Sinkende Reichweiten

29. November 2018 15:56; Akt: 29.11.2018 15:56 Print

Darum geht E-Fahrzeugen jetzt der Saft aus

Schlappe Akkus, sinkende Reichweiten – die kalte Jahreszeit hält für E-Autos besondere Herausforderungen bereit. Doch man kann seine Batterien unterstützen.

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Elektrischer Schwede im Schnee: Selbst ein Volvo verliert bei tiefen Temperaturen an Reichweite. Der Winter ist für alle Autofahrer mühsam. Doch Besitzer eines E-Autos werden besonders hart geprüft, denn die Temperaturen schlagen direkt auf die Leistung ihrer Fahrzeuge. Zwischen 40 und 70 Prozent Reichweite verlieren Stromer wie Tesla bei tiefen Temperaturen. Im Schnitt muss man mit einem Reichweitenverlust von 50 Prozent rechnen. Doch man kann dem Energieverlust entgegenwirken. Mit etwas Voraussicht und cleverem Verhalten kann man einen Teil des Reichweitenrverlusts verhindern. Hilfreich ist es etwa, das E-Auto bereits vor der Fahrt zu heizen – und zwar am besten während des Ladevorgangs. So kommt die Heizenergie über das Ladekabel und nicht aus der Antriebsbatterie. Das verringert den Reichweitenverlust. Auch kann die Abfahrtszeit bei vielen Elektroautos während des Ladens eingestellt und damit die Batterie aufgewärmt werden. Das sollte man nutzen, denn eine kalte Batterie ist nicht annähernd so effizient wie eine warme Batterie. Allein mit dieser Methode kann man die Reichweite um bis zu 20 Prozent erhöhen. Das Energieproblem im Winter ist den Autoherstellern nicht verborgen geblieben. Einige davon haben darauf mit integrierten Wärmpepumpen reagiert. Im neuen Renault Zoe etwa ist eine drin. Beim Hyundai Kona gibt es sie serienmässig, allerdings erst ab der Ausstattungsstufe «Style». VW und BMW hingegen verlangen beim eGolf sowie in den Stromern BMW i3 und BMW i3s derzeit noch einen Aufpreis. Laut BMW soll sich die Reichweite durch die Wärmepumpe um mehr als 30 Prozent erhöhen.

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Fallen die Temperaturen, haben nicht nur Mensch und Tier weniger Lust auf Outdoor-Aktivität, auch Batterien in E-Fahrzeugen überkommt der Winterblues. In den kalten Monaten liegt der Reichweitenverlust je nach Modell bei bis zu 70 Prozent. Im Durchschnitt muss man mit einem Rückgang von 50 Prozent rechnen.

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Damit nicht genug: Auch das Laden von Elektroautos dauert bei tiefen Temperaturen deutlich länger. Bereits bei unter 10 Grad sinkt die Leistung einer Batterie, ab Werten im Minusbereich wird der Ladevorgang verlangsamt. Lange Ladezeiten und nicht genügend Reichweite – das sind zwei der meistgenannten Absteller in Sachen E-Mobilität. Der Winter bedeutet deshalb für Besitzer eines elektrisch angetriebenen Fahrzeugs einen echten Stresstest.

Clever heizen

Doch warum braucht man überhaupt mehr Energie im Winter? Die Sachlage ist simpel: Durch die Kälte ist die Reibung im Antrieb deutlich höher, so dass mehr Energie benötigt wird. Heizung für Innenraum und Heckscheibe sowie das Gebläse ziehen ebenfalls Strom, werden aber im Sommer nicht benötigt. Zudem sind kalte Batterien bei eisigen Temperaturen nicht sonderlich effizient.

E-Fahrer sind der Spassbremse Winter jedoch nicht wehrlos ausgeliefert. So kann die Abfahrtszeit bei vielen Elektroautos während des Ladens eingestellt und so die Batterie aufgewärmt werden. Das sollte man nutzen, denn eine kalte Batterie ist nicht annähernd so effizient wie eine warme. Allein mit dieser Methode kann man die Reichweite um bis zu 20 Prozent erhöhen. Hilfreich ist auch, das E-Auto bereits vor der Fahrt zu heizen, und zwar am besten während des Ladevorgangs. So kommt die Heizenergie über das Ladekabel und nicht aus der Antriebsbatterie. Auch das verringert den Reichweitenverlust.

Eine weitere effektive Form der Reichweitenerhöhung ist, sich warm anzuziehen. Vor allem bei kurzen Strecken macht das durchaus Sinn. Natürlich ist eine warme Fahrerkabine besser. Und obwohl es merkwürdig aussehen mag, dick eingepackt im Auto zu sitzen, ist das immer noch besser, als mit leerer Batterie stehen zu bleiben. Wer das Auto trotzdem lieber aufheizt, kann zuerst nur Sitz- und Lenkradheizung einsetzen, denn die brauchen weniger Energie als die Klimaanlage, vermitteln dem Körper aber auch ein warmes Gefühl. Wer auf die Heizung partout nicht verzichten will, sollte sie schrittweise erhöhen. Das ist effizienter als ein voller Schub auf Maximaltemperatur.

Wertvolle Wärmepumpen

Auch die Sonne hilft E-Autos, und dafür brauchen sie nicht mal Solarzellen, denn die Wintersonne wärmt die Batterie und den Fahrerraum auch so auf. Das E-Auto tagsüber an der Sonne und über Nacht in einer Garage zu parkieren, ist deshalb eine gute Idee. Auch das Fahren im Eco-Modus, das Meiden von hohen Tempi über 110 km/h sowie das Nutzen der Bremsenergie helfen der Batterie, wobei das alles bei E-Autos generell gilt. Doch in der kalten Jahreszeit brauchen Innenraum-, Heck- und Frontscheiben-, Sitz- und Lenkradheizung, Lüftung und Fahrzeugbeleuchtung mehr Energie als im Sommer.

Das Energieproblem im Winter ist den Autoherstellern nicht verborgen geblieben. Einig davon haben darauf mit integrierten Wärmpepumpen reagiert: Im neuen Renault Zoe etwa ist eine drin. Beim Hyundai Kona gibt es sie serienmässig, allerdings erst ab einer gewissen Ausstattungsstufe. VW und BMW hingegen verlangen beim eGolf sowie bei den Stromern BMW i3 und BMW i3s aktuell noch einen Aufpreis. Laut BMW soll sich die Reichweite durch die Wärmepumpe um mehr als 30 Prozent erhöhen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mustangfahrer am 29.11.2018 16:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Blubber Blubber

    Mein V8 hat das problem nicht :-)

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  • Sünneli am 29.11.2018 16:03 Report Diesen Beitrag melden

    Elektroauto

    Also erst kaufen wenn die Technik mehr ausgereift ist. OK verstanden.

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  • Karlow am 29.11.2018 16:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Diesel

    Fahre 740d xDrive, Standheizung programmiert auf 16:40 Uhr. Ich weiss, ich bekomme daumen runter wie ein Gladiator aber ich lache E-Fahrer immer noch aus.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Fredy Mercury am 30.11.2018 22:54 Report Diesen Beitrag melden

    Wasserstoff anstatt Batterie

    Wenn e-Fahrzeug, dann mit Wasserstoff.

  • Martin am 30.11.2018 18:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ladestation

    Solange ich als Mieter keine Möglichkeit habe das Auto Zuhause zu laden, solange werde ich beim Benziner bleiben.

  • C.Di Caro am 30.11.2018 18:07 Report Diesen Beitrag melden

    Opel Ampera-e

    Jetzt im Winter braucht mein Auto bis zu 20kWh auf 100km. Bei einem kWh Strompreis aus Wasserkraft von 14Rp. im Niedertarif sind es trotzdem nur Fr.2.80 auf 100km. :-)

  • Mario am 30.11.2018 15:55 Report Diesen Beitrag melden

    Kritik

    Sorry für die Kritik aber dieser Artikel ist schlichtweg falsch und gefährlich.

  • Evan C. am 30.11.2018 15:19 Report Diesen Beitrag melden

    E- Auto, eine saubere Lüge

    E Autos fliegen uns einst länger um die Ohren als ein Diesel... Wer Glaubt der Strom kommt nur aus der Dose, der leuchtet nachts schneller als ihm lieb ist. Die radioaktiven Brennstäbe werden ja nicht zu hause aufbewahrt.