19. April 2005 09:34; Akt: 19.04.2005 09:35 Print

Die Schweiz hat 126,7 Milliarden Schulden

Der Schuldenberg beim Bund ist im vergangenen Jahr auf knapp 127 Milliarden Franken gestiegen. Die Bruttoschuld erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um drei Milliarden Franken, wie das Eidgenössische Finanzdepartement bekannt gab.

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Die Staatsquote ging um 0,2 Prozentpunkte zurück.

Der Bund war gemäss der am Dienstag veröffentlichten Staatsrechnung per Ende 2004 brutto mit 126,7 Milliarden Franken im Minus, verglichen mit 123,7 Milliarden im Vorjahr. Das Wachstum des Schuldenbergs hat sich damit wieder etwas beschleunigt. 2004 kamen drei Milliarden Franken an neuen Schulden dazu, im Vorjahr waren es lediglich 1,3 Milliarden Franken gewesen. Abzüglich des Finanzvermögens blieb im Berichtsjahr eine Nettoschuld von 105,1 Milliarden Franken. Diese war damit noch 1,8 Milliarden höher als im Vorjahr.

Unterschiedlich entwickelten sich Staats- und Steuerquote. Die Staatsquote, welche die Ausgaben des Bundes in Prozenten des Bruttoinlandprodukts angibt, ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte auf 11,3 Prozent gesunken. Erklärt wird dies durch die Sparanstrengungen und durch die Tatsache, dass die Wirtschaft stärker gewachsen ist als die Ausgaben des Bundes. Die Steuerquote, welche die Steuereinnahmen des Bundes am Bruttoinlandprodukt misst, ist dagegen leicht um 0,1 Prozentpunkt auf 10,1 Prozent gestiegen.

Das Defizit des Bundes belief sich sich 2004 wie bereits berichtet auf 1,7 Milliarden Franken und war damit nur rund halb so hoch wie budgetiert. Diese beträchtliche Verbesserung sei jedoch kein Grund zur Entwarnung, heisst es in der Botschaft zur Staatsrechnung. Trotz der zahlreichen Entlastungsmassnahmen und einer insgesamt recht befriedigenden Wirtschaftslage habe der Bund seine Ausgaben einmal mehr nicht aus den laufenden Einnahmen finanzieren können.

(ap)