Super League

16. Juli 2014 08:32; Akt: 16.07.2014 09:30 Print

Die Saison beginnt mit zwei Hochrisikospielen

FC Aarau gegen FC Basel und ein Zürcher Derby: Der Anpfiff zur Saison ist so heiss, dass Basler Fans zuhause bleiben sollen und die Zürcher Polizei die Stufe Rot ausruft.

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König Fussball kehrt am Wochenende in die Schweiz zurück: Am Samstag beginnt die neue Saison der Super League. Gleich zwei der Begegnungen werden als Hochrisikospiele eingestuft: Auf dem Brügglifeld empfängt der FC Aarau am Samstag um 17.45 Uhr den amtierenden Schweizer Meister FC Basel. Und am Sonntag spielt der FC Zürich um 16 Uhr gegen die Grasshoppers im Letzigrund.

Dass der FCB in Aarau vor weniger Basler Fans als auch schon spielen wird, war klar. Die Swiss Football League lässt den Gästesektor im Brügglifeld sperren – als Sanktion gegen die Ausschreitungen im Spiel vom 15. Mai 2014. Nach Spielschluss stürmten Basler Fans den Platz. Es kam zu Schlägereien und Scharmützeln zwischen verschiedenen Fangruppen und Sicherheitskräften. Mehrere Personen wurden verletzt.

Basler Fans: «Bitte nicht nach Aarau fahren»

Der FC Aarau sorgte am Montag mit einer Mitteilung für Aufsehen: Der Verein bittet inständig darum, dass sich aufgrund des geschlossenen Gästesektors «die wahren Fussballfans an die Regeln halten» sollen. Etwas konkreter formuliert: «Insbesondere bitten wir alle Fans des FC Basel, nicht nach Aarau zu fahren – sämtliche Tageskassen bleiben geschlossen.» Philippe Guggisberg, Sprecher der Swiss Football League, sagt zu 20 Minuten: «Die Umsetzung des Entscheides ist Sache des FC Aarau. Der Klub ist – in Zusammenarbeit mit der Polizei – zum Schluss gekommen, dass dies die einzig praktikable Lösung ist.»

Spiel trotzdem als Hochrisikospiel eingestuft

Der Sicherheitschef des FC Aarau, Thomas Gloor, traue der Sache trotzdem nicht, schreibt die «Aargauer Zeitung». Dies, obwohl die Muttenzerkurve auf der Website der Basler Fans deutlich machte: «Do bim Saisonstart dr Gäschtesektor gschlosse isch, verzichte mir uff e Aareis und luege dr Match zämme im Saal.» Es sei, so Gloor, nicht ausgeschlossen, dass dennoch Basler nach Aarau reisten. Gemäss «Aargauer Zeitung» ist es in diesem Fall sogar möglich, dass die Sicherheitskräfte darauf bestehen, dass FCB-Anhänger mitgebrachte Fan-Utensilien abgeben.

«Es wäre schlicht nicht zu verantworten, den Match im Brügglifeld genau gleich wie sonst durchzuführen, ohne Gästesektor», sagt FC-Aarau-Medienchef Remo Conoci zu 20 Minuten. «Wir sagen ja auch nicht, dass keine Basler Fans kommen dürfen – aber wir steuern den Vorverkauf so, dass es möglichst unattraktiv wird.» Conoci weiter: «Wir wollen diesmal einfach einen friedlichen Match, ohne dass kleine Gruppen von Chaoten alles verderben können. Es ist nämlich schon so: Viele sind es ja nicht. Und ich bedauere, dass so wenige Leute dazu in der Lage sind, ein Fussballspiel zu zerstören. Da ist nun wirklich auch die Politik gefordert.» Der FC Basel wollte das Vorgehen des FC Aarau gegenüber 20 Minuten nicht kommentieren.

Stufe Rot auch in Zürich

In Zürich rüsten sich die Sicherheitskräfte ebenfalls auf ein Hochrisikospiel, wenn der FCZ am Sonntag im Derby auf die Hoppers trifft. Das bestätigt Sprecherin Judith Hödl von der Stadtpolizei Zürich: «Ja, es herrscht Stufe Rot. Das bedeutet, dass die Polizei mit dem entsprechenden Aufgebot vor Ort sein wird.» Es bedeutet auch, dass im Stadion kein Alkohol verkauft werden darf. Das dürfte bei den schwülheissen 31 Grad, die Meteo Schweiz für Sonntag voraussagt, für manchen Fussballfan ebenfalls einen klaren Fall von Stufe Rot bedeuten.

(gbr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sogenannter Hooligan am 16.07.2014 10:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig aber Wahr

    Aber gut, dass die Medien auf jeden Fall schon mal gut über die Fans schreiben und auch über die positiven Seiten der Fans schreibt.(Achtung Ironie) Klar das alle ein schlechtes Bild von den Fans haben, da alle nur die schlechte Seite der Fans kennen.

  • Raymond Allaman am 16.07.2014 09:59 Report Diesen Beitrag melden

    Panikmache

    Die Saison hat noch nicht einmal begonnen und von den Medien werden bereits - aus Sicht Letzerer wohl erhoffte - Ausschreitungen zum Thema gemacht.

  • könig fussball am 16.07.2014 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    schade eigentlich

    ...denn genau die wirklichen fans, sind die, die sich auch dieses mal an die regeln halten und deshalb nicht anreisen werden. die chaoten aber werden hingehen und wie immer für probleme sorgen. das einzig gute: so kann man sie besser unterscheiden/rausfiltern. vielleicht wird ja mal etwas getan, das den wirklichen fans und dem fussball zu gute kommt... ich wünsche allen, denen es um fussball geht, eine schöne, faire und unterhaltsame fussballsaison!

Die neusten Leser-Kommentare

  • against_mf am 16.07.2014 16:37 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Ahnung

    Warum erzählen alle hier in Deutschland oder England wäre das Hooligan Problem in festen Händen?? Wart ihr auch schon dort? Ah nein, sonst wüsstet ihr ja dass in England z.B. alles auf die 2.Liga abgeschoben wird da die Medien nicht so darauf fokusiert ist und es dort an vielen Spielen Tote gibt.

  • Othmar am 16.07.2014 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    Vereine sollen zahlen

    Nicht Steuerzahler soll für die Schäden aufkommen. Es wird Zeit, dass die Vereine ihre Schäden selber bezahlen

  • Südkurve/FCZ am 16.07.2014 10:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Derbysieg

    Auf jetzt FC Züri

  • Peterli am 16.07.2014 10:40 Report Diesen Beitrag melden

    Zum Glück...

    ...ist das neue Stadion noch nicht gebaut, sonst würde wohl der Bahnbetrieb ebenfalls noch ins stocken geraten...

  • roger sanches am 16.07.2014 10:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    fussballer

    wahrscheinlich liegt es ganz klar an unseren fussballern..wenn sich die fans einmal durchs spielgeschehen unterhalten würden, müssten sie sich doch gar nicht mit etwas anderem beschäftigen.