Nationalrat

19. September 2019 08:50; Akt: 19.09.2019 11:13 Print

Klimaaktivisten stören Parlaments-Debatte

Mit dem Lied «Bella Ciao» und einem Banner protestierten Klima-Demonstranten während der Session im Nationalrat.

Die Klimajugend stört die Herbstsession (Video: Tamedia)
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Die Klimademonstrationen haben das Bundeshaus erreicht: Mehrere Dutzend Aktivistinnen und Aktivisten der Aktion Klimastreik haben am Donnerstagmorgen die Debatte des Nationalrats mit einer Kundgebung gestört.

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Die Jugendlichen entrollten auf der Zuschauertribüne ein Transparent mit der Aufschrift «Final Countdown – 16 Monate verbleiben». Dazu sangen sie «The Final Countdown» und danach eine eigene Version des italienischen Partisanenliedes «Bella Ciao».


Um die Temperaturerwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken, müsse spätestens bis Ende 2020 eine Reduktion der Emissionen eingeleitet werden. Damit blieben nur noch 16 Monate, um die notwendigen Massnahmen zu ergreifen, heisst es in einer Mitteilung der Aktion Klimastreik.

Keine Zeit zum Diskutieren

Die Aktion im Nationalrat sollte die Entscheidungsträger und Entscheidungsträgerinnen aufwecken und zeigen, dass für die teilweise noch gar nicht stimmberechtigte Jugend eine ambitionierte Klimapolitik und ein umfassender Plan notwendig sei. Das Parlament diskutiere über Massnahmen. Zum Diskutieren bleibe aber keine Zeit mehr, erklärte ein Aktivist der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Trotz Ermahnung von Ratspräsidentin Marina Carobbio Guscetti (SP/TI) fuhren die Jugendlichen auf der Tribüne mit Singen fort und rollten auch das Transparent nicht ein. Die Sitzung blieb deshalb während mehrerer Minuten unterbrochen.

Danach schritt der Bundessicherheitsdienst ein und rollte das Transparent ein. Die Jugendlichen leisteten keinen Widerstand. Sie wurden zur Aufnahme der Personalien in ein Kommissionszimmer geführt. Über allfällige rechtliche Schritte entscheidet Nationalratspräsidentin Carobbio Guscetti als Hausherrin des Parlamentsgebäudes.

Die Parlamentarier zeigten sich über die Aktion verärgert. Mit solchen Aktionen verspielt die Klimajugend ihren Goodwil und schadet damit letztlich ihrem Anliegen, twittert etwa Nationalrat Thomas Egger (CVP).

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andu am 19.09.2019 09:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Werdet erwachsen

    Anstatt solchen Zirkus zu veranstalten mit Forderungen solltet ihr besser mit Lösungen oder Lösungsvorschlägen kommen. Und...Strafgebühren + Strafsteuern sind keine Lösungen!!!

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  • toni m. am 19.09.2019 09:07 Report Diesen Beitrag melden

    war wohl "tag der offene tür"

    kann man so einfach so etwas ausführen? kei securitas oder so. selbst in ein club kommt man schwerer rein

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  • Martin L. am 19.09.2019 09:06 Report Diesen Beitrag melden

    Absolut daneben....

    Nicht Angebracht, Demonstrationen vor dem Parlamentsgebäude sind okay, aber im Pralament haben diese nichts verloren, egal um was es geht. Absolut respektlos gegenüber der Arbeit der Parlamentarier. Wann man mit diesen nicht einverstanden ist, kann man das anders zum Ausruck bringen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bob am 19.09.2019 15:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Werdet schnell erwachsen!

    Ach Kinder Ihr seid ja sowas von Amüsant! Aber jetzt mal im Ernst, warum sind alle Felder der Bauern mit Unrat von Mc Red Bull und anderem verunstaltet, und wieviel habt ihr schon bei Säuberungen dieser Felder beigetragen? Fängt mal mit Leisten an, danach kann man auch Fordern!

  • Peter am 19.09.2019 11:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwierige Situation

    Das Problem bei uns ist, dass wir viel zu reich und egoistisch sind um uns den Luxus von Reisen und Konsum zu untersagen. Das Problem armer Länder, dass sie uns nacheifern und das eigene Überleben weit vor dem Umweltschutz kommt. Zudem ist fast jeder Politiker der Erde sehr mit der Industrie oder anderen Geldgebern verbunden sonst wird er nie gewählt. Deshalb sehen die meisten schwarz für die Umwelt und geniessen ihr Leben soweit es geht in vollen Zügen ....

  • Silvie am 19.09.2019 11:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    PR

    Mich würde interessieren wie diese Jugendlichen an der Sicherheitsschleuse vorbeikommen konnten? Versuche dann auch mal - mit anderm Thema .. bin sich kriege keinen Applaus So funktioniert heute wohl PR für die Parteien..

  • Ein Wähler am 19.09.2019 11:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur Klima und Umwelt?

    Die Grüne Partei darf nicht mehr gewählt werden. Für diese gibt es nur die Probleme Klima und Umwelt, alles andere ist für sie unwichtig. Eine solche Partei können wir nicht brauchen.

  • Suellen am 19.09.2019 11:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ungehobelt

    Das ist wieder ein Grund die SVP zu wählen,solche ungehobelten Leute die ein ParlamentsDebatte stören gehören bestraft,ich denke die Schweiz macht sehr viel für den Klimaschutz,und denke jeden Tag mehr Volk,jeden Tag mehr Auto auf den Strassen,jeden Tag mehr Grenzgänger die die Schweiz verpuffen,und das wollen ja die Grünen,und möchten noch mehr Zuwanderung,