Einbruchschutz

28. September 2018 21:08; Akt: 28.09.2018 21:08 Print

Einbrecher suchen Bargeld und verschmähen iPhones

Einbrecher interessieren sich laut der Polizei weniger für Elektronika – wegen der Seriennummer. Sie haben es vor allem auf Bares und Schmuck abgesehen.

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2017 wurden insgesamt rund 41’300 Einbruchs- und Einschleichdiebstähle registriert, wie Zahlen vom Bundesamt für Statistik (BFS) zeigen. Pro Tag sind das durchschnittlich 113 Einbrüche. Am häufigsten ist die Westschweiz betroffen. Mehrheitlich handelt es sich dabei um private Liegenschaften in Mehrfamilienhäusern.

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Im Kanton St. Gallen spüre man derzeit einen leichten Anstieg, wie Florian Schneider von der Kantonspolizei sagt. «Die dunkle Zeit des Jahres folgt jetzt, und die ist prädestiniert für Einbrecher.» Als Einbrecher wähle man seine Ziele bewusst aus und beobachte das Haus über mehrere Wochen.

Schmuck kann man sehr gut weiterverkaufen

Für klassische Wohnungseinbrecher seien Bargeld und Schmuck die wichtigste Beute. Florian Schneider von der Kantonspolizei St. Gallen erklärt: «Das Geld liegt lose in der Wohnung herum. Schmuck kann man sehr gut weiterverkaufen, deshalb nehmen Einbrecher lieber kleinere Dinge mit.»

Elektronische Geräte beispielsweise seien für sie eher uninteressant: «Meistens sind Fernseher oder Musikanlagen mit einer Seriennummer versehen und sind entsprechend besser nachzuverfolgen.» Ausserdem würden Laptops und Handy ziemlich rasch an Wert verlieren, weil immer wieder neue Versionen auf den Markt kämen. «Für den Einbrecher muss der Moment passen, um im richtigen Zeitpunkt zuzuschlagen», sagt Schneider.

Kontakt zu Nachbarn pflegen

Florian Schneider empfiehlt, das eigene Wohnobjekt genau zu überprüfen: «Man soll sich alles genau anschauen, um die Schwachstellen – wie beispielsweise dünne Fenster oder unsichere Schlösser – festzustellen und zu korrigieren.» Er rät zudem, sich Hilfe zu holen.

Kantonspolizeien bieten eine Sicherheitsberatung an. Oft hätten Einbrecher leichtes Spiel, wenn das Garagentor offen gelassen oder der Briefkasten nicht geleert werde: «Wichtig ist, sich mit den Nachbarn abzusprechen und den Kontakt zu pflegen, damit man gegenseitig auf die Wohnung schauen kann.»

(nzy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • L.P. am 28.09.2018 21:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es war einmal ein wunderbar Land

    Und es werden immer mehr. Schweiz 2018. Traurig, was aus diesem Land geworden ist. Es muss alles angekettet werden und ist nicht mal dann sicher.

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  • Peter Pan am 28.09.2018 21:24 Report Diesen Beitrag melden

    Komische Logik

    Da steht "Mehrheitlich handelt es sich dabei um private Liegenschaften in Mehrfamilienhäusern." Es sollte wohl eher "Privatwohnungen in Mehrfamilienhäusern" heissen. Denn Häuser in Häuser findet man kaum, ausser in Spielzimmern...

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  • Burebueb am 28.09.2018 21:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schärfer Hund und......

    Nachbaraufsicht wie in Canada,wird immer wichtiger

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Die neusten Leser-Kommentare

  • brenda am 29.09.2018 23:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schengen sei dank

    Aber Hauptsache wir haben keine Grenzen mehr.

  • Auch Diebe sind nicht dumm am 29.09.2018 22:35 Report Diesen Beitrag melden

    Handys sind Risiken

    1. Man weiss ja nie welche einstellungen am Handy aktiv sind. 2. Wie gut kann man das Handy von den alten Daten reinigen. 3. Aufwand auch für Kenner zu gross um es weiterverkaufen zu können.

  • CHbürger am 29.09.2018 22:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    verantwortung

    Ich prangere nicht die einbrecher an, sondern DIE politiker die in den letzten 30 jahre trotz warnungen diese fahrlässige politik gefahren haben! Schweizer die davor gewarnt haben und jahrelang ausgebuht und beschimpft wurden dafür, werden diese politiker vor gericht zur rechenschaft ziehen wenn die zeit gekommen ist!

  • Francesco S. am 29.09.2018 17:23 Report Diesen Beitrag melden

    Handys verticken ist nicht so einfach!

    Ein gestohlenes Handy zu verticken ist nicht so einfach. Jedes Gerät besitzt eine IMEI Nummer die fix im Handy gespeichert ist und sich auch nicht ändern lässt. Mit der entsprechenden Software und der IMEI Nummer lässt sich somit ein gestohlenes Handy orten. Das wissen auch potenzielle Einbrecher und lassen solche mehrheiltlich bei Einbrüchen liegen.

  • Ein Leser am 29.09.2018 15:35 Report Diesen Beitrag melden

    So sieht es aus

    Wenn man nichts hat kann man auch nichts holen.

    • Zwei Leser & Schreiber am 29.09.2018 18:22 Report Diesen Beitrag melden

      So ist es wohl

      Wenn man selber hat braucht man auch nichts holen.

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