Brief an Sommaruga

01. Juni 2011 17:58; Akt: 01.06.2011 18:16 Print

Chiasso will Asylzentrum loswerden

Die Gemeinde Chiasso fordert in einem am Mittwoch veröffentlichten Brief an Bundesrätin Simonetta Sommaruga, das Empfangszentrum für Asylbewerber aus der Stadt zu verbannen.

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Die Gemeinde Chiasso will, dass die Empfangsstelle für Asylsuchende geschlossen wird.

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In dem Schreiben beruft sich Gemeindepräsident Moreno Colombo (FDP) auf ein informelles Treffen mit der Bundesrätin am vergangenen 25. Januar. Die Situation habe sich seitdem verschlechtert. Der Angriff auf einen Gemeindemitarbeiter im Stadtpark, mutmasslich durch mehrere Asylanten, habe das Fass zum Überlaufen gebracht.

Der Bund solle das Empfangszentrum an eine weniger zentrale Stelle irgendwo in der Schweiz verlegen, lautet die Forderung des Gemeindepräsidenten. Gemäss Colombo stehe nirgendwo geschrieben, dass die aus Süden eintreffenden Asylanten gleich im ersten Ort hinter der italienischen Grenze untergebracht werden müssten.

«Wir erhoffen uns vom Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement eine schnelle, konkrete Antwort», sagte Gemeindeexekutiv-Mitglied Roberta Pantani Tettamanti am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. «Immerhin hat uns Simonetta Sommaruga im Januar ihre Unterstützung beim Thema Asyl zugesagt.»

Pilotprojekt: Wertmarken statt Geld

Schlägereien und Diebstähle seien inzwischen an der Tagesordnung, ergänzte Pantani Tettamanti. Sie führt dies auf die in den vergangenen Monaten gestiegene Zahl der Migranten aus Tunesien zurück. Grüppchenweise würden Asylbewerber ihre Tage Bier trinkend im Park verbringen.

Ein Pilotprojekt, mit dem das Bundesamt für Migration dem Alkoholmissbrauch von Asylbewerbern entgegentreten will, betrachtet die Lega dei Ticinesi-Politikerin mit gemischten Gefühlen. Ab dem 8. Juni sollen Asylbewerber in Chiasso statt eines Taggeldes von drei Franken Lebensmittelbons bekommen.

Doch ob das Ziel, den Alkoholkonsum zu mindern, damit erreicht werde, sei die Frage. Roberta Pantani Tettamanti fürchtet, es könne auch zu einem weiteren Anstieg der Diebstahlrate im Zentrum führen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Anton Keller am 02.06.2011 07:16 Report Diesen Beitrag melden

    weit weg von Städten

    Quatsch. Die Asylanten sollen möglichst weit weg von Städten untergebracht werden.

  • blacky am 02.06.2011 18:08 Report Diesen Beitrag melden

    Unzumutbares Verhalten der Asylsuchenden

    Das gleiche Problem besteht auch in Kreuzlingen. Dort betrinken sich auch viele Asylsuchende und greifen sich gegenseitig und andere Leute an. Dazu kommt noch, dass sie ihre "Gastgeber" bestehlen. Innerhalb des Zentrums machen sie auch immer Ärger und greifen die Securitasleute an. Die Verfahren müssen schneller gehen und mit Tunesien ist ein Rückübernahmeabkommen dringend notwendig. BR Somaruga soll sich darum kümmern und nicht Ausbaupläne schmieden.

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  • marti am 01.06.2011 18:58 Report Diesen Beitrag melden

    SOmaruga für mehr Asyl

    Ich glaube kaum dass BR Somaruga da mitmachen wird. Sie ist SPlerin und darum für mehr Asylanten. Der Schuss könnte auch nach hinten losgehen, wenn sie sagt sie wolle das Zentrum ausbauen um mehr aufnehmen zu können. Ich würde es ihr zutrauen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • e Therwiler am 02.06.2011 18:39 Report Diesen Beitrag melden

    Asyldurchgangscenter

    In Basel-Land will man nun ein solches Bauen, ein Kommite Pro-Therwil kämpft zur Zeit gegen eine solche Einrichtung, in mitten einem Wohnquartier, und in unmittelbarer Nähe von Schulhaus-Jugendtreff und Kindergarten, auch wir können die Betroffenen verstehen.

  • blacky am 02.06.2011 18:08 Report Diesen Beitrag melden

    Unzumutbares Verhalten der Asylsuchenden

    Das gleiche Problem besteht auch in Kreuzlingen. Dort betrinken sich auch viele Asylsuchende und greifen sich gegenseitig und andere Leute an. Dazu kommt noch, dass sie ihre "Gastgeber" bestehlen. Innerhalb des Zentrums machen sie auch immer Ärger und greifen die Securitasleute an. Die Verfahren müssen schneller gehen und mit Tunesien ist ein Rückübernahmeabkommen dringend notwendig. BR Somaruga soll sich darum kümmern und nicht Ausbaupläne schmieden.

    • Marco am 02.06.2011 21:42 Report Diesen Beitrag melden

      Medien

      Das ist zum Dank. Aber es gibt noch genug Leute hier, die diesen Leuten alles erlauben möchten und gleich Rassismus schreien, wenn man solche Tatsachen veröffentlicht. Bin wirklich überrascht, ab dem Mut der Medien.

    • Daniel am 03.06.2011 10:39 Report Diesen Beitrag melden

      CH-Scheinheiligkeit ablegen

      @Blacky: Jugendliche Schweizer betrinken sich ja und stehlen nix, oder? Alkohol, Drogen, Kriminalität hat nichts mit der Nationalität zu tun. Rücknahmeabkommen sind Verträge, wenn eine Partei nicht will, dann will sie eben nicht. Hauptsache wir freuen uns über Datteln, Erdöl aus Nordafrika für unsere warmen Stuben. Wir Helvetier sollten endgültig die Scheinheiligkeit ablegen, bevor es die EU für uns tut. Das wird aber sehr schmerzlich.

    • Heinz am 15.11.2011 14:02 Report Diesen Beitrag melden

      Klarer Fall!

      Wenn du dir die Statistik ansiehst wie viele von den kriminellen Asylanten sind dann ist der Fall Klar!

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  • Beobachter am 02.06.2011 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    BR Sommaruga nimmt Kriminalität in Kauf

    Unfassbar was in Sachen Asyl-Verfahren/Migration in der Schweiz abläuft.

    • Peter Hilfiger am 02.06.2011 17:41 Report Diesen Beitrag melden

      Machen Sie einen Vorschlag!

      Machen Sie es konkret besser, anstatt zu kritisieren.

    • Andreas Vogt am 03.06.2011 09:55 Report Diesen Beitrag melden

      Beschäftigt die Leute

      Die Leute müssten beschäftigt werden! Irgendwas und sei es mit "bachbutzete", Bergwege ausbessern, what ever. M.E. kommt das herumgehange vom Fehlen einer Tagesstruktur & einem "sich überflüssig" fühlen & Langweile.

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  • Anton Keller am 02.06.2011 07:16 Report Diesen Beitrag melden

    weit weg von Städten

    Quatsch. Die Asylanten sollen möglichst weit weg von Städten untergebracht werden.

  • Jon Doe am 01.06.2011 21:31 Report Diesen Beitrag melden

    abschrecken mit wegschliessen.

    CH hat viele alte Bunker. Warum nicht diejenigen Asylsuchenden-Wirtschafts-Immigranten die sowiso kein Wirtschaftsasyl erhalten, bis zur Ausschaffung in einem Bunker unterbringen? Bunker hats ja viele, die nicht mehr benoetigt werden! Oder so wie es wenige andere Laender tun: Auf ein umgebautes Kreuzfahrtschif verfrachten? Auf jeden fall waehre eine Loesung angebracht, die auf Wirtschaftsasylanten abschreckend wirkt, so dass die aussichtslosen Faelle erst gar nicht nach CH kommen.