Anti-Food-Waste-Aktion

29. Juni 2018 11:37; Akt: 29.06.2018 13:18 Print

Die 30 Tonnen Tomaten sind schon weg

Die Aktion gegen die Vernichtung von 30 Tonnen reifer Tomaten hat ein riesiges Echo ausgelöst: Bestellungen sind nicht mehr möglich.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Wir sind komplett überrannt worden. Wir haben Hunderte Mails und Telefonanrufe bekommen. Inzwischen mussten wir das Bestellfenster schliessen, weil wir so viele Bestellungen hatten», sagt Initiant Dominik Waser vom Verein Grassrooted. Sie hätten in Bern kurzfristig einen weiteren Lastwagen organisiert. Nun könne man 25,5 Tonnen in den Verkauf bringen, für 4,5 Tonnen habe der Produzent einen anderen Abnehmer gefunden.

Die Tomaten werden heute in Zürich beim Art Dock und in Bern vor dem Lola-Laden abgegeben. «Es kann sein, dass noch ein paar Tomaten übrig bleiben. Die Leute können vorbeikommen, aber wir können nicht garantieren, dass es noch welche hat.»

Das passiert mit dem Gewinn

Ohne die Aktion wären die 30 Tonnen Bio-Tomaten in der Biogas-Anlage gelandet. «Wir sind überwältigt über das Echo. Es ist mehr, als wir uns je erträumt hätten», sagt Waser. Schön sei, dass nun eine breite Öffentlichkeit über Food-Waste nachdenke, darüber, warum einwandfreie Lebensmittel einfach vernichtet würden.

Laut dem Verein geht etwas mehr als ein Drittel des Verkaufspreises an den Bauern, einen Teil fresse der Transport weg. Der Gewinn kommt dem Verein zugute, der künftig Gastrobetriebe mit «Luxusüberschuss» beliefern will. Nun müsse man die Logistik aufbauen und Lagerflächen anmieten.

(daw)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Niki am 29.06.2018 06:12 Report Diesen Beitrag melden

    Subventionen verbieten.........

    Ich sage es nochmals, so lange Lebensmittel subventioniert wird interessiert keine wie viel weggeworfen wird . Mir Zahlen das so odere so.

    einklappen einklappen
  • Peter Wolkenmann am 29.06.2018 06:07 Report Diesen Beitrag melden

    Viel zu teuer

    Das Problem war bei dieser Aktion das Preis/Leistungs Verhältnis... Die Idee war super, die Tomaten wurden aber viel zu teuer verkauft. Vor allem wenn man bedenkt, dass es sich hier um Ausschussware handelte...

    einklappen einklappen
  • Markus Spirig am 29.06.2018 06:05 Report Diesen Beitrag melden

    Zu teuer

    Vier Franken das Kilo ist eindeutig zu viel. Die Entsorgung der Tomaten hätte sogar gekostet und nun versuchen sie sogar, das ganze Malheur noch zu vergolden. Schade!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • sazu am 30.06.2018 20:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Warum so teuer? ist doch ein gutes Ding. Bio Hin oder Her ! Frechheit zu einem Kg Preis von 4.- Fr.

  • Pizzaiola am 30.06.2018 05:34 Report Diesen Beitrag melden

    basta Pasta

    Schönen guten Morgen! Jetzt ist basta Pasta..... Bei aller Liebe zu Tomaten, jetzt habe ich bei 998 Kommentaren Tomaten auf den Augen und schlafe noch eine kleine Runde.

  • Paradeiser am 30.06.2018 04:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sugo

    Genialer Marketing Trick! Ein bisschen die Anti-Food-Waste Nerven anregen, 30'000kg Gratistomaten vor dem Bioreaktor abfangen und zu überrissenen 4.-/kg verkaufen = 120'000 Stutz im Kässeli. Chapeau, vor 40 Jahren kippten die Walliser sie lastwagenweise in die Rhone.

  • David am 30.06.2018 00:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reten wir den thomy

    Schade habs verpasst häte auch 8.- das kilo bezahlt rette was geht

  • .. am 30.06.2018 00:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das schlimme

    Ist doch, dass es für Jede/n, jederzeit, alles haben muss. Ein "Ausverkauft" wird nicht mehr akzeptiert. Beim Smartphone: Ja. Bei Kleider etc: Jein. Bei Lebensmittel: Niemals.