Doris Leuthard

14. Oktober 2013 12:37; Akt: 14.10.2013 13:50 Print

Die E-Vignette kommt im Jahr 2019

Bei einer Preiserhöhung der Autobahn-Vignette würde es vor allem für Besitzer mehrerer Autos teuer. Ein elektronisches System soll für Entlastung sorgen, sagt Bundesrätin Leuthard.

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Elektronik statt Kleber auf der Scheibe: Bundesrätin Doris Leuthard plant die Nachfolge der aktuellen Autobahnvignette. Ab 2019 soll an deren Stelle ein elektronisches System installiert werden, das abgestufte Vignettenpreise nach ausländischem Vorbild ermöglicht.

«Geplant ist die Koppelung der Vignette an die Autonummer», sagte Leuthard im Montagsinterview mit der Zeitung «Nordwestschweiz». Damit würden alle Autofahrer mit Wechselnummern nicht mehr benachteiligt. Die heutige Situation sei unbefriedigend.

Abstimmung über Preiserhöhung

«Die Oberzolldirektion plant per 2019 einen Systemwechsel auch bei uns», sagte Leuthard. Früher sei das leider nicht möglich. «Wie das System im Detail funktioniert, kann ich heute jedoch noch nicht sagen.»

Mit dem Vorschlag versucht die Bundesrätin, den Gegnern einer Vignettenpreiserhöhung Wind aus den Segeln zu nehmen. Am 24. November stimmt das Volk über den Preisaufschlag von 40 auf 100 Franken ab. Der Solothurner SVP-Nationalrat Walter Wobmann, Automobilverbände sowie der VCS haben dagegen das Referendum ergriffen.

Leuthard: «Mobilität wird teurer»

Ein ähnlicher Antrag von Edith Graf-Litscher (SP/TG), die rechtliche Grundlage für eine elektronische Autobahnvignette zu schaffen, war im Mai 2012 vom Nationalrat knapp abgelehnt worden. Gegen die E-Vignette wurde eingewandt, dass sie der erste Schritt hin zum Roadpricing wäre, das heisst zu einem Strassenzoll.

Für Leuthard ist weiter klar: «Mobilität - auch die Bahn - wird mittelfristig teurer.» Dennoch müssten die Preise sozialverträglich bleiben. Einem Benzinpreis von 10 Franken pro Liter oder einem SBB-Generalabonnementspreis von 10'000 Franken erteilt sie eine Absage.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Beat Hemmi am 14.10.2013 13:54 Report Diesen Beitrag melden

    Misswirtschaft

    Bei getreuer Geschäftsführung hätte man den Vignettenpreis jährlich um 2-3 Franken problemlos erhöhen könne und keiner hätte gejammert. Nun merkt das Departament Leuthard plötzlich, dass sie zuviel Gelder zweckentfremdet haben und wollen dies mit der Vignettenpreis Erhöhung auskompensieren. Ich hoffe von ganzen Herzen dass das Schweizer Volk zur Preiserhöhung NEIN sagt. Misswirtschaft soll nicht unterstützt werden. Aber natürlich wird der Bund auch bei einem Nein an der Urne einen "Schlupf" finden um einen diebischen Griff ans Bürgerportemonai zu legalisieren.

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  • Peter Ringier am 14.10.2013 13:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abzockerei

    BR Leuthard versucht die Stimmbürger mit dem fadenscheinigen Argument "Benachteiligung der Fahrzeughalter mit Wechselnummer beseitigen" zur Zustimmung zum unverschämten Aufpreis von CHF 40 auf 100 zu bewegen. Mit dem Wechsel von der Klebe-Vignette auf einen elektronischen Chip wird in erster Linie die Voraussetzung für ein späteres Roadpricing geschaffen. Dann werden die Autofahrer erst recht abgezockt werden können.

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  • Jürg B. am 14.10.2013 15:12 Report Diesen Beitrag melden

    Die A-Vignette ist sowieso unnötig!

    Der private Mfzg-Verkehr zahlt über die Zuschläge auf dem Treibstoff eh schon verursachergerecht für unsere neuen und alten Strassen; und das - wie wir wissen - nicht zu wenig! Mit den Einnahmen sollte man zuerst die eigentlich zweckgebundenen Aufgaben finanzieren. Nun, man muss sich nicht wundern, wenn die Strassenkasse plötzlich leer ist, wenn man die Einnahmen zuerst für SBB und allgemeine Bundeskasse zeckentfremdet umverteilt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bernereidgenosse am 14.10.2013 22:04 Report Diesen Beitrag melden

    Abzocker Projekt à la UVEK

    Wäre an der Zeit wenn die Doris Leuthard einen professionellen Coiffure aufsucht. Die Vignette Ideen sind wie Ihre Frisur, leicht durch den Wind !

  • Marcel Schön am 14.10.2013 22:02 Report Diesen Beitrag melden

    Leben teuer

    Immer jedes Jahr alles Leben teurer Krankenkasse teurer Autovignette und teurer SBB Ticket ohne Freizeit gehen mit Famile : So ist ein Blödsinn. ..

  • Luminoso am 14.10.2013 18:40 Report Diesen Beitrag melden

    Autobahn-Vignette

    Gilt für die Befürworter der teureren Vignette: Die Autofahrer werden bereits jetzt mit über 9,5 Mrd. Abgaben abgezockt (ohne Vignette). Davon fliessen nur ein Drittel in den Strassenverkehr, Bau und Unterhalt. Der grosse Rest wird zweckentfremdet ausgegeben. Solange dieser Sachverhalt besteht, kann ich mich für eine weitere zusätzliche Abzocke in Form einer 150%-Gebührenerhöhung (wo gibt es das denn sonst als beim Staat?) nicht wirklich erwärmen - auch nicht für das Argument, dass "dieses Geld" dann wirklich nur in das Strassennetzt fliesst - zahle auch nicht zweimal für dieselbe Bratwurst...

  • Sandro Sparla am 14.10.2013 16:10 Report Diesen Beitrag melden

    100 Fr. ist nicht das Problem!

    Ich hab nicht das Problem 100 Fr. zu Zahlen für die Vignette. Aber ich fordere, dass das EINGEZAHLTE GELD, auch dann wirklich in das STRASSENNETZ kommt.

    • Andreas am 14.10.2013 20:33 Report Diesen Beitrag melden

      Jawoll!

      Ich kleb mir sogar so ein Teil ans Velo wenn dadurch die Strassen besser, sicherer und damit auch Velofreundlicher werden. :) Finde aber gerade keine Angabein den Unterlagen von wegen "Zweckgebundene Mittel". Da steht nur was von 4 Mia. Budget für die kommenden 20 Jahre. Naja, und wenn ich mir die Baustellen auf der Liste anschaue sehe ich nicht viel wo ich persönlich direkt davon profitieren würde. Naja, vieleicht finde ich ja noch stichhaltige Argumente bis am 24. Nov.

    • René _Jurt am 14.10.2013 20:57 Report Diesen Beitrag melden

      Kopieren mal anders

      Ich bin der selben Meinung. Wenn man zusätzliches Geld braucht, dann soll man ein paar schmucke Kassenhäuschen an den Tunnelröhren am Gotthard installieren. Jeder zweite Tunnel in Europa kostet extra, Wieso nicht der grösste und somit Kostenintensivste?

    • J.C. am 14.10.2013 23:17 Report Diesen Beitrag melden

      Richtig

      einverstanden! und wenn die nachfolge doch schon so weit geplant ist, dann verschieben wir doch die allf$llige preiserhöhung auf den zeitpunkt der e vignette... also zunächst mal: ein entschiedenes "Nein" einlegen, danke.

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  • Jürg B. am 14.10.2013 15:12 Report Diesen Beitrag melden

    Die A-Vignette ist sowieso unnötig!

    Der private Mfzg-Verkehr zahlt über die Zuschläge auf dem Treibstoff eh schon verursachergerecht für unsere neuen und alten Strassen; und das - wie wir wissen - nicht zu wenig! Mit den Einnahmen sollte man zuerst die eigentlich zweckgebundenen Aufgaben finanzieren. Nun, man muss sich nicht wundern, wenn die Strassenkasse plötzlich leer ist, wenn man die Einnahmen zuerst für SBB und allgemeine Bundeskasse zeckentfremdet umverteilt.

    • anne marie am 14.10.2013 19:01 Report Diesen Beitrag melden

      Ja wohl.

      würde das Geld auch wirklich in die Schweizerstrassen fliessen, hätte ich kein Problem 100.- zu Zahlen, aber da wir ja alles wissen das, dieses geld und auch das von der Verkehrsteuer nich dafür ausgegeben wird für das es eigendlich wäre, möchte ich auch nicht freiwillig 100.- zahlen. und schon gar nicht eine E-Vingnete die dann sowiso überteuert ist...

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