Erster Schweizer Fall

25. Februar 2020 16:39; Akt: 26.02.2020 15:00 Print

Das musst du jetzt zum Coronavirus wissen

Im Tessin wurde der erste Coronavirus-Fall in der Schweiz gemeldet. Das sind die wichtigsten Informationen rund um das Virus.

Das neue Coronavirus und die dadurch ausgelöste Krankheit haben offizielle Namen erhalten. (Video: 20M)
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Die Schweiz hat ihren ersten Coronavirus-Fall. Der weltweit erste Fall des Sars-CoV-2 wurde in der zweiten Dezemberhälfte 2019 in China bekannt.

Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 trat erstmals in der zentralchinesischen Millionenstadt Wuhan in Erscheinung. Ende 2019 waren vier Fälle bekannt, am Dienstag zählte man weltweit gegen 80'000 Infizierte. Dies, obwohl die Zahl der Flüge von und nach China drastisch eingeschränkt wurde. Das erste Opfer in Europa starb am 21. Februar in Norditalien.

Sars-CoV-2 gehört zur gleichen Erregergruppe wie das Sars- und Mers-Virus. Das neue Virus ist zwar deutlich ansteckender, die Sterberate ist jedoch deutlich tiefer als bei Sars und Mers.

Das grösste Risiko, an Covid-19, so heisst die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Lungenkrankheit, zu sterben, haben Menschen über 80 Jahre. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt die Mortalitätsrate in dieser Altersgruppe bei 14,8 Prozent. Patienten mit Herzkrankheiten sind besonders gefährdet, vor den Diabetikern und Personen mit Atemwegserkrankungen und hohem Blutdruck.

Tiefe Sterblichkeitsrate

Ausserhalb der Provinz Wuhan ist laut WHO nur ein sehr geringer Teil der Bevölkerung von der Krankheit betroffen. Und dieser sehr kleine Teil hat ein Risiko von rund 2 Prozent, daran zu sterben. Bei den unter 39-Jährigen liegt das Sterberisiko bei 0,2 Prozent, darüber nimmt die Sterblichkeitsrate zu.

Vier von fünf von der Krankheit betroffene Patienten leiden an einer gutartigen Ausprägung, wie eine chinesische Studie an 72'000 Personen zeigte. 25'000 von über 79'000 Patienten sind bereits geheilt, wie aus Zahlen der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorgeht. 2663 Personen sind an Covid-19 gestorben.

China bleibt mit knapp 77'700 Coronavirus-Patienten das meistbetroffene Land, vor Südkorea (833), den Passagieren des Kreuzfahrtschiffs Diamond Princess (691) vor der Küste Japans und Italien (219). Der Iran beklagt 16 Virus-Opfer. In Italien starben bisher sieben Menschen.

Grippeähnliche Symptome

Anzeichen für eine Infektion sind gemäss WHO grippeähnliche Symptome wie Atembeschwerden, Atemlosigkeit, Fieber und Husten. In schweren Fällen kann das Virus zu Lungenentzündungen, akuten Atembeschwerden, Nierenversagen und sogar zum Tod führen.

Zur Vorbeugung empfohlen wird, sich regelmässig die Hände zu waschen, Mund und Nase zu bedecken, wenn man hustet und niest respektive in die Ellenbeuge zu husten und zu niesen, sowie sich ausgewogen zu ernähren. Schliesslich lautet der Rat, sich von infizierten Personen mit den erwähnten Symptomen fernzuhalten.

Einen Impfstoff gegen Sars-CoV-2 gibt es noch nicht. Und das dürfte auch noch eine Weile dauern. Für das Mers-Virus, das 2012 auf der Arabischen Halbinsel entdeckt wurde und ebenfalls zu den Coronaviren gehört, wird ein Impfstoff erst seit 2018 klinisch geprüft. Dank Biotech soll die Entwicklung eines Impfstoffs gegen Sars-CoV-2 rascher vorangehen.

(sda)

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