Lage in der Schweiz

17. März 2020 11:07; Akt: 17.03.2020 16:42 Print

«Jeder soll sich verhalten, als sei er angesteckt»

Die Pressekonferenz des Bundes zum Corona-Lockdown zum Nachlesen. Er hat drängende Fragen beantwortet.

Hier können Sie die Medienkonferenz nochmals schauen.

Zum Thema
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    Damit ist die Pressekonferenz beendet. Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit, bis zum nächsten Mal!

    Hier noch einmal die wichtigsten Punkte der heutigen Pressekonferenz zum Nachlesen:

  • Die Kernaussage des Bundes: «Jeder soll sich so verhalten, als hätte er sich mit dem Virus angesteckt und als könnte er weitere Personen anstecken.» Jeder Einzelne sei nun aufgefordert, seine Verantwortung wahrzunehmen und seine sozialen Kontakte auf das absolute Minimum zu beschränken.
  • Wichtig sei vor allem die Trennung der Generationen: «Der Schutz der älteren Bevölkerung bleibt zentral», sagt Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit.
  • Der Bund hat derzeit Mühe, den Überblick über die Anzahl der Erkrankungen zu behalten, weil diese Zahlen so schnell ansteigen. Auch über die genaue Auslastung der Intensivpflegeplätze gibt es derzeit keine konkreten Zahlen.
  • Derzeit sind die Spitäler noch nicht überlastet. «Doch in zehn Tagen, wenn die Krankheit bei denen ausbricht, die sich schon angesteckt haben, kann das anders aussehen», sagt Koch. Deshalb sei es so wichtig, jetzt alles daran zu setzen, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen.
  • Relativ unproblematisch seien die Kinder: «Sie sind nicht Haupttreiber der Epidemie. Die Erwachsenen machen mir deutlich mehr Sorgen.» Um zu verhindern, dass Grosseltern die Kinder betreuen, bleiben die Kitas weiterhin offen. Die Schulen hingegen sind zu. «Der Unterschied ist, dass Eltern verpflichtet wären, Kinder in die Schule zu schicken. Bei den Kitas haben sie die freie Wahl», sagt Koch.
  • Für die Wirtschaft sollen bis Freitag neue Massnahmen beschlossen werden, speziell auch für KMU und Freischaffende. Bisher sei das wirksamste Instrument, um Liquiditätsengpässen entgegenzuwirken und Arbeitsplätze zu erhalten die Kurzarbeit.
  • In der Öffentlichkeit Schutzmasken zu tragen, bringt wenig. Die Masken sind derzeit ein rares Gut, in der Schweiz wie weltweit, und sollen dort eingesetzt werden, wo sie am meisten bringen: bei Erkrankten und beim Gesundheitspersonal.
  • Ticker

  • Letzte Frage: Werden die Blutreserven in der Schweiz knapp? Koch habe derzeit keine Kenntnis davon, der Bund sei aber mit den entsprechenden Stellen in Kontakt.

  • In Graubünden würden die Grenzübergänge über Nacht geschlossen. Das gebe Probleme für Grenzgänger, die im Schichtbetrieb arbeiten. Bock sagt: «Ich kann mich nicht im Detail über einzelne Grenzübergänge äussern. Wir haben versucht, die negativen Auswirkungen auf die Bevölkerung möglichst gering zu halten. Wir können die Massnahmen aber auch wieder anpassen.

  • Beschränkungen in den Läden würde das BAG sich anschauen, sagt Koch. Schüppach vom Rechtsdienst ergänzt: «In der Verordnung wird bereits klar gesagt, dass die Betriebe schauen müssen, dass nicht zu viele Personen im Laden sind.»

  • Eine Journalistin möchte wisse, wie viele Kurzarbeitsgesuche schon gestellt worden seien und woher die 8 Milliarden kommen sollen. «Das Geld kommt aus der Arbeitslosenversicherung», sagt Ineichen-Fleisch. Zwei Milliarden Kapital habe diese, bis zu sechs Milliarden könne sie Schulden machen. Aktuelle Zahlen zu den Gesuchen habe sie derzeit nicht zur Hand, der Anstieg sei aber exponenziell.

  • Die Nachfragen und das Interesse der Bevölkerung seien enorm, sagt Koch. «Wir hatten teilweise 15'000 Besucher gleichzeitig auf unserer Homepage.» Auch die Homepage werde rege genutzt.

  • Bisher habe die Armee Gesuche aus Baselland, Graubünden, Neuenburg, Thurgau, Waadt und Bern erhalten, sagt Droz. Diese würden nun priorisiert. «Unsere Auffassung ist aber, dass wir sämtliche Gesuche behandeln und Unterstützung leisten wollen.»

  • Eine Journalistin möchte wissen, wie hoch denn die Dunkelziffer bei den Infizierten sei und wie Kontakte draussen, in den Parks und an den Seepromenaden durchgesetzt werden könne. Koch gebe praktisch nie Zahlen und schon gar keine Schätzungen heraus. «Es sind schlicht schon zu viele infiziert, als dass wir die Welle noch stoppen könnten, deshalb zählt jetzt das Verlangsamen. Jeder solle sich so verhalten, als sei er angesteck und könnte andere anstecken.» Zu den Jungen sagt er: «Wir können nur das kontrollieren, was wirklich kontrollierbar ist. Die Jugendlichen in einer Gesellschaft wie wir sie kennen sind nich vollständig kontrollierbar.»

  • Erneut wird die Verwirrung in den Kitas angesprochen. «Die Verordnung und der Grund dafür, dass die Kitas nicht geschlossen werden, sind klar», sagt Koch: Niemand müsse seine Kinder in die Kita schicken, es sei aber ein Angebot zur Entlastung, das offen bleiben soll. Auf die Übertragung und Verbreitung des Virus habe es kaum einen Einfluss, ob die Kitas offen bleiben, oder nicht.

  • Auf die Frage, wie viele dieser Betten schon ausgelastet seien und wie viele Patienten schon geheilt seien, hat Koch keine genauen Antworten. Die Zahlen zu den Intensivpflegeplätzen würden künftig erfasst, das müssten aber die Spitäler unter sich machen. «Im Moment hat es überall noch freie Plätze und es werden weitere geschaffen. Das Problem der Plätze ist nicht jetzt akkut, es wird aber akkut, wenn es so weitergeht, wie in den letzten Tagen», betont Koch erneut.

  • In der Lombardei seien die Spitäler bereits überlastet. Wie soll das System im Ernstfall entlastet werden? Koch betont: «Wir sind bereits im Ernstfall.» Dieser könne noch beeinflusst werden. Immer wieder betont Koch: «Es ist jetzt wichtig, dass alle sich an die Massnahmen halten. Jetzt.» Die Kapazität betrage derzeit 800 Betten zur Intensivpflege, 400 weitere könnten geschaffen werden. «Die Infrastruktur ist das eine. Viel wichtiger ist aber das Personal, das ist nicht unbeschränk belastbar und auch nicht unbeschränkt verfügbar. Irgendwann kann das ausgebildete Personal nicht mehr mehr arbeiten. Deshalb müssen wir jetzt schauen, dass wir auch in zehn Tagen noch Kapazitäten haben.»

  • Sind Masken nicht effizient oder gibt es zu wenige, will eine Journalistin wissen. Koch antwortet: «Wenn viele Menschen in der Öffentlichkeit Masken tragen, ist nicht erwiesen, dass das hilft. Die Menschen sind nicht geschult, diese Masken richtig zu tragen. Es sei gar nicht so einfach, mit der Maske umzugehen. Wenn man sich beispielsweise im Tram an die Maske fasse, sei das nicht klug und der Nutzen sei so sehr gering. Dazu komme, dass sichergestellt sein muss, dass die Masken möglichst effizient eingesetzt werden, etwa beim Gesundheitspersonal.

  • Im Tessin haben sich Armeeangehörige mit dem Virus angesteckt. Droz erklärt, es seien 50 Armeeangehörige in Isolation, fünf davon seien positiv getestet. Weitere 90 seien in Quarantäne. «Wir haben dieselben Schwierigkeiten, wie der Rest der Gesellschaft auch», sagt Droz. Immerhin habe die Armee bessere Möglichkeiten, die Massnahmen durchzusetzen, um Infektionen zu verhindern innerhalb der Armee, so könnten etwa weniger Soldaten im selben Zimmer schlafen. «Für uns ist wichtig, dass unsere jungnen Soldaten gesund bleiben.»

  • Der öV darf laut Koch nicht so stark reduziert werden, dass es in den Zügen dann Gedränge gibt. Derzeit seien die Züge aber nicht überlaufen.

  • Die Kinderbetreung wird noch einmal angesprochen. Soll man fremde Kinder noch hüten? Soll man Spielplätze meiden? Wie sieht es mit öffentlichen Parks aus? Das sei eine sehr wichtige Frage, sagt Koch. Die Kinder sollen selbstverständlich ein einigermassen normales Leben weiterführen können. Sie könnten nicht so isoliert werden wie Erwachsene, das sei auch nicht nötig. «Mir machen auf den Spielplätzen nicht die Kinder, sondern die Eltern Sorgen, die sich austauschen und dann noch den Grosseltern die Einkäufe nach Hause bringen. Die Leute müssen die Trennung der Generationen endlich im Auge behalten.»

  • Ein Journalist möchte mehr Details zum Einsatz des Militärs. Droz antwortet, die Mobilisierung sei per SMS erfolgt und es hätten 80 Prozent der angeschriebenen geantwortet. Ein Spitalbataillon umfasse rund 400 Soldaten. Wie viele davon einrücken können, müsse sich noch zeigen. Logistik und weitere Aufgaben sollen wo immer möglich nicht mit den Sanitätstruppen gemacht werden. «Die Sanitäts- und die Logistiktruppen sind derzeit am stärksten gefordet.» Droz sagt auch, dass das Militär nicht genügend Beatmungsgeräte habe. «Wir müssen sicherstellen, dass sie dort eingesetzt werden, wo sie wirklich nötig sind.»

  • Die Frage einer Journalistin: Weshalb wird nicht stärker getestet? Koch versichert erneut, es werde so viel getestet, wie nur möglich sei. «Bei den Möglichkeiten, die wir haben, müssen wir gezielter testen, dass es auch wirklich eine Wirkung hat. Für alle anderen, die nicht getestet werden und Symptome haben, bleibt die Antwort dieselbe wie seit Wochen: Bleiben Sie zu Hause!» Asymptomatische Menschen zu testen sei sinnlos.

  • Die Frage, wie sie über diese Woche kommen, beschäftige auch die KMU, sagt eine Journalistin. Ineichen-Fleich wiederholt: Vor Freitag könnten keine weiteren Lösungen präsentiert werden, derzeit müssten die schon vorhandenen Instrumete wie Kurzarbeit genutzt werden. Ihr wird der Vorwurf gemacht, es gehe zu langsam, bis die wirtschaftlichen Fragen geklärt seien. «Wir brauchen die Zeit, es gibt Fragen, die wir noch nie so gesehen haben. Wenn wir eine Antwort geben, hat das Folgen. Das ist nicht so einfach auch nicht die Frage nach der Lohnfortzahlungspflicht oder der Lohnersatzpflicht des Bundes.» Es seien alle im gleichen Boot derzeit.

  • Wie können Freischaffende die aktuelle Krise überwinden? Ineichen-Fleisch: «Das sind genau die Fragen, die uns derzeit beschäftigen. Wir haben derzeit noch keine Instrumente dafür, werden diese aber jetzt erarbeiten und dann muss der Bundesrat darüber entscheiden. Wir müssen eine sinnvolle und zielgerichtete Lösung finden.» Gesetzesänderungen müssten immer durch das Parlament gehen, es gebe aber Möglichkeiten, Änderungen dringlich zu behandeln. «Unser Rechtsstaat muss die Regeln einhalten, trotzdem wollen wir vorwärtsmachen.»

  • Ein Journalist will wissen, ob eine einheitliche Praxis sinnvolle werde, wie und wieviel getestet wird. Auch hier antwortet Daniel Koch vom BAG: «Die Ausführung obliegt den Kantonen, wie sie das organisieren, da haben sie eine gewisse Freiheit, das wird so bleiben.» Wichtig sei, das Pflegepersonal und die Risikogruppen so flächendeckend wie möglich zu testen. Die Testkapazitäten würden laufend ausgebaut. Die Hauptbotschaft bleibt: «Wenn Sie Symptome haben, gehören Sie nicht in den öffentlichen Raum, ob getestet oder nicht.»

  • Wie ansteckend sind Kinder und weshalb werden Spielplätze und Kitas nicht geschlossen, will eine Journalistin wissen. Daniel Koch antwortet: «Man ist nie davon ausgegangen, dass die Kinder die wirklichen Treiber dieser Epidemie sind. Es gibt Kinder, die sich anstecken und die es übertragen, aber es sind sehr wenige Kinder. Auch in den Spitälern gibt es praktisch keine infizierten Kinder. Die wirklichen Treiber dieser Epidemie sind die Erwachsenen. Deshalb macht es auch keinen grossen Unterschied, wie mir mit den Kindern umgehen. Aber es macht einen riesengrossen Unterschied, wie wir mit den Grosseltern umgehen.

  • Individuelle Anfragen an die Medien ausserhalb der Pressekonferenz sind nicht mehr erwünscht. Alle Fragen sollen an der Pressekonferenz gestellt werden. Ein Journalist fragt, weshalb die Zahlen zu den Erkrankungen in den Kantonen nicht mehr jeden Tag detailliert publiziert werden. Daniel Koch: «Das ist einfach. Die Zahlen steigen so schnell an, dass wir Mühe haben, die Daten einzuspeisen und die Zahlen aktuell zu halten. Wir geben alles, um die Zahlen so schnell wie möglich zu publizieren. Wir wollen Ihnen auf keinen Fall etwas verheimlichen. Die Zahlen selber sagen aber weniger aus als die Tatsache, dass sie so schnell ansteigen, dass wir kaum mehr nachkommen mit zählen.» Auch die Zahlen über die zur Verfügung stehenden Intensivpflegeplätze je Kanton könnten erst in ein paar Tagen kommuniziert werden.

  • Raynald Droz spricht über die Rolle des Militärs und betont die Verantwortung zum Schutz der Bevölkerung. 8000 Soldaten sollen zur Unterstützung bis am 30. Juni höchstens eingesetzt werden. Heute Morgen sei zum ersten Mal seit Langem eine ausserordentliche Mobilisierung der Spitalbataillone vorgenommen worden. Das Ziel sei es, so schnell wie möglich Truppen einsatzbereit und so instruiert zu haben, dass sie am besten helfen können – dort, wo sie benötigt würden. Die Priorität liege derzeit auf dem Tessin, das am ersten mit der Krise konfrontiert worden sei. Es gebe aber auch aus andere Kantonen Anfragen. «Die Armee ist bereit», sagt Droz.

  • Hans-Peter Lenz vom EDA übernimmt. Alle Schweizer seien aufgefordert, in die Schweiz zurückzukehren. Mehrere 100 Schweizer sitzen in Marokko fest, das EDA stehe in engem Kontakt mit den Behörden, um ihre Rückkehr zu erleichtern. Dazu seien diplomatische Schritte notwendig gewesen. Heute könnten 5 Flüge von Marrakesch in die Schweiz durchgeführt werden, diese Woche sollen weitere folgen. «Dies sind kommerzielle Flüge, die Reisenden sind für Buchungen und Kosten selber verantwortlich», sagt Lenz. Schweizer hätten kein Recht auf eine vom Bund organisierte Ausreise. Der Bund könne aber Hilfe leisten. «Wir werden solche Situationen eingehend prüfen und schliessen nicht aus, dass die Situation eintrifft, dass es nicht mehr möglich ist, ein Gebiet zu verlassen. Dann werden wir die Situation prüfen.»

  • Bock informiert über die Grenzkontrollen an den Grenzen zu Italien, Deutschland und Frankreich: «Rund 130 kleinere Grenzübergänge werden geschlossen, um die Verkehrsströme zu kanalisieren. Weitere Schliessungen werden geprüft.» Per heute Morgen um 10 Uhr sei 2289 Personen die Einreise verboten worden. Es sei ausserdem eine deutliche Redutkion des Verkehrs an den Grenzen festzustellen. Trotzdem könne es zu Staus kommen. Der Warenverkehr funktioniere normal und der Zoll verfüge über ausreichend Mittel.

  • Eine wichtige Rolle spielten auch Verbände, Banken und die Kantone. «Man sieht, dass die Menschen den Solidaritätsgedanken auch in die Wirtschaft tragen und sich gegenseitig unterstützen», sagt Ineichen-Fleisch. Was die Lieferengpässe bei medizinischem Material aufgrund von Transport- und Handelsrestriktionen angeht, sagt sie: «Die EU hat am letzten Donnerstag die Ausfuhr von medizinischer Ausrüstung einer Registrierungspflicht unterstellt. Deshalb sind noch viele Ausfuhren pendent.»

  • Wo die Kurzarbeit nicht angewendet werden könne, brauche es neue Lösungen. Diese zu erarbeiten, benötige aber Zeit. «Wir müssen schauen, dass wir so viele Probleme wie möglich mit den bestehenden Instrumenten lösen können», sagt Ineichen-Fleisch. Seit gestern hätten das Seco Tausende von Unternehmen angefragt, ob und wie sie unterstützt werden können. Ab Donnerstag gebe es dafür eine Hotline. Auch die Homepage des Seco sei verbessert worden. Für kompliziertere schriftliche Anfragen wurde eine Task-Force gebildet.

  • Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch übernimmt. Die Massnahmen, die der Bundesrat beschlossen hat, seien einschneidend für die inländische Wirtschaft und auch für den Export. Industrie und Baugewerbe funktionierten derzeit aber weitgehend noch. «Eine solche Situation war vor Kurzem noch kaum vorstellbar, doch wird sind gerüstet. Das Seco arbeitet mit Hochdruck an Lösungen für die Unternehmen und ihre Liquidität.» Ineichen-Fleisch betont, dass die Kurzarbeit, für die der Bund bis zu 8 Milliarden gesprochen hat, ein sehr gutes Mittel sei in dieser Krise. Es werde derzeit geprüft, ob die Kurzarbeit auch für Temporärarbeiter oder für befristete Arbeitsverhältnisse zur Anwendung kommen könne. Dazu brauche es aber eine Gesetzesänderung. Für KMU eigneten sich Bürgschaften für Bankkredite.

  • Die Zahlen seien weiter angestiegen, sagt Koch. Die Fälle, die jetzt bestätigt seien, hätten sich vor ungefähr einer Woche angesteckt. Eine Woche lang werden die Infektionen mindestens noch ansteigen. Derzeit sind 2650 Fälle bestätigt. Tatsächlich seien aber schon jetzt viel mehr Menschen mit dem Virus infiziert. Derzeit sind 19 Todesfälle zu beklagen. Wenn die Zahlen gleich stark anstiegen wie in den letzten Tagen, seien die Spitäler bald überfordert. «Es ist der Beginn der Welle», sagt Koch.

  • Daniel Koch vom BAG beginnt: «Wir müssen jetzt das umsetzen, was der Bundesrat gestern beschlossen hat», sagt er. Die Bevölkerung müsse sich jetzt an die Massnahmen halten, um die Infektionen einzudämmen und die Risikopatienten zu schützen. «Wir können das Virus nicht stoppen. Aber wir können die Erkrankungswelle beeinflussen und die Risikopatienten schützen», sagt Koch. Gelinge das nicht, würden die Spitäler überlastet und es werde mehr Schäden und Todesfälle zu beklagen geben.

  • Angekündigt sind folgende Teilnehmer:
    Daniel Koch, Leiter Abteilung Übertragbare Krankheiten (BAG)
    Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, Staatssekretärin, Seco/WBF
    Christian Bock, Direktor Eidg. Zollverwaltung, EFD
    Raynald Droz, Brigadier, Stabschef Kommando Operationen
    Hans-Peter Lenz, Leiter Krisenmanagementzentrum, EDA

  • Nachdem der Bundesrat am Montag die «ausserordentliche Lage» ausgerufen hat, steht das öffentliche Leben in der Schweiz still. Der Bund informiert ab 14.00 Uhr über die Situation in der Schweiz, zudem beantworten die Experten die Fragen der Journalisten.

(daw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ilaria am 17.03.2020 14:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieso nicht auch die BAUARBEITER?

    Wieso müssen die auf BAUARBEITER arbeiten? Hallo ? Der Abstand ist wohl nicht möglich.. Es ist alles am Steigen, es sollen ALLE ZUHAUSE bleiben !

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  • Sueli am 17.03.2020 14:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stillstand?

    Stillstand ist was völlig anderes

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  • Idrizi am 17.03.2020 14:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Baustelle

    Es ist der Anfang von der Welle und der Baubetrieb und Industrie arbeitet noch ???

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bleibt gesund am 17.03.2020 18:47 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte ruhig bleiben

    Ich frag mich ja wie viele von euch das Video ganz geschaut haben, den Kommentaren nach zu wenige. Es kann natürlich auch sein, dass es an logischem Denken fehlt. Es geht nicht darum, ein kompletten Stillstand herbei zu führen, sondern die Welle so gut es geht abzuflachen. Alle Wirtschaftsträger (Baustellen, Produktion, import, export usw.) müssen weiterlaufen, die Folgen wären verheerend für uns alle. Tragisch für die KMU's, doch jetzt ist der Staat gefragt! Vertrauen wir Ihm, denn wer denkt er überreagiert oder hat keine Ahnung, der täuscht sich gewaltig.

  • Marko0912 am 17.03.2020 18:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    !!!!

    nach dem Titel zufolge soll jeder Zuhause bleiben den nur gesunde gehen Arbeiten und die angesteckten bleiben Zuhause! gibt doch einfach zu das ihr überfordert seit wir reagieren im jeder Hinsicht zu spät es gibt Länder die nach 50 positiv getesteten den Ausnahmezustand ausgerufen haben und die Schweizer Politiker machten bei 50 positiv getesteten Witzige Empfehlungen und spielten die Grippe runter sagten sie ist harmlos! jetzt macht die EU alle Grenzen dicht und schaut nur für sich und wir Schweizer die allen helfen, sind umschlossen und jetzt auf uns selbst gestellt zu diesen Punkten muss ich einfach sagen merkt euch das gut den die EU wird früher oder später was von uns und dann will ich keine kuschel Politik sehen sonder eine agressive Verhandlungs einstelung!

  • Glk am 17.03.2020 18:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gd

    Es spricht oder fragt niemanden über die Gesundheitspersonal die im Spital oder im Altersheimen arbeiten . Haben Sie keinen Recht auf Selbstschutz? Sind diese Menschen nicht von CoVid 19 gefährdet ?

  • Rolf am 17.03.2020 18:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Schweizer sklave

    So viele Massnahmen, so viel geändert. Ich halte mich dran versuche es zu mindest. Muss weiterhin im Zug zur Arbeit pendeln. Am Morgen wunderbar am Abend sehr viele Menschen. Und am Donnerstag nur noch die Hälfte der Züge? Dann sind wieder alle eingepfercht im Zug mit denen die das schöne Wetter geniessen! Versteh nur noch Bahnhof.

  • Julia am 17.03.2020 18:31 Report Diesen Beitrag melden

    So einfach

    Homeoffice-jaja. Jetzt muss Kurzarbeit angemeldet werden-tausend Papiere, Drucker, PC usw. alles doppelt für zu Hause?? Unsinn, gar nicht möglich. Die Papirologie muss ums Mehrfache vereinfacht werden, ansonsten wird das nichts. In den Läden muss per sofort eine Mengenregel pro Haushalt für den Einkauf festgelegt werden, da man in der Schweiz nicht mal mehr zu WC-Papier kommt, Schande! Bleibt gesund und normal!