«Extreme Gewitter»

06. Juni 2016 10:56; Akt: 06.06.2016 10:56 Print

Das Schweizer Wetter wird amerikanisch

Das Schweizer Klima gleicht immer mehr jenem in Amerika. Die aussergewöhnlichen Wetterphänomene seien Beweis für die Klimaerwärmung, sagt ein Experte von Greenpeace.

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Wegen heftiger Regenfälle herrscht in manchen Gebieten der Schweiz nach wie vor Hochwassergefahr. Nur schon seit dem 27. Mai verzeichnete Meteonews sieben Regentage. Und noch nie wurde im Monat Mai an einzelnen Stationen so viel Niederschlag gemessen wie in diesem Jahr. Auch der Blick auf die aktuelle Woche verspricht kaum Änderungen.

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Die Ähnlichkeit der klimatischen Verhältnisse in der Schweiz mit jenen in Amerika sei noch nie so deutlich gewesen, schreibt «Le Matin». «Die Korrelation zwischen extremen Gewittern, wie sie jedes Jahr auf dem amerikanischen Kontinent verzeichnet werden, und der Klimaerwärmung wurde durch statistische Studien bewiesen», sagt Georg Klingler, Klima-Experte bei Greenpeace Schweiz. Ihm zufolge haben sich solche Wetterphänomene in der Schweiz in diesem Jahr gehäuft. «Können die Wissenschaftler keine andere Erklärung zu dieser Tendenz abliefern, sind die Zahlen unmissverständlich.»

Gewitter werden gefährlicher

Auch Martine Rebetez, Klimatologin an der Universität Neuenburg und bei der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), sagt: «Die Unwetter werden immer heftiger.» 2016 hätten neue Tendenzen festgestellt werden können: Schneemassen unter 2000 Metern bis Ende Mai und Temperaturen, die für diese Jahreszeit 0,8 Grad unter dem Durchschnitt liegen. Und: «Da es im Frühling immer regnete, war die Niederschlagsmenge noch nie so ausgiebig», sagt Rebetez.

Die Wissenschaftlerin hat noch weitere Phänomene festgestellt. Auch die Blitze würden immer heftiger. Die Folge: «Das Aufeinandertreffen von warmer Strömung und kalter Luft sorgt im Falle eines Gewitters für noch grössere Gefahren für die Bevölkerung.»

Freiburg und St. Gallen am meisten gefährdet

Immerhin: «Tornados sind in der Schweiz eher unwahrscheinlich. Wirbelstürme tauchen auf grossen, flachen Gebieten auf», sagt Rebetez. In der Schweiz seien die meisten Siedlungen dank der Gebirgslandschaft geschützt. «In unseren Breiten ist es mehr der zunehmende Regen und Hagel, der für Schäden sorgt.»


Wie gewaltig die Tornados sein können, zeigt diese Aufnahme vom 30. Mai 2016 aus Colorado. (Video: Jim Gardiner via Storyful)

Auch Vincent Devantay von Meteonews relativiert. Es seien mehrere Faktoren für die heftigen Unwetter verantwortlich. «Schwache Winde in der Höhe lassen die Unwetter an einer Stelle bleiben. Deshalb kann es an einem Ort sehr viel regnen.» In der Schweiz drohten zudem eher Hochwasser und Überschwemmungen als Tornados. Dabei zeigen sich auch regionale Unterschiede. Freiburg und St. Gallen etwa gehörten zu den gefährdetsten Gebieten.

Hier sehen Sie die aktuelle Wetterprognose für die Schweiz:

(vro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Karin am 06.06.2016 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    ja was....?

    und ich dachte, dass kommt daher, dass wir der Umwelt, den Regenwäldern so gut Sorge tragen....

  • Fritzbuur am 06.06.2016 11:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eben nicht wie Amerika

    Oder eben nicht wie in Amerika! In LA scheint die ganze zeit die sonnen und hier Regnet es immer! Schissdräck:D

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  • Adriana am 06.06.2016 11:10 Report Diesen Beitrag melden

    Und schon wieder geht die Diskussion los

    Solche Wetterkapriolen gab es nachweislich schon vor tausenden von Jahren. Damals ist aber noch keiner Auto gefahren und es gab auch noch keine Industrie, höchstens vielleicht ein paar Rinder mit ihrem CO2-Ausstoss. Also hört doch auf damit, bei jedem Wetterereignis gleich von Folgen der Klimaerwärmung zu sprechen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tackle am 07.06.2016 13:51 Report Diesen Beitrag melden

    Klima erwärmung??

    Wenn das wetter zu kalt ist ist es die klima erwärmung??? Jeder normal denkende müsste eigentlich merken das da was nicht stimmt oder man verdrängt es einfach weil man mit dem Klimawandel geld machen kann wie green peace

  • dhyan am 07.06.2016 09:48 Report Diesen Beitrag melden

    es scheint

    einfach niemand mitbekommen zu haben. dass dieser schwindel um klimawandel, durch co2 aufgeflogen ist. KLIMAGATE !!!!!!

  • Nach am 07.06.2016 09:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    denken

    Das einzige was amerikanisch in Europa ist, sind die unzähligen Vom Bürger bezahlten Militärbasen die keiner braucht!. Das Wetter wird schon seit Jahren manipuliert und die Eliten verkaufen uns das als Klimaerwärmung...nur ist das ne Erfindung und man sollte sich fragen was die nun mittlerweile alles durch die Chemtrails in die Luft sprühen......

    • Klugscheisser 2087 am 07.06.2016 16:12 Report Diesen Beitrag melden

      Denken

      Ja, ja, denken wär nicht so schlecht.

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  • John Connor am 06.06.2016 23:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Coole Sache...

    Bild 12 errinert mich an Terminator 1 ganz am Schluss als Sarah Connor mi dem Auto wegfährt (meine den Bewölkten Himmel) Tolle Bilder;-)

  • Roger F. am 06.06.2016 23:26 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Greenpeace Experte...

    .... also ein Greenpeace Mitglied das lesen kann. Ich musste leider aufgrund meines Job's mit denen zusammen arbeiten. Leider war jede Statistik und jede Berechnung zu Gunsten eines nahen Weltuntergangs geschönt. Und wenn ich was gesagt habe ging deren Geschäftsführer zu unserem Geschäftsführer und ich wurde zurückgepfiffen. So nach dem Motto: Ja Roger du hast ja schon Recht.....aber Greenpeace zahlt uns ja.......!