Wahlerfolg

16. November 2019 14:25; Akt: 16.11.2019 14:42 Print

Ein Grüner darf höchster Schweizer werden

Im Jahr 2022 wird eine Vertreterin oder ein Vertreter der Grünen Fraktion das Nationalratspräsidium besetzen. Darauf haben sich die Fraktionen geeinigt.

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Der Nationalratssaal. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)

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Der Erfolg der Grünen bei den eidgenössischen Wahlen zeigt Auswirkungen: Im Jahr 2022 wird eine Vertreterin oder ein Vertreter der Grünen Fraktion das Nationalratspräsidium besetzen. Damit erhält die Partei auch einen Platz im Turnus für das Amt des höchsten Schweizers.

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Darauf hätten sich die Fraktionen am Freitag geeinigt, sagte Roger Nordmann, Fraktionspräsident der SP, am Samstag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte damit einen Bericht der «Schweiz am Wochenende».

«Angemessen» Rechnung tragen

Die Grünen sind im Nationalrat nach den vergangenen Wahlen neu die viertstärkste Fraktion, noch vor der FDP. Stärkste Partei ist die SVP, gefolgt von der SP und dem Mitteverbund CVP, BDP und EVP. Für die Wahl der höchsten Schweizerin oder des höchsten Schweizers muss der Nationalrat gemäss Geschäftsreglement der Stärke der Fraktionen sowie der Amtssprachen «angemessen» Rechnung tragen.

In den vergangenen 100 Jahren wurde die Präsidentschaft abwechselnd den vier grössten Parteien SVP, SP, CVP und FDP übertragen. Am Freitag einigten sich die Fraktionsvorsitzenden auf einen Turnus, der die Grünen miteinbezieht.

Marina Carobbio im Amt

Die Partei muss sich aber noch bis im Dezember 2021 gedulden, denn die beiden Vizepräsidien, die üblicherweise auf die Präsidentschaft folgen, sind schon besetzt. Man habe keine Partei demütigen wollen, so Nordmann. Zudem brauche es Zeit, sich auf das Amt vorzubereiten.

Aktuell im Amt ist Marina Carobbio (SP/TI). Sie wird die Präsidentschaft Anfang Dezember an Isabelle Moret (FDP/VD) abgeben. Im Dezember 2020 folgt dann für ein Jahr eine Vertreterin oder ein Vertreter der SVP. Um wen es sich dabei handelt, ist noch nicht klar. Der für das Amt vorgesehene Heinz Brand (GR) wurde nicht wiedergewählt.

Es wird nicht das erste Mal sein, dass die Grünen den Nationalrat präsidieren. Die Fraktionen haben in der Vergangenheit bereits Ausnahmen gemacht und den Sitz abgegeben. So wurde im Jahr 2012 Maya Graf als erste Grüne zur Nationalratspräsidentin gewählt.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • moreno am 16.11.2019 15:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    alles mit Vernunft und kopf !

    Ich finde sie ok, wenn sie nicht alles was mit Mobilität verteuern. mittlerweile versuchen Regierungen mit klimasteuern Geld zu machen, und das ist ein No Go , dem Volk den letzten Euro aus der Tasche zu ziehen !

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  • J K am 16.11.2019 15:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wahlglück

    Zuerst mal in 4 Jahren den Wahlerfolg bestätigen und dann können die Grünen ihre Forderungen einbringen. Den produzierten Glücksfall Greta wird bis dann Geschichte sein.

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  • Peter Waser am 16.11.2019 15:10 Report Diesen Beitrag melden

    Nur halb so schlimm

    Ist doch kein Weltuntergang. Sie hat die Geschäfte zu leiten und Ihre politische Meinung interessiert niemanden. Schlimm wäre wenn jemand von den Grünen in den Bundesrat einziehen würde.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Rusty Bloom am 20.11.2019 07:57 Report Diesen Beitrag melden

    Realistisch

    Ich bin für Herr Stöckli. Ein Mann mit Eier. Mann darf hoffen, dass es uns Männer nach Rettung der Frauen und Natur auch noch gibt.

    • Xeno72 am 22.11.2019 23:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      knapp daneben@Rusty Bloom

      Stöckli wäre der erste Ständerat, der Nationalratspräsident wird.

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  • wildh. am 19.11.2019 21:08 Report Diesen Beitrag melden

    90 zu 35%

    Diese Frage gehen sie Wählen schaut euch mal die Ergebnisse an bei der Umfrage 90 % ja und dann das Ergebnis bei den Wahlen höchstens 35 % das ist nicht ehrlich gemeint.

  • Unnutz am 18.11.2019 10:46 Report Diesen Beitrag melden

    Politik ganz einfach erklärt

    Warum können SP und SVP nicht wirklich zusammen arbeiten. Aber dass jetzt die Grünen sozusagen von beiden Parteien eine Freiticket für mehr Sitze für mehr Mitsprache etc. bekommen, ist ganz einfach. Wenn es schief läuft, zeigen wiederum beide Parteien mit dem Finger auf die Grünen. Die letzten Jahrzehnte die Politik nicht wirklich für das Volk eingestanden.

    • Margrith am 18.11.2019 12:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kenner

      Endlich jemand der weiss ,wie der Haase läuft

    • Besserkenner am 18.11.2019 14:30 Report Diesen Beitrag melden

      @Kenner

      Schämen Sie sich. George Soros hat bereits so dermassen viel für die Menschheit getan. Seine politische Einmischungen kann man kritisieren, ein Satanist ist er aber ganz sicher nicht, wenn er eine Partei unterstützt, die eine offene und ökologische Gesellschaft anstrebt. Lassen Sie Ihre Filterblase platzen.

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  • AFK am 18.11.2019 09:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mit euren eigenen Waffen

    Grundsätzlich akzeptiere ich jeden Glauben bin aber nicht dazu verpflichtet dem Folgezuleisten. Selbst Politik und die ganzen Gesetze erspringen dem Glauben das dass was an einer Zäpflischütelten oder Eierschaukelten beschlossen wurde zu Folgeleisten wäre.

  • irs am 18.11.2019 08:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    besser als erwartet

    Hauptsache die mediengeile Rytz wurde in Bern nicht gewählt. Schon ihr Gesichtausdruck macht Freude. Auxh wenn in Bern die Vernunft anscheinend Einkehr fand, es gab unverständlicherweise immer noch 141000 Verblendete Naivlinge dort. So wie in ZH ebenfals.

    • Richi B. am 18.11.2019 09:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @irs

      Grün ist im Moment eben Life St Style. Da fährt die Comunity drauf ab.

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