SBB-Chef gesucht

05. September 2019 04:47; Akt: 05.09.2019 07:40 Print

Diese Bahnmanager könnten auf Meyer folgen

Nachdem SBB-Chef Andreas Meyer den Hut nimmt, dreht das Kandidaten-Karussell. Pro Bahn fordert einen Nachfolger mit Eisenbahner-Stallgeruch.

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Per Ende 2020 räumt SBB-Chef Andreas Meyer seinen Posten. «Wenn ich etwas anderes im Leben machen will, dann muss ich es jetzt machen», begründete er seinen Entscheid.

Die SBB sucht jetzt einen Nachfolger für Meyer. Dieser muss nach der Kritik der Gewerkschaften am Management nach dem tragischen Tod von Zugchef Bruno R. die Basis wieder hinter sich bringen.

«Aussichtsreicher Kandidat aus dem Ausland noch nicht in Sicht»

Walter von Andrian, Chefredaktor der Schweizer Eisenbahn-Revue, sagt: «Einen aussichtsreichen Kandidaten aus dem Ausland sehe ich noch nicht. Infrage kommt wohl am ehesten ein Chef einer Privatbahn im Inland.» So portieren Verkehrspolitiker bereits die Namen Renato Fasciati, seit Juni 2016 Chef der Rhätischen Bahn oder Bernard Guillelmon, seit Juli 2008 Chef der BLS.

Auch Thomas Küchler, Chef der SOB Südostbahn, könnte ein Anwärter sein. Er kennt auch die SBB, war er dort doch Leiter der Sparte Unterhalt, Bau und Unterhalt. Daneben sind auch SBB-interne Lösungen denkbar.

Pro Bahn lobt Küchler

Für Edwin Dutler von der Kundenorganisation Pro Bahn ist klar: «Der neue SBB-Chef muss den Stallgeruch eines Eisenbahners haben. Der grösste Frust wäre es, wenn ein ausländischer Manager oder ein Branchenfremder das Rennen machen würde.»

Grosse Stücke hält Dutler auf SOB-Chef Küchler. «Er hätte das Zeug. Die SOB hat zusammen mit dem Schienenfahrzeug-Hersteller Stadler Rail mit dem Traverso einen Zug geschaffen, der in Sachen Komfort im Interregio-Bereich neue Massstäbe setzt.» Der Zug, der zwischen St. Gallen und Luzern verkehre, sei an den Bahnmesse Innotrans in Berlin gefeiert worden. «Ganz Europa blickt auf diesen Zug.»

Gemäss Verwaltungsratspräsidentin Monika Ribar ist die SBB offen für «unkonventionelle Lösungen, deshalb prüfe man Nachfolgekandidaten sowohl intern als auch extern. Eine Frau sei herzlich willkommen. Die «eierlegende Wollmilchsau» werde man nicht finden. Wichtig sei eine Affinität für die Politik und die Öffentlichkeit. Auf alle Fälle werde der Lohn für den zukünftigen SBB-CEO niedriger sein. Dabei halte man sich an die Vorgaben des Bundesrates.

(daw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Willi am 05.09.2019 05:36 Report Diesen Beitrag melden

    Sicher nicht Hähne ...

    der wird doch bald pensioniert und ist Teil des Problems.

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  • Saalwart Mägge am 05.09.2019 05:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sbb für mich gestorben..

    Hauptsache einer der Ahnung von Zügen hat und nicht nur vom Geld...

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  • Heinz am 05.09.2019 05:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Sorge

    Es hat genügend Anwärter. Der Grund muss ich hier nicht erklären.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jüege am 06.09.2019 22:36 Report Diesen Beitrag melden

    Nur 500´000

    Ich verliere bald den Job, könnte das also auch machen. Mit 500`000 pro Jahr wäre ich zufrieden.

  • Tom Rademaekers am 06.09.2019 21:45 Report Diesen Beitrag melden

    Ratatouille

    Das Ratatouille verlässt das sinke Schiff. Hoffe es gibt nicht all zu viele vergoldete Zuchetti, etc.

  • Herr Max Bünzli der mit Zopf und Hut am 06.09.2019 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    der Fisch stinkt bekanntlich immer von Oben!

  • Sabine am 06.09.2019 10:40 Report Diesen Beitrag melden

    Vorschlag

    Da es bei diesem Job nur um repräsentative Aufgaben geht, der Rest ist ja vom Staat gesteuert und durch die SBB Mitarbeiter, schlage ich vor das Ihr eine/n Ex Bachelorette Kandidaten nehmt.

    • Mario M. am 06.09.2019 11:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sabine

      Schön dass du aus deiner eigener Erfahrung zu wissen scheinst, dass es Däumchendreher Jobs gibt. Wenn du bei deiner Arbeit unterfordert bist rate ich dir mit deinem Chef zu sprechen. Ich kann dir aber aus erster Hand sagen, dass die Arbeit von Andreas Meyer alles andere als nur eine repräsentative Arbeit ist, sondern dass er das ganze Operative Geschäft der SBB leitet, einem Unternehmen mit knapp 33000 Mitarbeiter.. solche Kommentare sind beschämend und verleumdend

    • leon am 06.09.2019 11:35 Report Diesen Beitrag melden

      das wärs

      @mario sabine hat recht, eine bachelorette das wärs. die leitenden angestellten würden ihr aus der hand fressen.

    • Wodoomaster am 06.09.2019 12:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mario M.

      Warum hat er dann bei den Elementarsten Entscheidungen versagt? Der kann nicht alles machen für das gibt es Handlanger welche auch ei 6-Stelliges "Geschenk" bekommen aber der Meier hatte nicht mal das wichtigste im Griff.

    • Quali? am 06.09.2019 12:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @leon

      Und. Vor lauter Hormonen die Sicherheit vergessen - zu deinem Schaden ...

    • Mario M. am 06.09.2019 14:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Wodoomaster

      Ist dir bewusst was der Meyer in den letzten 13 Jahren alles erreicht und bewegt hat? Die Kunden sind extrem verwöhnt, denken 3 Minuten Verspätung sind schlimm, die Preise zu hoch, die Kunden schmeissen Zigis auf die Gleise und schmeissen den Abfall in den Zügen weg, verursachen imense Kosten und denken die SBB könne überall sparen. Denken bei einer Beschaffung von Rollmaterial kann man einfach selber entscheiden. Es gibt da öffentliche Beschaffungsrichtlinien wo sich auch die SBB daran halten muss. Die CH hat das dicht befahrendste ZugNetz der Welt, wenn da ein Zug ausfällt - Dominoeffekt

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  • Paul am 06.09.2019 09:32 Report Diesen Beitrag melden

    Merkel braucht einen neuen Job

    Wir schaffen das, würde Sie dann zum desaströsen Zustand der Bahn sagen. Der angebliche Fachkräftemangel ist auch bald vergessen, wenn Sie ihre Jungs mitbringt.