Bitcoin-Betrug

04. Juli 2019 15:51; Akt: 04.07.2019 17:45 Print

Das tut 20 Minuten gegen betrügerische Werbung

Fake-Werbung von betrügerischen Bitcoin-Portalen taucht auf Facebook und diversen Medien-Portalen auf. Betroffen ist auch 20 Minuten.

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Betrügerische Bitcoin-Portale treiben ihr Unwesen: Mit gefälschten Interviews im Layout von Schweizer und deutschen Nachrichtenseiten missbrauchen die Betrüger die Identitäten von Schweizer Prominenten. Die Betrugsmasche ist nicht neu, beschränkte sich aber vor allem auf Facebook: Bereits im März kursierte ein gefälschtes Interview mit Roger Federer. Im Artikel warb der Tennisstar angeblich für das Portal «The Bitcoin Code» – natürlich ein Fake. Weitere Lockvögel sind DJ Bobo und Schawinski, wie «Watson» berichtet. Sie werben unfreiwillig für ein Bitcoin-Portal, das sie reich gemacht haben soll. Ebenfalls betroffen sind die Musiker Bligg und SRF-Moderatoren wie Sandro Brotz, Susanne Wille und Kurt Aeschbacher. Eine weitere Fake-Werbung benutzt die Identität von Dieter Bohlen: Sein angeblicher Bitcoin-Erfolg soll Menschen dazu bringen, auf diesen zwielichtigen Portalen zu investieren. Während diese Art von gefälschten Anzeigen bisher vor allem auf Facebook kursierte, tauchen sie inzwischen auch auf diversen Medien-Portalen im In- und Ausland auf. In Deutschland wurde kürzlich die TV-Sendung «Die Höhle der Löwen» für Bitcoin-Werbung missbraucht. Die Werbefeflächen auf 20min.ch sind ebenfalls seit Kurzem davon betroffen. Hier wird eine Fake-Werbung mit Dieter Bohlen angezeigt. «Auch bei 20 Minuten sind wir daran, die betrügerische Werbung zu unterbinden. Wir setzen alles daran, die Fake-Werbung komplett von der Webseite zu entfernen», sagt Marco Gasser, Leiter Werbeverkauf bei 20 Minuten. «Entdecken wir eine solche Fake-Werbung auf der Website, sperren wir den Absender sofort», so Gasser. Dies bestätigt auch Christian Arm, Director Commercial Products bei Tamedia. Es komme sehr selten vor, dass gefälschte Werbung durchkomme, nachdem der Absender identifiziert worden sei. «Dank unserer Brand-Safety-Softwares und unserer aufmerksamen operativen Einheiten sind wir bei 20 Minuten und den anderen Tamedia-Titeln sehr effizient im Ausschliessen betrügerischer Werbung», sagt Arm. Auf eine besonders perfide Masche der Bitcoin-Betrüger weist Gasser hin: «Sie bauen das 20min.ch-Layout clever nach. Die betrügerische Werbung scheint durch das imitierte Layout vertrauenswürdig und erschwert es dem 20-Minuten-Leser, den Fake zu erkennen.» Um die Fälschung als solche zu identifizieren, sollten unsere Nutzer deshalb zwingend auf die Qualität des Inhalts achten, so Arm. Auffällig seien auch die URL-Adressen der gefälschten Inhalte. Sie würden nicht wie üblich www.20min.ch anzeigen.

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Nach DJ Bobo, Roger Federer und Roger Schawinski (20 Minuten berichtete) werben betrügerische Bitcoin-Portale mit einem weiteren prominenten Gesicht: Eine Fake-Werbung zu Dieter Bohlens angeblichem Bitcoin-Erfolg soll Leser dazu bringen, auf diesen zwielichtigen Portalen zu investieren.

Während diese Art von gefälschten Anzeigen bisher vor allem auf Facebook kursierte, tauchen sie inzwischen auch auf diversen Medienportalen im In- und Ausland auf. Die Werbeflächen auf 20min.ch sind ebenfalls seit Kurzem davon betroffen.

Mit dieser Fake-Werbung kämpfen momentan alle grösseren Medienportale, sagt Marco Gasser, Leiter Werbeverkauf bei 20 Minuten. «Dies ist in Deutschland bei ‹Spiegel›, ‹Bild› und vielen anderen schon länger Thema. Auch bei 20 Minuten sind wir daran, die betrügerische Werbung zu unterbinden. Wir setzen alles daran, die Fake-Werbung komplett von der Website zu entfernen.»

Wie gelangt die Fake-Werbung auf 20min.ch und was wird dagegen unternommen?

«Diese betrügerische, irreführende Werbung erscheint im gleichen Layout wie ein Artikel auf 20min.ch. Sie kommt wie viele andere reguläre Werbung über einen programmatischen, vollautomatisierten Kanal bei 20 Minuten rein», sagt Gasser. «Entdecken wir eine solche Fake-Werbung auf der Webseite, sperren wir den Absender sofort.»

Dies bestätigt auch Christian Arm, Director Commercial Products bei Tamedia. Es komme sehr selten vor, dass gefälschte Werbung durchkomme, nachdem der Absender identifiziert worden sei. «Dank unserer Brand-Safety-Softwares und unserer aufmerksamen operativen Einheiten sind wir bei 20 Minuten und den anderen Tamedia-Titeln sehr effizient im Ausschliessen betrügerischer Werbung. Es kommt somit lediglich sehr vereinzelt vor, dass unseriöse Werbung auf 20min.ch gelangt», sagt Arm.

Weshalb ist es schwierig, die Betrüger zu stoppen?

Dennoch müsse man sich bewusst sein, dass auch die besten Ausschlussverfahren nicht immer lückenlos seien, so Arm. «Die Identität und genaue Herkunft der betrügerischen Werbung ist ab einem bestimmten Punkt nicht mehr nachvollziehbar.»

Dies bestätigt auch Laura Brand, Projektleiterin bei der Schweizerischen Kriminalprävention SKP. «Die Betrüger verwischen ihre Spuren online sehr geschickt.» Die vorhandenen IP-Adressen würden jeweils verschleiert, beispielsweise mit Hilfe von Umleitungen über Proxy-Server oder mit der Nutzung des Tor-Netzwerks. «So führen die Spuren am Schluss ins Ausland», sagt Brand. Viele Verfahren würden deshalb eingestellt werden.

Wie erkennt man eine Fake-Werbung?

Auf eine besonders perfide Masche der Bitcoin-Betrüger weist Gasser hin: «Sie bauen das 20min.ch-Layout clever nach. Die betrügerische Werbung scheint durch das imitierte Layout vertrauenswürdig und erschwert es dem 20-Minuten-Leser, den Fake zu erkennen.»

Um die Fälschung als solche zu identifizieren, sollten unsere Nutzer deshalb zwingend auf die Qualität des Inhalts achten, so Arm. Auffällig seien auch die URL-Adressen der gefälschten Inhalte. Sie würden nicht wie üblich www.20min.ch anzeigen.

20 Minuten bittet um die Unterstützung durch die Leserinnen und Leser, sich bei Verdacht auf betrügerische Werbung bei
20 Minuten zu melden.

(mm)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • A.J. am 04.07.2019 18:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Affiliate-Marketing

    Warum verzichtet Tamedia nicht auf Advertiser, die unseriöse "Produktanbieter" tolerieren?

    einklappen einklappen
  • Cuno am 04.07.2019 19:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Guter Witz

    Um die Fälschung zu erkennen, sollten unsere Nutzer zwingend auf die Qualität des Inhalts achten? Welche Qualität?

  • nebjamin am 04.07.2019 17:55 Report Diesen Beitrag melden

    17:53 und immer noch auf der Front page

    alles gut und recht aber im moment seh ich den Dieter noch immer auf eurer front seite..

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Leser CH am 04.07.2019 21:01 Report Diesen Beitrag melden

    Bei dem Team von Facebook

    Bei dem Team von Facebook hat es bestimmt Betrüger, die können es eben gut verheimlichen.

  • InYourFace am 04.07.2019 20:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schön!

    Mimimimi.... Jaja, die grosse weite Welt! Dollar-Zeichen in den Augen und dann: Ooops! :)) Bill Clinton lässt übrigens grüssen! Sorry, aber musste einfach gesagt werden! Aber wenigstens transparent, muss man sagen! Der einzige Weg!

  • Peter am 04.07.2019 20:07 Report Diesen Beitrag melden

    Adblocker

    Ein Grund mehr, den Adblocker auf 20min aktiv zu lassen. Immerhin ist es diesmal kein Virus, den man sich hier einfängt.

  • MrX8600 am 04.07.2019 19:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Machen wir

    Das melden wir doch gerne Wir wollen doch nicht noch mehr betrogen werden

  • Cuno am 04.07.2019 19:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Guter Witz

    Um die Fälschung zu erkennen, sollten unsere Nutzer zwingend auf die Qualität des Inhalts achten? Welche Qualität?