Caritas, World Vision und Co.

04. Februar 2019 10:57; Akt: 04.02.2019 11:00 Print

EU streicht Schweizer NGOs über 50 Millionen

Schweizer NGOs erhalten von der EU keinen Zustupf mehr. Dafür sei die rechtliche Grundlage nicht mehr gegeben.

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Zehn Schweizer Nichtregierungsorganisationen (NGO), die in Krisengebieten humanitäre Hilfe leisten, haben kurz vor Weihnachten unerfreuliche Post aus Brüssel bekommen. Wie SRF schreibt, hat die EU-Kommission ihnen mitgeteilt, dass sie ab dem neuen Jahr keine europäischen Gelder mehr erhalten. Die Begründung: Die rechtliche Grundlage reiche nicht mehr aus. Betroffen sind unter anderem Caritas, World Vision oder Médecins Sans Frontières Schweiz. Vergangenes Jahr hatten die NGOs über 50 Millionen Euro erhalten.

Felix Gnehm, Direktor von Solidar Suisse, hat ebenfalls einen solchen Brief erhalten. Zu SRF sagt er, dass es ein kleiner Schock gewesen sei. Zwar hätten sie gewusst, dass die EU derzeit im Rahmen von Brexit überprüfe, wie die Kooperation mit Schweizer Organisationen künftig sein werde. «Aber wir hätten das nicht so schnell, so unmittelbar und so prompt erwartet.»

Laut SRF könnte der Entscheid einen grösseren politischen Kontext haben. Die Diskussionen über diesen Entscheid endeten in der EU-Verwaltung mit einem Streit. Dies würden Dokumente belegen. Während die Generaldirektion, die zuständig für humanitäre Hilfe ist, die Zusammenarbeit nicht beenden wollte, setzte sich der juristische Dienst rund um Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker durch.

(qll)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mani Motz am 04.02.2019 11:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nach ja

    ich nehme an, die Schweiz zahlt mehr an die EU als umgekehrt. Man sollte auch da überprüfen, ob die rechtlichen Grundlagen noch gegeben sind.

    einklappen einklappen
  • Tom_Key am 04.02.2019 11:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ostblock

    Dann geben wir Ihnen die Milliarden für den Ostblock nicht mehr..

    einklappen einklappen
  • Sepp der Beobachter am 04.02.2019 11:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gute Entscheidung

    Die erste sinnvolle Massnahme von Herr Junker mit seinem Team der EU Kommission. Die Frontex schütz die EU Grenzen, deshalb sind alle Schlepperdienste zu unterbinden

Die neusten Leser-Kommentare

  • Chris Maestrani am 04.02.2019 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    Das erste was Brüssel Schlau macht.

    Recht so. Ich würde gerne mal wissen, wieviel von einem gespendeten Franken dann auch wirklich ankommt und nicht in der Chefetage ausbezahlt wird

  • Heinz Meier am 04.02.2019 13:03 Report Diesen Beitrag melden

    Wes Brot ich ess des Liedich sing

    Jetzt ist mir klar warum diese NGO's so EU freundlich argumentieren.

  • Alfred A. am 04.02.2019 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Ehm, man fragt ja nur

    Und wie sieht es mit der Kohäsionsmilliarde aus? Gibt es dafür jetzt auch keine rechtliche Grundlage mehr?

  • Rene am 04.02.2019 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    EU

    50 Millionen Hilfe an die EU streichen! Der Bund soll handeln.

  • Mimi am 04.02.2019 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    Gut

    Sehr gut! Warum sollte jemand zu Unrecht Geld erhalten. Sparen ist angesagt. Zu verschenken gibt es nichts.