Reisewarnung

15. Februar 2011 17:11; Akt: 15.02.2011 17:11 Print

EDA passt Reisehinweise für Tunesien an

Von Touristen- und nicht dringenden Reisen rät das EDA weiterhin ab. Die Hauptstadt Tunis und Badeorte sind davon ausgenommen. Reiseveranstalter nehmen ab sofort wieder Buchungen an.

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Reiseanbieter wie Kuoni oder Hotelplan nehmen ab sofort wieder Buchungen für Reisen nach Tunesien an. (Bild: Keystone)

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Nach Frankreich und Deutschland hat nun auch die Schweiz die Reisehinweise für Tunesien modifiziert. Weiterhin wird von Touristen- und nicht dringenden Reisen abgeraten. Ausgenommen sind gemäss EDA hingegen Reisen in die Hauptstadt Tunis und die Badeorte an der Küste.

Noch immer befinde sich das Land in einer politischen Krise. Die Lage sei noch nicht stabil, schreibt das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in seinen am Dienstag überarbeiteten Reisehinweisen. Trotz einer vordergründigen Beruhigung seien neue gewalttätige Auseinandersetzungen und Demonstrationen immer noch möglich.

Reisenden, die Tunis oder die Küste besuchen, wird geraten, Kundgebungen und grosse Menschenansammlungen zu meiden. Die Anweisungen der lokalen Behörden seien zu beachten, insbesondere Ausgangssperren, schreibt das EDA weiter.

Reiseveranstalter bieten wieder Reisen an

Die drei grössten Reiseveranstalter in der Schweiz Hotelplan Suisse, Kuoni und TUI Suisse werden ab sofort wieder Buchungen für Reisen nach Tunesien entgegennehmen, wie sie am Dienstag mitteilten. Hotelplan Suisse und TUI Suisse bieten die Reisen per sofort an.

Kuoni nimmt ab dem 26. Februar wieder das gewohnte Winter- Flugprogramm auf die Insel Djerba und nach Tunis auf. Man werde die Situation im Land dennoch genau beobachten, hiess es vonseiten der Reiseunternehmen.

Noch seien nicht alle Hotels buchbar, liess TUI Suisse verlauten. Zudem seien Ausflüge in Tunesien von der Nachfrage und der Lage vor Ort abhängig. Über die Durchführung von Rundreisen ins Hinterland will TUI Suisse in den nächsten Tagen entscheiden. Bei allen Anbietern können bereits gebuchte Reisen nach Tunesien ab sofort nicht mehr spesenfrei annulliert werden.

Der Tourismus ist für Tunesien der wichtigste Devisenbringer. Über 350'000 der rund 10 Millionen Tunesier arbeiten in diesem Sektor.

Von Reisen nach Ägypten rät das EDA weiterhin ab. Kuoni rechnet aber für die Badeferiendestinationen am Roten Meer in den nächsten Tagen mit einer Lockerung der Bestimmungen.

(sda)