Chronik

29. April 2019 04:48; Akt: 29.04.2019 06:40 Print

19 Lawinentote in vier Monaten

Bei einem Lawinenniedergang im Wallis verloren vier Menschen ihr Leben. Dieses Jahr gingen besonders viele Lawinen nieder. Mehrere Menschen starben.

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Ein 31-jähriger Snowboarder wird in Davos von einer Lawine verschüttet. Er verstirbt einen Tag später im Spital. Ein 56-jähriger Skitourenfahrer wird in Flumserberg SG von einer Lawine verschüttet und verstirbt daraufhin im Spital. Im Gebiet Hoch Fulen / Griesstal / Rot Grat geht eine Lawine nieder, die zwei Personen erfasst. Eine 43-jährige Frau erliegt wenige Tage später ihren Verletzungen. (Symbolbild) Ein 27-jähriger Slowake kommt im Gebiet Val d'Es-cha im Kanton Graubünden unter eine Lawine. Er kann wegen der Lawinengefahr erst drei Tage später tot geborgen werden. Im Skigebiet «Croset» werden zwei Patrouilleure von einer Lawine erfasst. Ein 24-jähriger Schweizer kann trotz sofort eingeleiteter Rettung nur tot geborgen werden. In der Region Nendaz VS kommt eine 20-jährige Schwedin ums Leben. Eine Lawine hatte eine Gruppe von Skifahrern, mit der sie unterwegs war, erfasst. Ein 55-jähriger Wanderer stirbt an den Folgen der Verletzungen, die er sich nach einem Lawinenniedergang in den Freiburger Voralpen zugezogen hatte. Bei einem Lawinenniedergang in der Region Château-d'Oex VD werden sieben Skiwanderer erfasst. Ein 39-jähriger Franzose stirbt. Ein Paar wird auf einer Skitour im Berner Oberland von einer Lawine verschüttet. Drittpersonen können die Frau retten, der Mann stirbt in den Schneemassen. Ein 59-jähriger Schneeschuhwanderer stirbt im Kanton Freiburg nach einem Lawinenabgang. Er war alleine im Gebiet unterwegs. Am Niesen im Berner Oberland geht eine Lawine nieder. Ein 27-jähriger Mann aus dem Kanton Bern wird geborgen, stirbt aber wenige Stunden später im Spital. Ein 52-jähriger Mann löst auf dem Berg Märe in der Gemeinde Plaffeien FR eine Lawine aus, die ihn 600 Meter in die Tiefe reisst. Er stirbt kurz nach seiner Bergung im Spital. Eine Lawine geht auf eine Skipiste im Skigebiet Crans-Montana nieder. Ein 34-jähriger Pisten-Patrouilleur der lokalen Bergbahnen wird verschüttet und stirbt. Ein 60-jähriger Walliser stirbt im Gebiet «Vordere Grindjelwald». Er wird von Rettungskräften tot im Bachbett der Turtmänna gefunden. Dort ging zuvor eine Lawine nieder. Vier Skitourengänger werden in Malaluy VS von einer Lawine erfasst, ein 37-jähriger Waadtländer verstirbt dabei. Eine Gruppe von Skitourengängern aus Deutschland gerät am 26. April in Fieschertal VS in eine Lawine. Die vier Verschütteten können einen Tag später nur noch tot geborgen werden. (Archiv) Die deutschen Staatsangehörigen waren von der ... ... Finsteraarhornhütte aus aufgebrochen. Ihr Ziel war die ... ... Konkordia Hütte. Die Lawine ging in der Grünhornlücke nieder. Wie ein Retter erzählt, wurden die Personen von der Lawine überrollt. Sie hatten keine Chance. Das Bild zeigt den Aletschgletscher oberhalb von Fieschertal. (Archiv)

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Eine Gruppe deutscher Skitourenfahrer ist am Freitag bei einem Lawinenniedergang in Fieschertal (VS) verschüttet worden. Die vier Personen konnten am Samstag von den Rettern nur noch tot geborgen werden. Bei keinem anderen Lawinenniedergang dieses Jahr wurden so viele Menschen getötet.

Bisher sind diesen Winter 19 Menschen in der Schweiz einer Lawine zum Opfer gefallen. Bis Ende März wurden 187 Personen von einer Lawine erfasst – deutlich mehr als im langjährigen Durchschnitt, wie die Zeitungen von «CH Media» berichten. Die Saison sei laut dem Schnee- und Lawinenforschungsinstitut SLF «überdurchschnittlich gefährlich», so die Zeitung.

Zu tödlichen Lawinenabgängen kam es dieses Jahr an diesen Orten:

3. Januar, Davos

Ein 31-jähriger Snowboarder wird in Davos von einer Lawine verschüttet. Er verstirbt einen Tag später im Spital.

3. Januar, Flumserberg SG

Ein 56-jähriger Skitourenfahrer wird in Flumserberg SG von einer Lawine verschüttet und verstirbt daraufhin im Spital.

3. Januar, Silenen UR

Im Gebiet Hoch Fulen / Griesstal / Rot Grat geht eine Lawine nieder, die zwei Personen erfasst. Eine 43-jährige Frau erliegt wenige Tage später ihren Verletzungen.

13. Januar, Val d'Es-cha GR

Ein 27-jähriger Slowake kommt im Gebiet Val d'Es-cha im Kanton Graubünden unter eine Lawine. Er kann wegen der Lawinengefahr erst drei Tage später tot geborgen werden.

14. Januar, Portes du Soleil VS

Im Skigebiet «Croset» werden zwei Patrouilleure von einer Lawine erfasst. Ein 24-jähriger Schweizer kann trotz sofort eingeleiteter Rettung nur tot geborgen werden.

15. Januar, Mont Gond VS

In der Region Nendaz VS kommt eine 20-jährige Schwedin ums Leben. Eine Lawine hatte eine Gruppe von Skifahrern, mit der sie unterwegs war, erfasst.

19. Januar, La Rupa FR

Ein 55-jähriger Wanderer stirbt an den Folgen der Verletzungen, die er sich nach einem Lawinenniedergang in den Freiburger Voralpen zugezogen hatte.

19. Januar, Vanil Carré VD

Bei einem Lawinenniedergang in der Region Château-d'Oex VD werden sieben Skiwanderer erfasst. Ein 39-jähriger Franzose stirbt.

2. Februar, Meniggrat BE

Ein Paar wird auf einer Skitour im Berner Oberland von einer Lawine verschüttet. Drittpersonen können die Frau retten, der Mann stirbt in den Schneemassen.

4. Februar, Les Millets FR

Ein 59-jähriger Schneeschuhwanderer stirbt im Kanton Freiburg nach einem Lawinenabgang. Er war alleine im Gebiet unterwegs.

5. Februar, Niesen BE

Am Niesen im Berner Oberland geht eine Lawine nieder. Ein 27-jähriger Mann aus dem Kanton Bern wird geborgen, stirbt aber wenige Stunden später im Spital.

17. Februar, Märe FR

Ein 52-jähriger Mann löst auf dem Berg Märe in der Gemeinde Plaffeien FR eine Lawine aus, die ihn 600 Meter in die Tiefe reisst. Er stirbt kurz nach seiner Bergung im Spital.

19. Februar, Crans-Montana VS

Eine Lawine geht auf eine Skipiste im Skigebiet Crans-Montana nieder. Ein 34-jähriger Pisten-Patrouilleur der lokalen Bergbahnen wird verschüttet und stirbt.

15. März, Turtmanntal VS

Ein 60-jähriger Walliser stirbt im Gebiet «Vordere Grindjelwald». Er wird von Rettungskräften tot im Bachbett der Turtmänna gefunden. Dort ging zuvor eine Lawine nieder.

24. März, Malaluy VS

Vier Skitourengänger werden in Malaluy VS von einer Lawine erfasst, ein 37-jähriger Waadtländer verstirbt dabei.

26. April, Fieschertal VS

Eine Gruppe von Skitourengängern aus Deutschland gerät in Fieschertal VS in eine Lawine. Die vier Verschütteten können einen Tag später nur noch tot geborgen werden.

(ehs)