Unwetter

29. Juli 2014 06:27; Akt: 29.07.2014 09:10 Print

Dauerregen hat die Schweiz weiter im Griff

In der Nacht auf Dienstag fiel etwas weniger Regen, doch die Lage beruhigt sich nicht wirklich. Und: Bereits ab Mittwochmittag ist erneut mit viel Niederschlag zu rechnen.

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Im Napfgebiet ist in der Nacht auf Dienstag einmal mehr am meisten Niederschlag gefallen. In der Region leisteten die Feuerwehren rund 150 Einsätze. Der Regen sorgte aber auch in anderen Teilen der Schweiz für Strassen- und Schienenstörungen.

Vom Südtessin über die Alpen bis ins Wallis fielen in den letzten 24 Stunden zwischen 30 und 60 Millimeter Niederschlag. Einen Spitzenwert gab es in Giswil OW mit 70 Millimetern. «Hotspot war einmal mehr das Napfgebiet», hiess es bei MeteoSchweiz auf Anfrage.

Wie die Luzerner Polizei am Dienstag auf Anfrage mitteilte, waren bis gegen 2 Uhr im Gebiet Entlebuch, Willisau und Sempachersee 22 Feuerwehren mit 700 Personen im Einsatz. Sie rückten in 150 Fällen aus, dabei ging es mehrheitlich um überschwemmte Keller und Strassen. Es kam auch zu kleinen Erdrutschen, die Strassen seien mittlerweile aber alle wieder frei.

Stromausfälle im Emmental

Betroffen war erneut auch das Emmental. Die am vergangenen Donnerstag von einem Unwetter verwüsteten Ortschaften Schangnau und Bumbach hätten eine vergleichsweise ruhige Nacht erlebt, sagte der Informationschef des Führungsstabes Emmental, Georges Wüthrich. Das Problem seien die aufgeweichten Hänge.

Im Oberen Emmental hingegen seien in der Nacht alle Feuerwehren im Einsatz gewesen. Zwar habe der Hornbachgraben bei Sumiswald Hochwasser geführt und auf einzelnen Höfen sei der Strom zeitweise ausgefallen. Doch alle Personen hätten kontaktiert werden können.

Nur kurzzeitige Beruhigung

Eine angespannte, aber ruhige Regennacht verbrachte der Kanton Aargau. Einzig die Wigger schwoll bei Zofingen kurzzeitig von 5 auf 120 Kubikmeter an, worauf die Feuerwehr zu einer Lagebeurteilung ausrückte. Schäden gab es keine. «Sämtliche Abflüsse haben die prognostizieren Werte nicht erreicht, die Berner haben gut reguliert», hiess es beim Kantonalen Führungsstab auf Anfrage. Auf Hochwassersperren beim Rhein in Wallbach werde verzichtet.

Zwar beruhigt sich die Lage an der Regenfront im Laufe des Dienstagvormittags, wenn auch in Richtung Ostschweiz noch mit Niederschlag zu rechnen ist. Und: Bereits ab Mittwochmittag fallen laut MeteoSchweiz besonders auf der Alpennordseite wieder 20 bis 40 Millimeter Niederschlag.

(ann/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Herbert am 29.07.2014 07:28 Report Diesen Beitrag melden

    Bescheidene Frage

    Wir danken der Glückskette für die rasche, unbürokratische und grosszügige Hilfe. Oder gibts die nur ins Ausland?

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  • marcel am 29.07.2014 07:43 Report Diesen Beitrag melden

    verpflastert noch mehr land

    bringt noch mehr menschen in unser land. pflastert weiter die wiesen und wälder zu. baut noch näher an flüsse und bäche. alles kommt zurück wie man sieht.....

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  • Eidgenosse am 29.07.2014 07:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist die Glückskette

    Ich bin Entäuscht von der Glückskette und vom Schweizer Fernseh, in den Nachrichten kam Zuerst vom Krieg Jsrael!!! Von der Glückskette hört mann gar nichts!! Wo ist der aufruf Schweizer Helfen Schweizer??? Soweit ist es gekommen , für s Ausland sind alle sofort da , damit wir Ja gut dastehn!!! Fürs Volk wird wenig gemacht, Traurige ausichten, wenn Mann/Frau Schweizer ist!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Marc Meyer am 29.07.2014 12:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Waldrodungen oberhalb Altstätten

    Wenn man betrachtet welche Flächen an Wald oberhalb von Altstätten abgerodet wurden,scheint eine solche Flut gar nicht mal so unvorstellbar. Aber lernen wird man wenig daraus,schliesslich geht es ja auch um den Holzpreis..

  • baba am 29.07.2014 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    langfristig denken

    hmmm... also bei uns im TG hat es gestern abend/nacht geregnet und jetzt ist wieder Sonnenschein angesagt. Wohne direkt an einem Bach und der ist noch nicht annähernd überlaufen und wir haben auch fast nie sturmschäden. Vielleicht sollte künftig besser darauf geschaut werden wo gebaut wird und nicht nur immer wo es am günstigsten ist....

  • Suissy am 29.07.2014 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Erneut:

    Ich sagte doch schon: Sommer ist nach Deutschland zu Gladbach gewechselt! :)

  • Hans Hagel am 29.07.2014 11:00 Report Diesen Beitrag melden

    SINTFLUT IM JULI???

    HAARP??!

    • Fudrus am 29.07.2014 12:42 Report Diesen Beitrag melden

      Unfug

      HAARP? Och nein, ich dachte dieses Thema ist ausgeloschen (leider nicht). Wieso wohl HAARP? Vielleicht liegt es daran, dass HAARP weit, weit weg in Alaska steht und man nicht eben mal einfach dort vorbei schauen kann. Andere Unis und Forschungsinstitute liegen mitten in Ballungszentren HAARP liegt mitten in der Wildnis. Und dann ist da noch das Militär involviert! Klar die Themen die bei HAARP untersucht werden, haben nicht nur zivile Anwendungen sondern sind auch für das Militär interessant. Denn das Verhalten von Radiowellen bzw. Lang- und Längstwellen ist von großer Bedeutung wenn es

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  • Urs Häberli am 29.07.2014 09:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zum Glück gibt es die Ausländer

    Wenn die Schweiz keine Ausländer hätte, wer sollte dann den Sündenbock spielen? Achja, dann sind es sicher wieder die Welschen oder Tessiner.

    • Boeing 747 Freak am 29.07.2014 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Urs du was redest du da?!

      Was hat jetzt das Wetter mit den Ausländer zu tun?! Welsche und Tessiner sind ja auch Schweizer.

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