Neue Kampagne

08. April 2013 10:44; Akt: 08.04.2013 15:31 Print

Dieser Film soll zur Organspende bewegen

Das Bundesamt für Gesundheit wirbt für mehr Organspender. Im letzten Jahr hat die Zahl der Spenden abgenommen. Mehr als 50 Menschen starben, während sie vergeblich auf ein Organ warteten.

Dieser Film soll Menschen für das Thema Organspende sensibilisieren.
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Mehr Menschen sollten sich mit den Fragen der Organspende auseinandersetzen und ihren persönlichen Willen kundtun. Dies ist das Ziel einer neuen Kampagne des Bundesamts für Gesundheit BAG.

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Wer sich rechtzeitig informiere und einen Entscheid für oder gegen eine Spende fälle, bewahre Angehörige vor einer schwierigen Situation und helfe mit, das Leben schwer kranker Menschen zu retten. Gemäss Umfragen stehe eine Mehrheit einer Organspende nach dem Tod grundsätzlich positiv gegenüber, schreibt das BAG.

Kurzfilm wirbt für Organspende

Müssten indes Angehörige anstelle der verstorbenen Person entscheiden, lehnten sie dies in vielen Fällen ab. Als Grund erachtet das Bundesamt den Umstand, dass viele Angehörige den Willen der verstorbenen Person nicht kennen und einer Organspende im Zweifelsfall nicht zustimmen würden.

Mit einem Kurzfilm will das BAG nun herausstreichen, wie wichtig es ist, sich rechtzeitig für oder gegen eine Organspende zu entscheiden und dies den Angehörigen mitzuteilen.

Bundesrat gegen automatische Organspende

Die Kampagne kommt nur eine Woche nach der Publikation des Jahresberichts der Stiftung Swisstransplant. Demnach hat die Zahl der Organspenden in der Schweiz im vergangenen Jahr gegenüber 2011 um sechs Prozent abgenommen. 53 Menschen starben in diesem Zeitraum während der Wartezeit auf ein Spendeorgan.

Bereits im März hatte der Bundesrat einen Aktionsplan lanciert, um die Zahl der Organspenden zu erhöhen. Allerdings will er von der automatischen Organspende nichts wissen. Mit der sogenannten Widerspruchslösung werden Organe nach dem Tod automatisch entnommen, sofern es der Patient nicht ausdrücklich anders gewünscht hat.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ladynada am 09.04.2013 14:42 Report Diesen Beitrag melden

    "Natürlich leben die Menschen noch"

    20 Minuten schreibt: "Mit der sogenannten Widerspruchslösung werden Organe nach dem Tod automatisch entnommen, sofern es der Patient nicht ausdrücklich anders gewünscht hat." Organe werden von lebenden Körpern und nicht von Toten entnommen! Die Organe würden absterben, wenn der Blutfluss nicht da wäre. Für die Transplantation müssen die Organe noch durchblutet sein, damit die Chirurgen sie bei der Entnahme so präparieren können, dass sie den Weg zum Empfänger überstehen. "Wenn wir die Gesellschaft über die Organspende aufklären, bekommen wir keine Organe mehr." (Prof. Dr. Rudolf Pichlmayr)

  • Vreni Müller am 08.04.2013 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    kein Recht

    Niemand hat das Recht auf die Organe eines anderen Menschen!

  • gaaschte am 08.04.2013 12:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gewissensfrage

    die leute sterben weil sie krankt sind, nicht weil jemand nicht spenden will. ich finde man sollte jenen, die nicht spenden wollen nicht ein schlechtes gewissen einreden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ladynada am 09.04.2013 14:42 Report Diesen Beitrag melden

    "Natürlich leben die Menschen noch"

    20 Minuten schreibt: "Mit der sogenannten Widerspruchslösung werden Organe nach dem Tod automatisch entnommen, sofern es der Patient nicht ausdrücklich anders gewünscht hat." Organe werden von lebenden Körpern und nicht von Toten entnommen! Die Organe würden absterben, wenn der Blutfluss nicht da wäre. Für die Transplantation müssen die Organe noch durchblutet sein, damit die Chirurgen sie bei der Entnahme so präparieren können, dass sie den Weg zum Empfänger überstehen. "Wenn wir die Gesellschaft über die Organspende aufklären, bekommen wir keine Organe mehr." (Prof. Dr. Rudolf Pichlmayr)

  • Debbie S am 08.04.2013 15:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toter Leib

    Trotz des harschen Gegenwindes bleibe ich bei meiner Entscheidung, meine Organe zu spenden und ich vertrau vielleicht etwas naiv den Ärzten. Aber wenn ich Leben retten kann, dann soll man nehmen was brauchbar ist. Ich bin eh tot und will kremiert werden, wen interessieren da ein paar Schnitte?

  • Tom Widmer am 08.04.2013 14:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wiederspruchslösung 

    Die Schweiz sollte eine Wiedrspruchslösung einführen, wie Österreich! Jeder sollte automatisch Spender sein. Wenn es ihm nicht passt muss er aktiv werden und ein NICHT-Organspenderausweis bei sich tragen. Das wäre die beste möglichkeit. Anderer Lösungansatz wäre, dass unser Staat ein Einheitlichen Preis für Organe macht so wie bei den Medikamenten. So hat jeder was, Der Spender und der Empfänger.

  • Ein besorgter Mitbürger am 08.04.2013 14:12 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht vorgesehen von der Natur!

    Dass tote Menschen anderen ihre Organe spenden, ist von der Natur weder vorgesehen noch erwünscht, denn 1. sind Menschen, denen Organe entnommen wird, noch nicht wirklich tot, nur sog. hirntot (die Organe müssen noch warm, also durchblutet sein!) und 2. muss ein Mensch mit einem fremden Organ sein Leben lang täglich viele Medis schlucken, sonst würde sein Körper das Organ abstossen! Das Organ-Entnehmen und Organ-Spenden hat nur einen Grund: Geschäfte machen, Geld verdienen!

  • Max M am 08.04.2013 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    Organspenden

    Ich will nie ein fremdes und ich gebe nie eines......