«Ein Kind Gottes»

16. September 2016 12:02; Akt: 16.09.2016 12:24 Print

Darbellays Ex-Affäre führte einen Baby-Blog

Anfang September kam Christophe Darbellays unehelicher Sohn zur Welt. Nun ist das Online-Tagebuch der Mutter aufgetaucht.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der ehemalige CVP-Präsident Christophe Darbellay wird Vater eines unehelichen Kindes – diese Nachricht hat vergangenes Wochenende für Aufsehen gesorgt. Über seine Ex-Affäre, die Mutter des Kindes, war bislang nichts bekannt. Wie die «Schweizer Illustrierte» nun berichtet, hat die Frau jedoch ihre Schwangerschaft in einem Blog dokumentiert. Am Freitag hat die Zeitschrift Auszüge der Tagebuch-Einträge veröffentlicht.

Umfrage
Würden Sie über etwas so privates im Internet schreiben?
2 %
5 %
91 %
2 %
Insgesamt 6291 Teilnehmer

Die Frau scheint religiös und eine regelmässige Kirchgängerin zu sein. Sie erzählt, wie ihr die Stimme beim Singen in der Kirche versagt habe. Weiter schreibt sie: «Mein Söhnchen ist ein Kind Gottes. Ich habe das Glück, dass ich seine Erdenmutter sein darf. Aber das Sagen hat Gott.» Auch gibt sie an, dass der Glaube an eine höhere Macht das Beste sei, was sie ihrem Kind mitgeben könne.

«Du wirst ein Umarmer sein»

Die Mutter berichtet auch, dass sie ihrem ungeborenen Sohn vorsingt. Das perfekte Lied für ihr Baby sei «Not While I’m Around» aus dem Musical «Sweeney Todd» – einer düsteren Geschichte über einen Coiffeur, der in seinem Rachefeldzug mehrere Menschen mit Rasiermessern tötet.

Sie hat sich auch schon viel für ihr Kind vorgenommen. Es soll Sprachen lernen, Instrumente spielen, Sport treiben und mit ihr zusammen auf Reisen gehen. Ebenfalls soll es mindestens «einmal im Monat mit den Händen essen».

Dennoch soll es sich nicht unter Druck gesetzt fühlen: «Das Leben ist einfacher, wenn du nicht perfekt sein musst – und du wirst nie perfekt sein müssen, kleiner Bär.» Auch an Zärtlichkeit soll es dem Sohnemann nicht fehlen: «Du wirst ein Umarmer sein. Wir werden einander oft umarmen, auch wenn du böse auf mich bist», heisst es in einem Eintrag, den sie kurz vor der Geburt des Kindes verfasste. Sie schliesst mit den Worten: «Mami liebt dich.»

«Rose» für Darbellays Frau

In einem Newsletter äusserte sich am Freitag auch die Katholische Kirche des Kantons Zürich zum Fall: Das uneheliche Kind sei Darbellays private Angelegenheit, schreibt Arnold Landtwing, der Informationsbeauftragte des Generalvikariats. «Die Rose der Woche gebührt Florence Carron Darbellay, die sich entschieden hat, diese schwierige Situation an der Seite ihres Ehemannes Christophe zu meistern.» Das Eheversprechen, «die guten und bösen Tage» gemeinsam durchzustehen, bekomme mit dem Fall «konkrete Aktualität».

(lz)