Mehr Mobilität

23. Juni 2015 08:52; Akt: 23.06.2015 13:37 Print

Ein Viertel der Schweizer wohnt an mehreren Orten

Ferienwohnung oder Klappbett im Büro: Die wachsende Mobilität sorgt dafür, dass viele Menschen in der Schweiz mehr als ein Zuhause haben.

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Mehr Mobilität: Personen steigen am Zürcher Paradeplatz in ein Tram ein. (Bild: Keystone)

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28 Prozent der Menschen in der Schweiz haben mehr als einen Wohnsitz. Das sind über zwei Millionen Menschen, berichtet SRF unter Berufung auf eine neue Studie der ETH Zürich, der Universität Basel und der Hochschule Luzern.

Für die Studie wurden 3000 Personen zwischen 15 und 74 Jahren befragt. Das Phänomen, welches im Fachjargon «multilokales Wohnen» heisst, wurde bei allen Altersgruppen festgestellt. Sowohl Menschen bis 29 wie auch Menschen über 60 hätten mehr als ein Domizil, sagt Nicola Hilti, Mitverfasserin der Studie, zu SRF.

Multilokales Wohnen wird zunehmen

Für die Umfrage wurden verschiedenste Wohnformen berücksichtigt: «Das sind einerseits Mietwohnungen oder Eigentumswohnungen. Es können aber auch WG-Zimmer oder Dienstzimmer sein. Oder auch Wohnformen informeller Art – wie etwa das Sofa beim Freund, das man regelmässig nutzt, der Wohnwagen am Dauercampingplatz, bis hin zum Klappbett im Büro», führt Hilti aus.

Immer mehr Menschen benötigen also immer mehr Platz. «Sehr viel Raumfläche wird durch die Multilokalität konsumiert. Nicht in allen Fällen, aber doch in einigen.» Das multilokale Wohnen führt dazu, dass Menschen immer mehr hin und her pendeln – und damit immer mehr Infrastruktur wie Strasse oder öffentliche Verkehrsmittel in Anspruch nehmen.

Hilti rechnet damit, dass das multilokale Wohnen in Zukunft zunehmen werde. «Man sollte aber das Phänomen nicht isoliert betrachten, sondern im Kontext von grösseren gesellschaftlichen Veränderungen, wie etwa in der Arbeitswelt.»

(woz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jammer am 23.06.2015 14:04 Report Diesen Beitrag melden

    total Quatsch

    es ist nicht die wachsende Mobilität. Es sind die immer höheren Kosten, die Menschen dazu schon fast zwingen im Büro zu schlafen. Ihr redet hier so, als hätte jeder die absolute freie Wahl wo Er arbeiten möchte..

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  • D.R. am 23.06.2015 15:22 Report Diesen Beitrag melden

    Im Wandel.

    Ist bei mir seit 8 Jahren auch so. Bloss nicht innerhalb der Schweiz, sondern innerhalb Europas. Hat Vor- und Nachteile. Hat bei mir aber zu einer gewissen "Rastlosigkeit" geführt. Irgendwie bin ich nirgends zuhause und muss ständig in Bewegung sein. :-)

  • weitweg von zuhause am 23.06.2015 14:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    was ist in der studie drinn?

    also alle jugendlichen die alle 2 wochen oder so zuhause schlaffen haben 2 wohnsitze. Alle die ein Französisches/ Italienisches zwischenjahr angebot besuchen haben 2 wohnsitze Dann die Landwirtschaftslerlinge, und da gibts sicher noch andere Berufsleren wo man 2Wohnsitze hat. Ich hab eine lehre weit weg von zu hause gmacht also habe ich auch 2 wohnsitze ich geh heute noch ca. 2 mal im Monat zu meinen Eltern 2 Tage. Das gibt es allso schon lange das viele Leute 2 Betten haben.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Zweifler am 23.06.2015 19:03 Report Diesen Beitrag melden

    Multilokales Wohnen wird zunehmen?

    Das glaub ich nicht. Die Sozialfälle werden zunehmen und diese fristen ihr Leben nur in einem Loch.

  • Sammy am 23.06.2015 18:14 Report Diesen Beitrag melden

    Globalisierungswettkampf

    Ich Dusche in der Firma. Ich gehe ins Firmeneigene Gym. Ich esse in der Firma z'Nacht. Also Schlafen ist doch nur eine normale Weiterentwicklung? What's the big deal?

    • Der Antineider am 23.06.2015 21:09 Report Diesen Beitrag melden

      Solange es auf den Lohnausweis kommt

      ist es ok. Das sind auch Lohnbestandteile.

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  • Von den Behörden Ignoriert am 23.06.2015 17:33 Report Diesen Beitrag melden

    Steuerflucht ist auch ein Grund

    Sie wohnen offiziell im Steuergünstigen Kanton, aber das eigene EFH steht ganz wo anders. (P.S.: In so manchem schiggen Haus liegen die Stimm- und Wahlcouverts vom anderen Kanton.) Aber da die Leute immer da sind, merkt das kein privater.

  • Hansruedi Nievergelt am 23.06.2015 17:28 Report Diesen Beitrag melden

    Stadt Zürich

    ist voll von Autos mit ausserkantonalen Nummernschildern, selbstverständlich alle ausgerüstet mit Anwohnerparkkarten. Gearbeitet, verdient und gelebt wird hier und gesteuert wo es am Günstigsten ist.

    • Lach(en) am 23.06.2015 18:34 Report Diesen Beitrag melden

      Was glauben Sie denn,

      weshalb die Abschaffung der Pauschalbesteuerung im Kanton Zürich angenommen wurde? Solche "auswertige" Leute haben kein Stimmrecht im Kanton.

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  • Charly am 23.06.2015 16:49 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist schon dabei

    Während der Woche wohne ich auf dem Campingplatz. Bereits mehr as 10 Jahre. Mit den eingesparten Reisekosten finanziere ich den Standplatz ca 2 mal und kann erst noch die Reisekosten von der Steuer abziehen.