Gleichstellung

07. Februar 2011 23:02; Akt: 07.02.2011 23:19 Print

Der bewegte Mann setzt sich zur Wehr

von Désirée Pomper - Die Männer sind in Aufbruchstimmung: Von rechts bis links formieren sich Männerclubs. Ihre Gemeinsamkeit: Sie haben genug von Doppelbelastung und Demütigung.

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Vierzig Jahre nach der ­Einführung des Frauenstimmrechts machen Schweizer Männer von links bis rechts mobil – in eigener Sache. Für Schlagzeilen sorgte der Verein der Antifeministen um Ex-SVP-Politiker René Kuhn, der sich für die «Rechte diskriminierter Männer starkmacht». Doch auch die neugegründeten SP-Männer wollen «verunsicherten Männern neue Perspektiven aufzeigen»: «Es braucht dringend neue Impulse, damit sich eine moderne männliche Identität entfalten kann», so der Präsident der SP Graubünden, Jon Pult.

Auch die mit den FDP-Frauen sympathisierende lose Gruppierung junger Männer, die nicht länger auf die Ernährerrolle re­duziert werden will, fordert: «Es braucht Teilzeitstellen und finanzierbare Krippen, damit sich der Mann mehr der Familie widmen kann», bringt es FDP-Politiker Bernhard Bichsel auf den Punkt. «Auch Vaterschaftsurlaub sollte den Männern zugesprochen werden», findet SP-Mann Pult. Laut dem grünen Nationalrat Alec von Graffenried war Doppelbelastung lange nur ein Frauenthema. «Dabei engagieren sich Männer neben dem 100-Prozent-Job immer mehr im Haushalt, was nicht selten auf deren Gesundheit schlägt.» Von Graffenried fordert deshalb in einer Motion die Schaffung einer Fachstelle für Männer-, Väter- und Bubenfragen.

«Auch ein eidgenössischer Männerbeauftragter wäre denkbar», sagt er. Der Grund: Die Gleichstellungsbüros hätten historisch bedingt primär die Frauen im Fokus. «Während 40 Jahren wurde Gleichstellungspolitik hauptsächlich als Frauenförderung verstanden. Jetzt braucht es spezifische Ansätze in Bezug auf Buben und Männer.» Männer sollten aus der defensiven Position heraustreten: «Wir müssen für unser Männeranliegen aktiv einstehen.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patrick am 08.02.2011 09:28 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich!

    Endlich kommt mal aufs Tapet, was längst überfällig ist. Wehrpflicht, AHV-Alter, Vaterschaftsurlaub, Teilzeitstellen, Schutz vor häuslicher Gewalt, etc., etc., etc. Alles Themen, bei denen Männer schlechter gestellt sind.

  • Falke am 08.02.2011 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Mann, Frau, Kind?

    Wieso wird denn Gleichstellung von allen Seiten als unantastbares Dogma akzeptiert? Die Grundsätzlichste Erkenntnis, die man heutzutage eigentlich gemacht haben sollte ist eben, dass Männer und Frauen nicht gleich sind! Auch wenn Feministenorganisationen wàhrend Jahrzehnten versucht haben, uns vom Gegenteil zu überzeugen.

  • toni am 08.02.2011 09:59 Report Diesen Beitrag melden

    gleichberechtigung erschleichen

    endlich erwachen die männer vom dornröschenschlaf. wir wurden zu lange von den lieben frauen wie eine zitrone ausgepresst. was sich heute die frauen unter dem deckmantel gleichberechtigung erschleichen kann ich nicht verstehen. emanzipierte frauen sind selbstbewusst und erfolgreich ohne gesetzliche einschränkungen gegen die männer. ich bewundere diese damen, nicht aber die möchtegern emanzen...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hanspeter Fischer am 08.05.2011 19:18 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich"Hilfe für den geschropften Mann"

    Da kann ich nur sagen "endlich" werden die Anliegen der Männer etwas mehr ins Licht gerückt. Viele Männer kommen sich speziell ein paar Jahren nach der Heirat und nachdem die Kinder da sind nur noch vor wie eine Bank. Ihre Rolle besteht darin möglichst viel Geld nach Hause zu bringen. Gegenleistung - den auch in einer Ehe gibt es nüchtern betrachtet "Leistung und Gegenleistung" - gibt es dann praktisch keine mehr. Und wenn dann der Mann an irgend einem Punkt genug hat und sich entscheidet sich scheiden zu lassen dann kommt er erst Recht zur Kasse - der Frau hilft dann der Staat!

  • jennifer.schofield am 09.02.2011 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    J.S.

    Wieso können wir nicht konstruktiv ein Weg finden die Gleichberechtigung zu leben? D.h. Mutter - und Vaterschaftsurlaub, Militärpflicht kann man getrost abschaffen, Sorgerecht wird nur noch in Härtefällen an Einzelpersonen zugeteilt. Dafür möchte ich aber als Frau mit guter Ausbildung, die Chance kriegen die Karriereleiter hochzukommen, ohne als "die geht ja eh bald, kriegt doch eh kinder"- abgestempelt zu werden. Männer wollen Gleichstellung? Na gut, dann KÜMMERT euch auch um eure Kinder, arbeitet AUCH Teilzeit und seid nicht nur Weekendpapi.

    • Maurer am 10.02.2011 17:08 Report Diesen Beitrag melden

      Auswahlverschulden

      Wer sich immer auf Karrieretypen stürzt und Handwerker nicht mal mehr anschaut sollte sich nicht beschweren. Mit einem Normalen Beruf hat man es so langsam schwer eine Partnerin zu finden

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  • Erwachsene am 09.02.2011 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Fakten sind nicht klar...

    Ich bin Mutter zweier Kinder, alleinerziehend, versorge meine Familie finanziell selbst. Ich bin seit über 10 Jahren selbständig erwerbend, Mutterschaftsurlaub (oder -Entschädigung) oder Kinderzulagen habe ich keine erhalten. Anstatt Militär leiste ich immerhin seit über 10 Jahren Feuerwehrdienst und bin politisch engagiert. Männer haben meistens Angst vor mir, weil ich so selbständig bin. Also bitte: 1. keine Verallgemeinerungen und 2. Frau ist durchaus bereit, zu allen weiteren Rechten auch weitere Pflichten zu übernehmen - dort ziehen weniger Männer als Frauen mit.

    • Marco am 09.02.2011 19:06 Report Diesen Beitrag melden

      Rechte

      Ja sind ja nicht alle Frauen gleich wie sie.

    • OdinX am 09.02.2011 23:08 Report Diesen Beitrag melden

      Fakten sind absolut klar

      Erst mal möchte ich sagen, dass ich grossen Respekt habe, vor einer starken Person, egal ob Mann oder Frau. Fakt ist jedoch tatsächlich, dass der Feminismus nur Rechte fordert, aber niemals die Pflichten angleicht. Alles in allem war Feminismus nützlich, um den ersten Schritt zur Gleichberechtigung zu tun, heutzutage ist Feminismus jedoch nicht nur nutzlos geworden, sondern sogar schädlich, denn eine wahre Gleichberechtigung wird dadurch verhindert. Heutzutage, wo Gleichberechtigung schon beinahe erreicht ist, ist Feminismus das Gleiche wie Maskulismus, also negativ.

    • Karsten T am 10.02.2011 17:12 Report Diesen Beitrag melden

      Hallo Erwachsene

      von der Sorte kenne ich genau eine. Als allein erziehender Vater von drei Töchtern höre ich mir immer an wie toll ich mich kümmere und das von Frauen für die eine 8 Jährige ein Vollzeitjob ist für den sie wegen der Härte noch bedauert werden muss. Wenn die meisten wären wie Du wäre es viel einfacher. Für die meisten ist ein Kind nur eine 18 Jahre lange bezahlte Freistellung von der Arbeit.

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  • Wolge am 09.02.2011 00:16 Report Diesen Beitrag melden

    Die Fakten sind klar

    Bei Scheidungen bekommt die Frau die Kinder, der Mann die Rechnung. Der Mann muss ins Militär, die Frau kann sich weiterbilden oder reisen gehen. Der Mann muss Militärpflichtersatz bezahlen, die Frau das Geld verprassen. Der single Mann hat keine Chance ein Kind zu haben, die single Frau kann sich schwängern lassen. Der Mann muss seine Familie ernähren, welche Frau kümmert sich schon darum? Jede Frau ist berechtigt Mutterschaftsurlaub zu beziehen, der Mann ist berechtigt zu arbeiten. Es gibt den Tag der Frau, wann ist der Tag des Mannes? Es gibt den Muttertag, wann war nochmals Vatertag?

    • Vanessa am 09.02.2011 23:29 Report Diesen Beitrag melden

      Aber hallo????

      Auf welchem Planet leben Sie eigentlich? Es mag ja sein, dass es Fälle gibt, wo der Mann wirklich benachteiligt wird, genau so wie es Männer gibt, die seine pflichten ''vergessen''. Ich kenne von beiden genug Beispiele.

    • Vätertag am 10.02.2011 08:18 Report Diesen Beitrag melden

      Es gibt ihn den Vätertag...

      Der Vätertag ist am 5. Juni 2010 und soll ein Tag sein, wo väterliche Präsenz im Alltag der Kinder wertschätzt und fördert.

    • Ursus am 10.02.2011 23:32 Report Diesen Beitrag melden

      @ Wolge

      Genau meine Meinug ! Die Frau kann Kinder kriegen , sie muss es aber nicht . Bei Mann ist das etwas anders , er kann nicht selbst etscheiden ob er z.B. ins Militär gehen möchte oder nicht . Ich würde heute keinem mehr raten zu heiraten , ausser er möchte Kinder , aber dann nur mit Vaterschaftstest ! Unter dem Motto "Mother's baby, Father's maybe " , zahlt nicht 20 Jahre für ein kind eines anderen ( nach Studien sind bis 12 Prozent Kukukskinder ) !!

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  • Marco am 08.02.2011 21:47 Report Diesen Beitrag melden

    Feminismus

    Eine Frau wird nur beim Lohn bzw. Beruf benachteiligt! Bei einer Scheidung kann der Mann blechen, haben sie Kinder, kann der Mann blechen. Ins Militär müssen auch die Männer. Und dann heisst es noch dass Fraue BENACHTEILIG werden? Gleichberechtigung heisst, die gleichen Pflichten haben! Aber das traurige daran ist das WIR Männer daran schuld sind dass die Frauen so viel Macht haben!

    • Hans S. am 10.02.2011 16:21 Report Diesen Beitrag melden

      Armer Mann

      Ach wenn die Frau nur beim Lohn bzw. Beruf benachteiligt wird, ist es ja nicht so schlimm. Und wenn Sie keinen Militärdienst leisten wollen, müssen Sie halt für die Abschaffung der Armee stimmen. Und selbstverständlich erhält eine Frau bei der Scheidung nur Geld, dass sie verprassen darf. Die Kinder benötigen ja nichts, kosten nichts und man muss sich ja auch nicht um sie kümmern, sie erziehen, für sie kochen, putzen, waschen, mit ihnen Hausaufgaben machen usw...

    • Ursus am 10.02.2011 23:18 Report Diesen Beitrag melden

      @ Marco

      Also ich würde nicht sagen das Frauen im Beruf und Gehalt immer benachteiligt sind , da sie vielfach ein gut Job in der Teppichetage haben , verdienen sie oft soviel das sie nicht wissen was es noch zu kaufen gebe . Aber sonst haben sie recht , aber wie sie an Hans s. sehen können sind wir nach 40 Jahre schon ziemlich gut "dressiert" , ich hoffe es finden sich noch genug Männer die mit uns mitstreiten für die rechte des Mannes .

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