -toxikologie, fest. «Grundsätzlich finde ich es aber positiv, wenn man versucht, dem Tier etwas Gutes zu tun. Natürlich dürfen die Produkte keinen Schaden anrichten.»

Auf der Datenbank Phytoarznei.ch des Institutes für Veterinärpharmakologie und -toxikologie wird beispielsweise eine Studie an Hunden erwähnt, die an Osteoarthritis litten und deren Schmerzen dank CBD in Olivenöls signifikant reduziert werden konnten. Dafür war eine CBD-Dosis von 2mg/kg Körpergewicht zweimal täglich nötig. Die Chillax-Kekse sind mit 1mg/5kg Körpergewicht weniger stark dosiert.

Bei der Abgabe von CBD an Tieren sollte die Dosierung dringend beachtet werden. Anders als beim Menschen besteht die Gefahr, dass die Tiere eine Überdosis bekommen, wie es auf CBD Vital heisst. Das kann zu Erbrechen führen, komatöse Zustände auslösen und im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen.

(qll)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • d.g am 31.01.2019 19:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gähnende katze

    meine katze schläft sowieso den ganzen Tag. Ein bisschen Koks würde der besser tun

  • Edeana am 31.01.2019 19:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gibts schon ne Weile

    Bekommt meine Hündin seit 4 Monaten. Sie ist 12, hat Spondylose und braucht mitlerweile keine Schmerzmittel mehr. Die CBD Guetzli gibts auch bei Qualipet und Fressnapf ;-)

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  • Ann am 31.01.2019 19:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alter Hut

    Gibt es schon lange

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hmmm am 01.02.2019 18:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schön und Gut

    Aber auch wieder nur Symptom bekämpfung. Ok, beim Silvesterbeispiel dürfte es natürlich etwas komplizierter werden mit der Ursachenbekämpfung. Aber man sollte sich doch dahingehend Gedanken machen, wieso es den Tieren nicht gut geht.

  • Kiffer am 01.02.2019 16:33 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht mehr normal

    Ich selbst konsumiere seit etlichen Jahren, "normales" Gras oder auch CBD - je nacht Lust und Laune. Ja, CBD hat keine oder sehr wenig psychoaktiven substanzen (THC), allerdings hat es auch einen Einfluss auf den Körper. Nun das eigene Haustier mit "Drogen" vollzupumpen, finde ich völlig daneben. Nächster Schritt: CBD-Kekse für unruhige Kleinkinder? Unsere Gesellschaft ist doch gestört. Ah und THC gras ist immernoch nicht legal für Erwachsene. Wo ist die Logik?? Wenn man solche Ausuferungen sieht mit CBD, ist es vielleicht gut das es kein THC gras legal zu erwerben gibt...

  • KOrega Tabs am 01.02.2019 16:18 Report Diesen Beitrag melden

    Für's Pferd

    Cool... die Dinger für's Pferd werde ich ordern und dann jeweils bei Sitzungen mit den Chefs als kleinen Snack auftischen!

  • Freudiger am 01.02.2019 16:12 Report Diesen Beitrag melden

    Da wird das Heidi Freude haben

    An diesen Keksen wird auch das Heidi ganz viel Freude haben.

  • Rock'n'Roll am 01.02.2019 16:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das braucht viel

    Wenn man es hinkriegt, dass ein Haustier "gestresst" ist, sollte man es fairerweise weggeben, dem Tier zuliebe!