Übergewicht, Alkohol, Rauchen

30. Oktober 2018 09:30; Akt: 30.10.2018 16:31 Print

Schweizer fühlen sich gesund, aber...

Neue Zahlen belegen: Die Zahl der Raucher bleibt stabil, während der Alkoholkonsum sinkt. Gesundes Verhalten sei «in Mode», schreiben die Forscher.

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Gesundes Verhalten ist zwar Mode, wie die Forscher des Bundesamt für Statistik (BfS) in ihrer neusten Gesundheitsbefragung schreiben. Deswegen sind die Schweizer aber nicht gesünder geworden. Der risikoreiche Konsum von Alkohol nimmt etwa zu, die Zahl der Raucher verharrt seit Jahren auf hohem Niveau. Auch beim Übergewicht sind viele Schweizer im roten Bereich, wie die Zahlen belegen.

Umfrage
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Alkohol: 82 Prozent der Bevölkerung tranken letztes Jahr Alkohol – etwa gleich viel wie 1992. Während weniger häufig Alkohol konsumiert wird, ist das Rauschtrinken laut BfS «weit verbreitet»: Die Rate bei den jungen Frauen zwischen 15 und 24 Jahren, die mindestens einmal pro Monat innert weniger Stunden viel trinken, stieg zwischen 2007 und 2017 von 12 auf 24 Prozent.

Rauchen: Der Anteil der Raucher in der Bevölkerung liegt seit zehn Jahren bei 27 Prozent. Am höchsten ist er bei den 15- bis 44-jährigen Männern (35 Prozent). Immerhin: Die Menge des konsumierten Tabaks ist zurückgegangen.

Übergewicht: Der Anteil der Personen mit Übergewicht (BMI zwischen 25 und 30) oder Fettleibigkeit (BMI über 30) liegt bei 42 Prozent. Männer sind mit 39 Prozent deutlich häufiger übergewichtig als Frauen (23 Prozent). Wer nur die obligatorische Schule abgeschlossen hat, ist deutlich häufiger übergewichtig.

Ernährung: Zwei Drittel der Bevölkerung achten auf ihre Ernährung. Trotzdem erfüllt nur jeder Fünfte die Ermährungsempfehlungen beim Früchte- und Gemüsekonsum – Frauen (28%) deutlich mehr als Männer (15%). Der Anteil der Vegetarier hat sich in den letzten 25 Jahren von 2 auf 6 Prozent verdreifacht.

Wohlbefinden: 85 Prozent bezeichneten ihren Gesundheitszustand letztes Jahr trotz allem als gut oder sehr gut. Bei den Menschen zwischen 15 und 44 Jahren gaben sogar 93 Prozent an, sich gut oder sehr gut zu fühlen.

(ehs)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mr. Bull am 30.10.2018 10:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Logisch

    Aha, gleich viel alk, bisschen weniger tabak und mehr sport. Aber gesünder werden wir nicht? Wie soll man gesund sein bei dem altagsstress und gefühlten 1000000 studien die uns sagen was gesund macht aber alle etwas anderes behaupten?

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  • herbert.der 2te am 30.10.2018 10:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bin neu hier

    guten Morgen nach einem feinem Frühstück Speck und Rösti gehts weiter in den Tag allen ein schöner Dienstag bis bald

  • wolke007 am 30.10.2018 10:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So gesund leben die Schweizer

    wär dann die Bezeichnung für den Artikel

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Robert am 31.10.2018 08:43 Report Diesen Beitrag melden

    Rauchen verursacht Milliardenschäden

    Während ein bisschen Alkohol ab und zu nichts schadet, ist Rauchen nur eine Suchtkrankheit. Von Genuss (Rauch in sich hineinzuziehen) sprechen eigentlich auch kaum Raucher. Während alles andere noch Sinn machen kann, ist Rauchen einfach total unsinnig. Und klar streitet das jeder ab, wer gibt schon gerne zu oder will einsehen, dass er süchtig ist? Die Folgekosten durch das Rauchen sind höher als die von Alkohol, anderen Drogen und Übergewicht zusammen. Und höher als Steuereinnahmen/AHV Beiträge. Und ja, euer Opa war Kettenraucher und wurde 90, aber von 60-90 im Spital und Pflegeheim...

  • Alex am 31.10.2018 08:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Huch

    Und die sich gesund Fühlenden rennen offenbar ständig zum Arzt. Wie sollten sich sonst die Gesundheitskosten erklären? Ist der Arztbesuch heute so was ähnliches wie ein Freizeitvergnügen?

    • Heinz Maier am 31.10.2018 12:11 Report Diesen Beitrag melden

      @Alex

      ja möglich, vor allem aber bei denjenigen mit der niedrigsten und bereits aufgebrauchten franchise. dann ist der gang zum arzt nämlich kostenlos und wird von der masse finanziert.

    • Idontno am 31.10.2018 12:43 Report Diesen Beitrag melden

      Gesundheitskosten

      Jaja immer wir sind schuld. Klar gibt es, Leute die übertreiben. Dann soll doch KK die Leute die übertreiben genau unter die Lupe nehmen. Und nicht alle müssen büssen! Kk ist und bleibt abzockekasse. Hast du das gefühl, die top Manager arme Leute sind, dass die auf uns schauen...?

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  • Heinz Müller am 31.10.2018 06:59 Report Diesen Beitrag melden

    Interessante Statistik

    Sehr schöne Statistik zu Fettleibigkeit. Ich sag nur: 5 von 100 Menschen verstehen nichts von Prozentrechnung, das sind mehr als 10 Prozent!

    • Julia am 31.10.2018 09:21 Report Diesen Beitrag melden

      @Heinz Müller

      Du gehörst aber selber auch zu diesen 10 Prozent. Aber wahrscheinlich wird das die grössere Hälfte nicht verstehen. Ironie aus.

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  • Swissgirl am 31.10.2018 06:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gewichtige Argumente

    Wir sind voll auf Kurs in ein wirklich dickes Leben. 42% Übergewichtige, davon die Hälfte fettleibig. Die Vielfalt an Krankheiten bei Übergewicht füllt fast eine ganze Seite. Von den Krankheitskosten reden wir jetzt nicht, ja? Jeder entscheidet ja selber, was er/sie in den Einkaufswagen packt, klar, wir lassen uns ja nicht bevormunden. Jeder Appell an die Eigenverantwortung verhallt ungehört im Universum. Es gibt da einen Film der kürzlich im TV ausgestrahlt wurde. Planet der Dicken - essen wir uns zu Tode?. Der sollte sich jeder mal ansehen, wir holen gegenüber Amerika ganz toll auf!

  • Gerechtigkeit am 31.10.2018 00:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Übergewicht - Rate?

    Wie kann die Rate der Übergewichtigen bei 42% liegen, wenn lediglich 39% der Männer und 27% der Frauen übergewichtig sind?

    • schoggifresser@gmail.com am 31.10.2018 05:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gerechtigkeit

      Überleg dir doch mal ganz genau und logisch wie es die Studien verantwortlichen auch immer wieder tun müssen. Also die Differenz zwischen den übergewichtigen Menschen zur genannten Anzahl Prozenten, besteht darin, dass die Babys miteinbezogen, aber zu den Erwachsenen gezählt wurden. Daraus entstand dann eine Studiengerechte mischrechnung, die wir Laien nicht verstehen können, aber glauben....

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