Horrorflug Pristina–Basel

25. Juni 2019 11:28; Akt: 25.06.2019 12:09 Print

Ein Fluggast wurde durch Kaffee verbrüht

Nach heftigen Turbulenzen auf einem ALK-Flug von Pristina nach Basel Mitte Juni mussten mehrere Personen ins Spital. Nun liegt der Untersuchungsbericht vor.

Nach der Landung einer ALK-Maschine auf dem Euro-Airport mussten mehrere Personen in ein Basler Spital gebracht werden. (Video: Leser-Reporter/20 Minuten)
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Drei verletzte Personen und fünf mit einem Trauma: Die 121 Passagiere an Bord der ALK -Maschine, die von Pristina nach Basel flog, wurden Mitte Juni kräftig durchgerüttelt (20 Minuten berichtete). Nun haben die kosovarischen Aviatik-Behörden die Untersuchungen zu den Turbulenzen abgeschlossen, wie das Newsportal Albinfo.ch schreibt.

Aus der Medienmitteilung geht hervor, dass das Flugzeug gerade über Montenegro flog, als es zu den Turbulenzen kam. Diese dauerten rund fünf Minuten an. Dabei wurden drei Personen verletzt: Eine stand gerade im Gang als die Turbulenzen begannen, eine Person wurde mit heissem Kaffee überschüttet und eine Person wurde durch ein fallendes Handgepäck verletzt. Fünf weitere erlitten durch die Turbulenzen ein Trauma. In der Zwischenzeit hätten alle Personen das Spital verlassen.

Kein Notfall

Die Piloten hätten keinen Notfall gemeldet und seien auch nicht notgelandet, weil es nicht notwendig gewesen sei. Das Flugzeug kam am 16. Juni um 18.13 Uhr in Basel an. Nach der Ankunft wurde es von der Technik geprüft. Rund zwei Stunden später fand mit demselben Flugzeug ein weiterer Flug zwischen Basel und Pristina statt. Die Landung war dann um 22.20 Uhr.

Die kosovarischen Behörden seien nach diesem Vorfall im ständigen Austausch mit anderen europäischen Aviatik-Behörden gewesen, wie beispielsweise mit dem französischen Bureau d'Enquêtes et d’Analyses pour la Sécurité de l’Aviation Civile (BEA).

Mängel nur an der Innendekoration

Das Flugzeug sei technisch in einem einwandfreien Zustand, habe eine Zulassung und auch die Kontrollen seien jeweils eingehalten worden, schreiben die kosovarischen Behörden. Die dokumentierten Mängel des Flugzeuginneren, die auf veröffentlichten Fotos in den Medien zu sehen sind, würden keine Gefahr für die Flugsicherheit darstellen. Die Bilder würden Mängel an der Innendekoration und nicht Mängel an der Flugzeugstruktur zeigen.

Zum Schluss halten sie fest, dass die Flugsicherheit in keinem Moment gefährdet gewesen sei. Die Turbulenzen seien schlicht unvorhersehbar gewesen, obwohl die Wetterlage vor und während des Flugs verfolgt worden sei.

(qll)