AKW Leibstadt

17. Juli 2014 14:06; Akt: 17.07.2014 14:31 Print

Die Löcher im AKW sind zugeschweisst

Die Bohrlöcher in der Sicherheitshülle des Reaktordruckbehälters des AKW Leibstadt sind geflickt. Das Ensi hat die Reparaturarbeiten aber noch nicht abgesegnet.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die vor Kurzem entdeckten sechs Bohrlöcher im Primärcontainment des AKW Leibstadt sind zugeschweisst. Jetzt wartet die Betreiberin auf den Segen des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (Ensi).

Das Kernkraftwerk Leibstadt habe seine Arbeit getan, sagte KKL-Sprecherin Karin Giacomuzzi am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Es sei nun die Aufgabe des Ensi, zu beurteilen, ob die Vorgaben erfüllt worden sind. Die vom Ensi gesetzte Frist läuft am Freitagabend um 23 Uhr ab. Bis zu diesem Zeitpunkt wird auch der Ensi-Entscheid erwartet.

Löcher erst nach sechs Jahren entdeckt

Die sechs rund sechs Millimeter dicken Bohrlöcher im Primärcontainment waren vor Kurzem entdeckt worden. Sie waren 2008 von Fremdpersonal für das Aufhängen von Feuerlöschern in die Stahlschutzhülle gebohrt worden. Durch fünf der sechs Bohrlöcher wurden Schrauben eingeführt, ein Loch blieb unbenutzt.

Die Löcher blieben lange unbemerkt, weil die Ensi-Fachleute kurz vor dem Anbringen der Löcher das Containment zum letzten Mal auf seine Dichtheit hin geprüft hatten. Eine Gefahr, dass Radioaktivität entweichen konnte, bestand gemäss KKL und Ensi aber nie, weil im Primärcontainment Unterdruck herrscht.

(sda)