Ausschaffungen

07. Oktober 2018 11:38; Akt: 07.10.2018 11:38 Print

Die meisten Täter stammen vom Balkan

Eine Statistik legt erstmals dar, woher straffällige Ausländer stammen.

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Seit zwei Jahren sind die Gesetzesbestimmungen zur Ausschaffungsinitiative in Kraft. Nun zeigen erstmals Zahlen, die die «NZZ am Sonntag» unter Berufung auf Zahlen des Bundesamts für Statistik veröffentlicht, woher die ausländischen Straftäter stammen, gegen die von Schweizer Gerichten eine Landesverweisung ausgesprochen wurde.

Letztes Jahr waren es über 1000 solcher Fälle. Davon stammten 350 aus dem Balkan, etwa 160 aus Nordafrika und 90 aus Westafrika. Weitere 300 waren EU-Bürger aus Rumänien (140), Frankreich und Italien (je 30) sowie Deutschland (10).

Laut «NZZ am Sonntag» seien die Landesverweisungen brisant, da umstritten sei, ob sie nicht gegen das Freizügigkeitsabkommen zwischen der Schweiz und der EU verstossen. Aus diesem Grund hatte gemäss der Zeitung das Zürcher Obergericht auch die Landesverweisung gegen einen Deutschen im Nachhinein wieder aufgehoben.

(roy)