08. April 2005 15:12; Akt: 08.04.2005 15:13 Print

EDA organisiert keine Reise nach Thailand

Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat eine Reise für Angehörige von Tsunami-Opfern nach Thailand organisieren wollen.

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Mangels Interesse und auf Grund unterschiedlicher Vorstellungen wird der Plan nun aufgegeben.

Die Angehörigen seien im März zwei Mal angefragt worden, ob sie Interesse an einem gemeinsamen Flug in das Katastrophengebiet hätten, bestätigte EDA-Sprecherin Daniela Stoffel einen Bericht von Schweizer Radio DRS 1. Zieldestination wäre Thailand gewesen, wo die meisten Schweizer Tsunami-Opfer zu beklagen sind.

Von den 98 Betroffenen hätten jedoch nur 46 auf das Formular geantwortet. Konkretes Interesse an einer gemeinsamen Reise zeigten gar lediglich 14. «Diese waren zudem in Gruppen von drei bis vier Personen aufgeteilt, die zu völlig unterschiedlichen Daten nach Thailand gehen wollten», führte Stoffel aus.

Anfang April habe das EDA deshalb beschlossen, keine Angehörigen- Reise durchzuführen. Mit Reiseveranstaltern werde aber abgeklärt, ob die Betroffenen zu vergünstigten Konditionen individuell in das Katastrophengebiet fliegen könnten. Kollektive Reisen haben laut Stoffel bisher nur Österreich, Norwegen und Dänemark organisiert.

(sda)