Unterengadin

30. März 2012 15:10; Akt: 30.03.2012 21:19 Print

Deutscher Car-Fahrer stirbt bei Erdrutsch

Im Unterengadin ist ein Car teilweise von einem Erdrutsch verschüttet worden. Bei dem Unglück ist der Carchauffeur ums Leben gekommen. Zudem wurde ein Auto von den Erdmassen leicht getroffen.

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Der Erdrutsch ist auf der Hauptstrasse zwischen Martina und Vinadi im Unterengadin niedergegangen, nahe an der Grenze zu Österreich. (Bild: Kapo GR)

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Im Unterengadin ist am Freitagnachmittag ein Car von einem Erdrutsch teilweise verschüttet worden. Die Wucht der Erdmassen habe den Reisebus teilweise zerrissen, wie die Bündner Polizei gegenüber 20 Minuten Online mitteilt. Der Chauffeur des Cars ist dabei ums Leben gekommen. Das bestätigte die Bündner Polizei der Nachrichtenagentur SDA.

Das Unglück ereignete nach 14 Uhr sich auf der Hauptstrasse zwischen Martina und Vinadi. Der Car wurde von den herunterstürzenden Erd-, Gesteinsmassen und Bäumen erfasst und total beschädigt. Der Chauffeur wurde aus dem Fahrzeug geschleudert.

Opfer ist ein 57-jähriger Deutscher

Beim getöteten Carfahrer handelt es sich um einen 57-jährigen Deutschen. Der verunglückte Car war ohne Passagiere unterwegs und war auf dem Weg ins italienische Zollfreigebiet Livigno. Der Chauffeur hätte dort Feriengäste abholen und sie am Samstag nach Deutschland zurückfahren sollen.

Ein hinter dem Reisebus herfahrendes Auto wurde von den Erdmassen nur leicht getroffen. Die Lenkerin konnte dem Personenwagen unverletzt entsteigen.

Der Car wurde komplett demoliert. Bilder des Unglücksfahrzeuges zeigen, wie der Bus von den Erdmassen von der Strasse gegen den Hang zum Fluss Inn gestossen wurde. Die vordere Hälfte des Fahrzeugs wurde komplett eingedrückt. Der Personenwagen wurde laut Polizeiangaben erheblich beschädigt.

Grossaufgebot an Rettungskräften

Das Unglück hatte ein Grossaufgebot an Rettungskräften ausgelöst, weil unmittelbar nach Meldungseingang unklar war, ob sich im Reisecar Passagiere befanden oder nicht.

Im Einsatz standen sechs Ambulanzen aus Österreich und vier aus der Schweiz. Zudem rückten drei österreichische Helikopter sowie die Rega und die Helibernina mit weiteren drei Helikoptern aus. Für die Sicherung der Unfallstelle standen auch noch mehrere Feuerwehren und Leute des Schweizerischen Alpenclubs im Einsatz.

Die Strasse zwischen Vinadi und Martina ist derzeit gesperrt. Es besteht eine Umleitung über Nauders.


(Video: Keystone)

Hier ereignete sich der Erdrutsch:

(ann/meg/sda)


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Ausgewählte Leser-Kommentare

Solch ein Erdrutsch ist sicher schwierig vorauszusehen und verhindern. Aber ich verstehe nicht warum immer noch riesen Bäume direkt an den Strassen stehen. Jedes Jahr fallen unzählige Bäume auf Strassen. Man sollte diese vorbeugend Fällen und durch Büsche und Sträucher ersetzten. Auch wenn mal ein Verkehrsteilnehmer ab der Strasse kommt, ist es weicher in den Büschen zu landen als von einem Baumstamm gestoppt zu werden. – Remo Vorbeuger

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nette a. am 30.03.2012 17:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Carunglück

    Nein..schon wieder.. Unser herzliches Beileid den Angehörigen.

  • Anderhub Kurt 30.03.12 am 30.03.2012 16:38 Report Diesen Beitrag melden

    Car Erdrutsch

    Da sieht man wie die Straßen unsicher und schlecht kontr,sind .Obwohl man ja weis das dieses Jahr mit besonders viel Erdrutschen zurechnen ist scheint das den Verantwortlichen egal zu sein.

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  • angela am 30.03.2012 20:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    traurig..

    furchtbar,.. tragisch.. ich wünsche den angehörigen trost u spreche mein beileid aus..!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Remo Vorbeuger am 30.03.2012 23:19 Report Diesen Beitrag melden

    Risiko minimieren.

    Solch ein Erdrutsch ist sicher schwierig vorauszusehen und verhindern. Aber ich verstehe nicht warum immer noch riesen Bäume direkt an den Strassen stehen. Jedes Jahr fallen unzählige Bäume auf Strassen. Man sollte diese vorbeugend Fällen und durch Büsche und Sträucher ersetzten. Auch wenn mal ein Verkehrsteilnehmer ab der Strasse kommt, ist es weicher in den Büschen zu landen als von einem Baumstamm gestoppt zu werden.

    • B. Meier am 01.04.2012 14:06 Report Diesen Beitrag melden

      Analysen aus dem Unterland

      Wir sind hier im Engadin und hier hat es nun einmal Bäume und nicht Büsche oder Sträucher. Die Bäume dienen zudem dem Schutz vor Lawinen und Erdrutschen. Und vorallem war hier ein Fels Ursache und nicht Bäume.

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  • J. Meyer am 30.03.2012 23:14 Report Diesen Beitrag melden

    Carreise...

    Bin gar nicht begeistert von diesem Bericht. Habe es erst geschafft, das schlimme Carunglück mit den belg. Kindern zu verarbeiten, kommt das nächste Car - Unglück, wo meine Tochter doch morgen mit dem Car nach Italien in die Ferien fahren will. Nein, es beruhigt mich überhaupt nicht und werden schlimme Tage werden für mich. Sicher, Unfälle können allwo passieren, klar, aber manchmal kommt man schon auf Gedanken....

    • Adrian Müller am 30.03.2012 23:33 Report Diesen Beitrag melden

      Typisch Eltern..

      Ich verstehe diese hypernervösen Eltern einfach nicht. Kinder von heute werden wo immer möglich beschützt, überwacht und kontrolliert, dabei war es noch NIEmals nur annähernd so sicher wie heute. Das Leben bringt Gefahren und das wird es hoffentlich auch immer tun. Sich Sorgen zu machen nützt gar niemandem etwas.

    • A.Müller am 31.03.2012 11:44 Report Diesen Beitrag melden

      aber hallo

      Haben sie selber auch Kinder? Ich glaube kaum, sonst würden Sie nicht so schreiben.

    • J. Meyer am 31.03.2012 21:21 Report Diesen Beitrag melden

      War ja klar :-)

      So ein Käse!!!! Wenn wir als Eltern so hypernervös wären, dürfte unsre recht selbstständige Jüngste ja gar nichts. Habs vielmehr gedanklich geschrieben, als wirklich ängstlich wie auch der letzte Satz andeutet. Himmel noch emol! Aber ich geh davon aus, das die Antwort von einem jungen Menschen kommt, der selbst noch keine Kinder hat. Eltern, die sich Sorgen, sind nicht gleich ängstlich oder hypernervös, sondern eine normale Reaktion, wenn man seine Kinder liebt. Dies bedeutet ja nicht, das die Kinder "gefesselt" sind, sondern ihre Freiheiten geniessen dürfen im Machbaren ihres Alter entspr.!

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  • A.C. am 30.03.2012 21:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grosses Glück gehabt 

    Im Personenwagen befanden sich drei Personen,sie fuhren hinter dem Car. Als plötzlich die Steine und Bäume den Car erwischten, reagierte der Lenker des PW sofort, legte den Retourgang ein und fuhr rückwärts. Die Steine donnerten aufs Auto, Scheiben gingen kaputt und Steine prallten ins Auto. Die drei Insassen kamen mit dem Schrecken davon.D ie Ambulanz brachte sie ins Krankenhaus, weil ein Mann Herzbeschwerden und Atemnot hatte....

  • angela am 30.03.2012 20:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    traurig..

    furchtbar,.. tragisch.. ich wünsche den angehörigen trost u spreche mein beileid aus..!

  • Phil W. am 30.03.2012 18:30 Report Diesen Beitrag melden

    Kaum vorstellbar

    Stell euch das mal vor... wenn dieser Car voll besetzt ist, dann gibt es bei uns in CH innert kurze Zeit wieder eine Car Katastrophe...

    • Maria Dietrich am 30.03.2012 19:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Shock Sierre

      Ein Erdrutsch kann ohne weiteres auch ein Zug aus den Schienen heben - es existieren viele Zugstrecken an Gefahrenstellen wie Wallis,Tessin,Uri ,Graubünden etc. Es ist Zufall oder Schicksal das genau in diesem Moment ein Bus dort entlang ist. Aber man sieht am Grossaufgebot , dass der Shock Sierre tief sitzt ! Beileid der Fam. des Fahrer

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