Rückwanderung

13. Januar 2019 02:41; Akt: 13.01.2019 02:41 Print

Deutscher Minister will seine Ärzte zurück

Da viele Deutsche in der Schweiz in Spitälern oder in der Pflege arbeiten, fehlt es in Deutschland an Fachleuten. Gesundheitsminister Jens Spahn spricht sich für neue Regeln aus.

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Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn bedauert die Abwanderung von Ärzten und Pflegern aus seinem Land in die Schweiz. «Ich hätte sie gerne zurück», sagte er im Interview mit dem «SonntagsBlick». Er regt eine Neuregelung der Abwerbung von Fachleuten aus bestimmten Berufen an.

Die von Schweizer Spitälern und Heimen abgeworbenen Fachleute würden in Deutschland fehlen, sagte der 38-jährige CDU-Minister. «Bei uns arbeiten dann polnische Ärzte, die wiederum in Polen fehlen. Das kann so nicht richtig sein.»

«Die Schweiz ist ein schönes Land»

Spahn forderte, darüber nachzudenken, ob man die Abwerbung von Fachleuten aus bestimmten Berufsgruppen innerhalb der EU nicht neu regeln müsse. Die Freizügigkeit in Europa solle dabei nicht grundsätzlich infrage gestellt werden. Entsprechende Abkommen gebe es bereits in der Weltgesundheitsorganisation WHO. «Das könnte Vorbild sein.»

Spahn räumte gleichzeitig ein, dass er das Verhalten der deutschen Ärzte und des Pflegepersonals versteht. «Die Schweiz ist ein schönes Land.»

(roy/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Phro am 13.01.2019 04:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Logisch

    Abwerben muss man nicht. Ich als deutsche Ärztin mit Schweizer Freund und noch in Deutschland tätig weiß warum so viele in die Schweiz gehen: weil die Arbeitsbedingungen in Deutschland unterirdisch sind.

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  • Tinu am 13.01.2019 07:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ah ja...

    Die Personenfreizügigkeit macht offenbar nicht nur uns Probleme?

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  • IstNurSpass am 13.01.2019 06:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nur ein schönes Land???

    Es steht ausser Frage das die Schweiz ein schönes Land ist. Aber vielmehr sollte er sie mal Gedanken machen wie Deutschland mit den Ärzten und Pflegepersonal umgeht (Lohn und Arbeitszeiten).

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Die neusten Leser-Kommentare

  • simi am 13.01.2019 17:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    lohn in deutschland

    würde die Arbeit in Deutschland gerecht entlöhnt,hätten sie das Problem nicht.aber bevor man gerechte Löhne bezahlt ,lieber Mal kurz neue Gesetze und regeln schaffen.

  • G. Mein am 13.01.2019 17:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freier Markt

    Was Herr Spahn hier veerschweigt, ist, dass Löhne und Arbeitsbedingungen in deutscheb Krankenhäuser absolut unhaltbar sind. Ich verstehe jeden, der nicht unter solchen Bedingungen arbeiten will oder kann. So kommen oftmals bis zu 12 Patienten auf einen Pfleger, was hierzulande wohl als fahrlässig gelten würde. Vielleicht sollte er lieber dort ansetzen, dann würden viele auch freiwillig zurückkommen.

  • Heinz am 13.01.2019 17:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steuern und Lohn

    Dann sollte der Herr Minister dafür sorgen, dass die Ärzte anständig bezahlt werden und nicht 68% von ihrem Lohn abgeben müssen. #Steuerwahnsinn

  • Bürgermensch am 13.01.2019 17:01 Report Diesen Beitrag melden

    Was passt nun wieder nicht?

    Sobald die Konsequenzen der eigenen Regeln und Forderungen der EU nicht mehr passen wird natürlich sofort wieder über Anpassungen gesprochen. Die Freizügigkeit passt also der EU nur wenn sie ihr nur nutzt! Alles andere ist natürlich wieder Rosinen picken.

  • Dirk am 13.01.2019 17:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was habt ihr denn alle?

    Da hat ein konservativer Minister aus Deutschland bei einer Schweizer Zeitung sehr, sehr vage über seinen Wunsch schwadroniert, gegen die Abwerbung aus der Schweiz Regelungen treffen zu wollen, um der Abwanderung von Fachkräften Einhalt zu gebieten. Und auf einmal wettert alles hier gegen Spahns Variante von Germany first und tut so, als ob das in Deutschland und sogar in der EU bereits beschlossene Sache sei. Dem ist beileibe nicht nur nicht so, sondern dies interessiert weder in Deutschland noch in Europa niemand.