Ab 2020

12. April 2019 10:49; Akt: 12.04.2019 10:58 Print

Die Rega sucht mit einer Drohne nach Verletzten

Die Rega hat eine Drohne entwickelt, mit der sie nach Menschen in Not suchen kann. Sie soll ab 2020 fliegen.

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Seit rund eineinhalb Jahren arbeitet die Rega an ihrem eigenen Drohnen-Projekt. Die Rega-Drohne soll künftig bei Sucheinsätzen für vermisste, verletzte oder erkrankte Personen ergänzend zum Einsatz kommen, beispielsweise wenn schlechte Sichtverhältnisse den Einsatz eines Helikopters verunmöglichen. Solche Einsätze fänden in enger Absprache mit anderen Einsatzpartnern statt, schreibt die Rega. Bis das Drohnen-System ab 2020 bei Suchaktionen eingesetzt werden könne, stünden weitere umfangreiche Testflüge an.

«Die Rega setzt seit ihrer Gründung modernste Technologien ein, um die Luftrettung weiter zu verbessern und noch mehr Menschen in Not zu helfen», wird CEO Ernst Kohler in einer Mitteilung zitiert. «Ich bin überzeugt, dass die Rega-Drohne das Einsatzspektrum der Rega nochmals erweitern wird», so Kohler. Bei der Entwicklung des Drohnen-Systems konnte die Rega ihre jahrzehntelange Erfahrung aus unzähligen Suchaktionen einbringen. Allein im letzten Jahr suchte die Rega rund 160-mal aus der Luft nach einer vermissten Person, weil ein begründeter Verdacht bestand, dass eine Person Hilfe benötigt.

Die Drohne sieht aus wie ein Mini-Helikopter

Mit drei Rotorblättern und einem Rotordurchmesser von etwas mehr als zwei Metern sieht die neue Rega-Drohne aus wie ein Mini-Helikopter und hat äusserlich nicht viele Gemeinsamkeiten mit handelsüblichen Multikopter-Drohnen. Bei einem Sucheinsatz fliegt sie in einer Höhe von 80 bis 100 Metern dank Satellitennavigation präzise und autonom grossflächige Suchgebiete auf einer vordefinierten Route ab.


(Video: Rega)

Anderen Luftfahrzeugen oder Hindernissen, wie beispielsweise Kabeln oder Helikoptern, weicht sie selbständig aus. Dafür sorgen Antikollisionssysteme sowie zahlreiche an Bord gespeicherte Informationen wie Geländemodell und Hindernisdatenbanken. Die Drohne wird nicht über dicht besiedelten Gebieten oder in Flugplatznähe eingesetzt. Zudem ist sie mit einem Notfallschirm ausgerüstet.

Neu entwickelt

Laut der Rega gab es auf dem Markt kein Drohnen-System, das die Anforderungen der Rega erfüllt hätte. Insbesondere die Möglichkeit, eine verhältnismässig kleine, leichte und flexible Drohne über mehrere Kilometer Distanz und während mehrerer Stunden Einsatzdauer ohne Sichtverbindung zum Drohnen-Piloten einzusetzen, gebe es heute noch nicht.

«Deshalb haben wir selber die Initiative ergriffen und die Rega-Drohne gemeinsam mit geeigneten Partnern entwickelt», so Sascha Hardegger, Leiter Helikopter Einsatz und Projektverantwortlicher. So wurde eine Software zusammen mit der ETH entwickelt.

(daw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Xabionaut am 12.04.2019 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    am richtigen Ort!

    Drohnen am richtigen Ort ist eine gute Sache.

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  • Damorand am 12.04.2019 10:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toll

    Eifach nur geil!

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  • Mit 5G noch besser am 12.04.2019 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    Super Idee

    Vielleicht könnte die Drohne auch ein minimum an Erstversorgung (Medizin, Wasser, Nahrung usw.) Abwerfen?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Doris Sarmenstorf am 12.04.2019 18:28 Report Diesen Beitrag melden

    Rega dein Helfer

    Ich finde es sehr nützlich und sicher, dass es über uns Rega Drohnen fliegen. So kann man sicher über die Zebrastreifen laufen und wenn uns ein Auto überfährt sie schneller vor Ort sind.

  • Klaas K. am 12.04.2019 18:19 Report Diesen Beitrag melden

    Alles klar...ein Skandal

    Jetzt weiss man, wo die astronomisch hohen Gönnerbeiträge verpuffen. Eine Katastrophe.

  • marko 34 am 12.04.2019 17:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meinung

    Genau meine Meinung

  • Mewo am 12.04.2019 16:41 Report Diesen Beitrag melden

    Noobs

    ..."mehrerer Stunden Einsatzdauer ohne Sichtverbindung zum Drohnen-Piloten einzusetzen, gebe es heute noch nicht." LOL natürlich gibt es diese, sind sogar mit Luft Boden Bewaffnung ausgestatted.

  • Modellhelipilot am 12.04.2019 15:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tipp an die Rega

    Hammer Drone. Noch ein Tipp an die Rega Ingenieure. Einfach mal in Google "roban EC-135" eingeben und das erste Video anschauen. Ein solcher Rumpf würde der Drone definitiv noch den letzten Schliff verleien. :-)