Engpass

29. Dezember 2016 11:41; Akt: 29.12.2016 12:07 Print

Die Grippe geht um – und Impfstoffe sind knapp

Impfstoffe sind nicht unbegrenzt lange haltbar. Steigt die Nachfrage kurzfristig, kann es Engpässe geben.

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Die Grippewelle hat die Schweiz erreicht, viele lassen sich trotzdem nicht impfen. (Symbolbild) (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

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Engpässe bei der Lieferung von Impfstoffen sind in der Schweiz häufiger geworden. Wenn die Nachfrage kurzfristig steigt, wie bei der aktuell grassierenden Grippe, können die Präparate knapp werden. Auch weil Inhaltsstoffe nicht unbegrenzt haltbar sind.

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In einem aktuellen Fall musste ein Aargauer Hausarzt seinen Patienten ans Kantonspital Baden verweisen, wie die «Aargauer Zeitung» berichtet. Weder er noch Kollegen oder die Apotheke hatten den Impfstoff vorrätig, das Kantonsspital konnte auf ein kleines Restlager zurückgreifen.

Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt die Grippeimfpung im Oktober oder November machen zu lassen, da der Schutz sechs Monate anhält. Auch jetzt kann man sich aber noch impfen lassen, allerdings dauert es ein bis zwei Wochen, bis diese wirkt. Wird man in dieser Zeit angesteckt, besteht der Schutz noch nicht.

Pflichtlager geplant

Impfstoffengpässe sind nicht nur in der Schweiz ein Problem. Laut einer Umfrage der Weltgesundheitsorganisation WHO in Europa im Jahr 2015 meldeten 77 Prozent der befragten Länder, dass sie in dem Jahr mindestens einen Versorgungsengpass bei Impfstoffen erlebt haben. Diesen Sommer fehlte in der Schweiz ein Keuchhusten-Präparat für Kleinkinder.

Ein Pflichtlager für Impfstoffe soll solche Engpässe in Zukunft verhindern. Die entsprechende Verordnung ist seit Oktober in Kraft. BAG und das BWL rechnen allerdings damit, dass der Aufbau dieser Lager etwa zwei Jahre dauern wird.

Grippe breitet sich rasant aus

Die Grippe ist seit einer Woche in der Schweiz auf dem Vormarsch und dürfte den einen oder die andere just über die Feier- oder Ferientage ins Bett zwingen. Die Welle ist früher in der Schweiz angekommen als in früheren Jahren.

Ärztinnen und Ärzte, die dem Meldesysteme für übertragbare Krankheiten (Sentinella-Meldesystem) angeschlossen sind, meldeten in der vergangenen Woche 18,1 Grippe-Verdachtsfälle auf 1000 Arztkonsultationen, wie das Bundesamt für Gesundheit auf seiner Webseite schreibt.

Dies entspricht 153 pro 100'000 Einwohner. Die Grippe tritt damit gegenüber der Vorwoche verstärkt auf, denn in der Vorwoche hatte das BAG noch 71 Verdachtsfälle auf 100'000 Einwohner gemeldet. Der Schwellenwert, von dem an in der laufenden Grippesaison von Epidemie gesprochen wird, liegt bei 64 Verdachtsfällen pro 100'000 Einwohner.

In den meisten Regionen der Schweiz ist die Grippe weit verbreitet. Etwas weniger Verdachtsfälle gab es lediglich in den Nordwestschweizer Kantonen sowie in der Zentralschweiz.

(ij/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Don Logan am 28.12.2016 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    zuhause bleiben

    Bitte zuhause bleiben, wenn ihr die Grippe habt, sonst werden andere Menschen unnötig angesteckt.

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  • Doktor Gesund am 28.12.2016 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Alle Jahre wieder

    Leute bitte bleibt zu Hause, diese Grippe ist hoch ansteckend, fängt eigentlich ganz harmlos an, mit einem Husten und urplötzlich hat man Fieber.

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  • Gibr am 28.12.2016 13:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leider

    Mich hatte es vor zwei Wochen erwischt und bin nach fast zwei Wochen das Zeug nochnicht ganz los.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Madara Uchiha am 29.12.2016 17:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    jaja

    impfen...... jaja wen man glück hat wird einem den richtigen grippen stam gespritzt wen es ein falscher ist kann die grippe dann wegen der impfung sogar noch härter sein wens einen erwischt deswegen nicht impfen :) ausser sein inumsystem ist schlecht

  • Bahnchaot am 29.12.2016 16:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    lustig

    haha, von der Grippe sind wir verschont geblieben, dafür haben alle Scharlach

  • Jürg Bertschinger am 29.12.2016 15:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weihnachtsgrippe

    Durfte Weihnachten auch zu Hause im Bett feiern. Nach einer Woche Delirium geht's nun langsam aufwärts. Deshalb auch von mir die dringende Empfehlung: Wer Symptome aufweist sollte echt zu Hause bleiben um das Virus nicht weiter zu geben.

  • SonjaA am 29.12.2016 15:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Essen hilft ein wenig!

    Esst viel Yoghurt, Broccoli und Früchte! Ab und zu ein Glas heisse Milch mit Honig, Nüsse und trinkt minimum 2 Liter am Tag, so wird Euch die Grippe weniger heftig treffen, da die körpereigenen Abwehrstoffe aktiviert sind!

  • Norris am 29.12.2016 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    ......

    Wer erst jetzt impft, ist sowieso schon zu spät dran. Wünsche allen gute Besserung. Schlafen, schlafen, schlafen. Ist immer noch die beste Medizin.