Premiere im Tessin

19. Mai 2011 11:54; Akt: 19.05.2011 12:38 Print

Die Burka kommt vors Volk

Im Südkanton wird zum ersten Mal in der Schweiz das Stimmvolk über ein Burkaverbot abstimmen. Die dazu nötigen 10 000 Unterschriften sind beisammen.

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Im Tessin ist eine Initiative zustande gekommen, die ein Burkaverbot fordert. (Bild: Keystone)

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Ein Komitee um den Journalisten Giorgio Ghiringhelli hat über 10 000 Unterschriften für eine Initiative gesammelt, die ein Verschleierungsverbot fordert. Am Donnerstag deponierte das Komitee die Unterschriften auf der Tessiner Staatskanzlei in Bellinzona. «Es sind sicher über 10 000 Unterschriften zusammengekommen», bestätigte deren Sprecher Carmelo Mazza entsprechende Berichte des «St. Galler Tagblatts» und der «Basler Zeitung».

Für das Zustandekommen der Initiative sind mindestens 10 000 gültige Unterschriften nötig. Genau ausgezählt und geprüft werden die eingereichten Bogen nächste Woche.

Stimmbürger müssen bestimmen

Weil das Verschleierungsverbot eine Verfassungsänderung verlangt, müssen die Stimmbürger darüber abstimmen. Für den Initianten Girgio Ghiringhelli ist bereits das Zustandekommen der Initiative ein Erfolg: Das «grandiose Resultat» zeige, wie wichtig das Thema der Bevölkerung sei, schreibt er auf seiner Webseite.

Mit dem Verschleierungsverbot hat Ghiringhelli vor allem Burka- und Nikab-Trägerinnen im Visier. Das Verbot solle aber auch andere davon abhalten, ihr Gesicht zu verschleiern, schreibt er: Etwa Hooligans oder Mitglieder des linksautonomen Schwarzen Blocks könnten sich nicht mehr vermummen.

Ghiringhelli orientiert sich mit seinem Volksbegehren am Verschleierungsverbot in Frankreich, das seit dem 11. April in Kraft ist. Der Parteiunabhängige wird von einzelnen Vertretern von Lega, SVP und FDP unterstützt.


(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Renato Wullschleger am 19.05.2011 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    Burkaverbot

    Bravo Ticino, man braucht eben in der Schweiz ein bisschen Zivilcourage um die Anliegen der Bürger zu erkennen und auch auf demokratische Art durchzusetzen.

  • egal am 19.05.2011 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    Ich als Moslem - Dagegen!

    Ich als Moslem bin auch für ein Burka-Verbot! So was kann doch nichts sein! Alle die mit Burka herum laufen wollen, sollen nach Afghanistan gehen und dort leben!

  • Thomas M am 19.05.2011 17:59 Report Diesen Beitrag melden

    Weg damit

    Weg damit, Burkas gehören nicht in unser Kulturkreis in unser Menschenverständnis. Burkas sollen in arabischen Ländern getragen werden wo dies Teil der Kultur ist. Mit Religionsfreiheit hat das nichts zu tun! Wir müssen uns auch an die fremde Kultur anpassen wenn wir ins Ausland fahren. Dieselbe Anpassung wird auch hier erwartet.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Schweizer am 20.05.2011 22:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ein kräftiges Ja zur Initiative

    Bravo Tessiner. Ihr werdet diese super Initative ja sicher auch Annehmen. Wenn der Bund nicht fähig ist, dieses Problem sofort zu Lösen, muss halt jeder Kanton einzeln die Islamisierung bekämpfen. Wir haben ja ein Vermummungsverbot, nur wird das leider nicht Durchgesetzt. Die Moslems sollen sich gefälligst an uns anpassen und nicht umgekehrt.

    • Till Sitter am 21.05.2011 15:45 Report Diesen Beitrag melden

      nein

      Erstens haben wir kein Vermummungsverbot und zweitens sind Burkas in der Schweiz kein Problem.

    • Einer von keinen am 21.05.2011 17:37 Report Diesen Beitrag melden

      Wer ist denn wir und die

      Angenommen ein Schweizer ist Moslem? Wer ist dann "die" und wer "wir"??? Oder ist ein Deutscher Christ dann auch "wir", also Schweizer? Wie sieht es denn mit Motorradfahrern aus? Die oder Wir? Tauchen sind auch vermummt? Eine Braut mit Schleier? Vielleicht sollte man Teile der Schweiz einfach in ein Reservat umwandeln, da kann man dann nach seinen Vorstellung abgekapselt von allem Leben und schön Milch und Käse produzieren...

    • jasmin am 03.06.2011 08:14 Report Diesen Beitrag melden

      kaum zu glauben......

      TILL SITTER; wir HABEN ein vermummungsverbot und ja burkas gehören auch darunter ganz klar. sind wir mal wieder gegen das schweizer volk TILL SITTER sie ja so armseelig. für die helme, fasnacht, sikfahrer gelten die sicherheit. sind ihr echt so unfähig nur bis vor die nase zu denken?

    • ti bo am 26.06.2011 13:16 Report Diesen Beitrag melden

      @ jasmin

      Deutsche Sprache und Grammatik sind auch Teil unserer sogenannten Leitkultur.

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  • Sonja am 20.05.2011 20:01 Report Diesen Beitrag melden

    Burkas haben in der CH nichts zu suchen

    Dieses Ungemach muss wie in Frankreich verschwinden.

    • Frau Unbekannt am 25.05.2011 22:23 Report Diesen Beitrag melden

      Lächerlich

      Das zeigt wieder wie tollerant die Menschen sind. Einfach nur LÄCHERLICH!

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  • Mina Rett am 19.05.2011 18:36 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Religionsvorschrift

    1. Die Religionsfreiheit wird nicht tangiert, denn in keiner Religion ist das Tragen von Ganzkörperschleiern vorgeschrieben. 2. Wir müssen uns im islamischen Raum auch anpassen - oder es "knallt". 3.Die Physiognomie ist wichtig in unserer Kommunikation; es widerspricht unserem Empfinden/Anstand, sein Gesicht nicht zu zeigen und es nicht lesen zu können. 4. Wehret den Anfängen!

  • hopp tessin! am 19.05.2011 18:36 Report Diesen Beitrag melden

    calmyreys kopftuch ist noch in erinerung

    unsere südlichen eidgenossen haben dass recht über solche dinge zu entcheiden genau wie moslemische gesetze calmy rey dass im iran dass kopftuch aufzwingen konnten,auge um auge moslems,reggt euch nicht auf es gibt wichtigere dinge im leben als wie schwarze geister herumzuspazieren

    • Silvie Grandjean am 26.05.2011 12:20 Report Diesen Beitrag melden

      Falsch!

      Das stimmt nicht ganz! Calmy-Rey wurde überhaupt nicht gezwungen, den Schleier in Iran zu tragen. Sie hat es von sich aus gemacht, um "einen guten Eindruck zu machen"... Andere nicht-islamische Frauen-Minister zu Besuch im Iran lassen sich nicht wie unsere Aussenministerin darauf ein.

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  • Ausgewogen am 19.05.2011 18:24 Report Diesen Beitrag melden

    Iregendwann wieder rückgängig

    Angenommen das Burkaverbot kommt. In sehr sehr ferner Zukunft gibt's ja mehr eingebürgerte Moslems als Christen in der Schweiz. Dann wird mit einer neuen Abstimmung das Verbot wieder gekippt. Zum Glück lebe ich dann nicht mehr.....