Billag-Boykott

18. Februar 2011 14:47; Akt: 18.02.2011 15:05 Print

Die SVP krebst zurück

Die SVP ruft nun doch nicht zum Boykott der Billag-Gebühren auf. Sie will stattdessen die Radio- und TV-Gebühren auf 200 Franken senken.

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SVP-Parteipräsident Toni Brunner: Nichts mit Billag-Boykott.

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Die Parteileitung der SVP hat das von
Parteipräsident Toni Brunner aufs Tapet gebrachte Thema am Freitag diskutiert und ist zum Schluss gekommen, auf den Aufruf zu verzichten.

Man wolle nicht, dass die Teilnehmer eines solchen Boykotts kriminalisiert würden, teilte SVP-Generalsekretär Martin Baltisser auf Anfrage mit.

Die Partei beschränkt sich stattdessen darauf, die Petition ihrer Nationalrätin Nathalie Rickli zu unterstützen. Rickli sammelt gegenwärtig Unterschriften für ihre Bittschrift «Radio- und Fernsehgebühren: 200 Franken sind genug». Derzeit liegen die Gebühren bei 462.40 Franken pro Jahr.

Schawinski als Auslöser

Auslöser für die Diskussion um einen Gebührenboykott war, dass das Schweizer Fernsehen Anfang Februar den Medienunternehmer Roger Schawinski für eine eigene Talkshow engagiert hatte.

SVP-Präsident Toni Brunner äusserte danach in mehreren Medienberichten den Verdacht, dass das Schweizer Radio und Fernsehen absichtlich alle Positionen mit SVP-Hassern besetze. Dabei kündigte er auch an, über einen Aufruf zum Billag-Gebührenboykott zu diskutieren.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • gast am 18.02.2011 15:21 Report Diesen Beitrag melden

    Niveau

    Allein schon die Idee, wegen einer einzigen Person einen Gebührenstreik zu erwägen lässt erahnen, auf welch tiefem Nieveau in der Schweiz politisiert wird.

  • Toni der Brunner am 18.02.2011 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    Pro SVP

    Da wär ich sofort dabeigewesen und mit mir wohl noch so mancher der die Schweizer Fernseh- und Radiolandschaft nicht ausstehen kann.

  • Enzo v.B. am 18.02.2011 17:46 Report Diesen Beitrag melden

    TV-Gebühren - billiger Vorwand!

    gewisse svp protagonisten versuchen sich wieder (zwecks profilierung)als rattenfänger.rätselhaft,weshalb soviele sich von dem verein um den Finger wickeln lassen.einfach widerlich.....

Die neusten Leser-Kommentare

  • Wenzin am 21.02.2011 12:58 Report Diesen Beitrag melden

    Dies zeigt

    dass die SVP durchaus in der Lage ist, eine eigene Idee zugunsten einer besseren zu verwerfen, ohne Probleme mit dem Ego zu bekommen. Derartiges Verhalten verdient meinen Respekt. Genau dieses Verhalten erwarte ich von Parlament und Bundesrat. Aber die halten lieber wie Klammeraffen an "ihren" Ideen fest, selbst wenn sie augenscheinlich noch so schädlich für das Volk sind. Und deshalb erhält bei den nächsten Wahlen die SVP von mir ihre Chance.

  • YouTuber am 21.02.2011 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer Fernsehen - gähn ...

    Ich finde das Fernsehen zu teuer. News bekommt man heutzutage überall her. Die Filme sind meistens langweilig. Schade, dass die SVP sich jetzt als Höseler entpuppen. Wir sollten auch einmal eine Revolution starten. Dafür sind wir aber zu sehr Schweizer ... danke an Nathalie Rickli, welche noch Mut zeigt und diese Petition startet.

  • Opfikoner am 20.02.2011 18:03 Report Diesen Beitrag melden

    Doppelzüngig

    Und im Gegenzug kauft die SVP alle Lokalblätter auf, kauft sich den Gemeinderat und steckt sich das Steuergeld in die eigene Tasche und funktioniert das Blatt in SVP Propaganda um. Vielfach schon passiert und aktueller Fall Opfikon. Wieso berichtet 20min nicht darüber? SVP spielt ein Spiel mit den Wählern, falls noch nicht gemerkt.

  • Orlock am 20.02.2011 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    Bund kann Inkasso selber machen.

    Alleine schon durch das Inkasso der Billag kostet das soviel.Warum muss eine Private Firma diese gebühren eintreiben.Der Bund kann das locker selber.Die Finanzverwaltung kann das selber regeln.Und diese Löhne sind schon bezahlt.Warscheinlich ist die hälfte der Gebühren eh reine Einnahme der Billag.Das ist ja schon Vetternwirtschaft was da abgeht.Also stimme vote ich für Nathalies Action

  • MikeZ am 19.02.2011 17:20 Report Diesen Beitrag melden

    Gebuehrenmonster punkt CH

    Den ersten Schritt für die Beschränkung der Gebühren kann man durch Unterstützung der Petition "Radio- und Fernsehgebühren: 200 Franken sind genug" unternehmen. Einfach unter gebuehrenmonster.ch mitmachen.