Helikopter-Absturz

29. August 2016 18:28; Akt: 28.09.2016 14:45 Print

Eine schwarze Serie von Unfällen der Luftwaffe

Der Absturz des Armee-Helikopters am Gotthard ist bereits das fünfte Unglück der Schweizer Luftwaffe innert drei Jahren.

Bildstrecke im Grossformat »
: Ein Helikopter der Luftwaffe stürzt am Gotthard ab und geht in Flamme nauf. : Eine F/A-18 der Schweizer Luftwaffe stürzt im Sustengebiet ab. Der Pilot kommt ums Leben. Ein Tiger-Jet der Patrouille Suisse stürzt auf einem holländischen Luftwaffenstützpunkt ab. Der Pilot konnte sich per Schleudersitz retten. Der Northrop F-5E Tiger II Jet ging in Flammen auf. Es ist nicht der erste Unfall mit Maschinen der Schweizer Armee in den letzten Monaten ... In Glamondans in Frankreich crashte eine F/A-18 der Schweizer Armee. Der Pilot, hier bei einer Medienkonferenz mit Bundesrat Ueli Maurer, konnte sich mit dem Fallschirm retten. Er musste verletzt ins Spital. Eine F/A-18 der Schweizer Armee stürzt in Alpnachstad OW ab. Der Pilot und sein Passagier, ein deutscher Fliegerarzt, kommen ums Leben. Grund für das Unglück war ein Pilotenfehler. Unterhalb einer Felswand im Maderanertal liegt das Wrack eines Cougar-Helikopters der Schweizer Armee. Die beiden Piloten waren eingeklemmt, sie wurden erst am Abend geborgen. Beim Absturz einer PC-7 sind zwei Milizoffiziere ums Leben gekommen. Das Kleinflugzeug hatte die Luftseilbahn Rhäzüns-Feldis touchiert. Die Trümmer des abgestürzten Helikopters Alouette III der Schweizer Armee brennen am Fuss des Mont Bonvin. Beim Absturz oberhalb von Montana VS sind alle vier Insassen gestorben. Der Unfall beim Landeanflug einer Alouette III der Schweizer Luftwaffe sind in Wetzikon TG drei Menschen leicht verletzt worden. Nördlich von Crans-Montana VS crashte eine F/A-18. Helfer suchen Trümmerteile. Eine Pilatus Porter (Symbolbild) stürzt auf einem Demonstrationsflug in der Nähe von Boltigen BE ab. Dabei sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Beim Absturz der Mirage III RS im Raum Ste-Croix VD nahe des Col des Etroits kam der Pilot ums Leben. Im Tösstal im Zürcher Oberland stürzte eine Tiger F5 ab. Der Pilot hatte Glück - er konnte sich mit dem Schleudersitz retten. Darauf erliess der damalige Kommandant der Luftwaffe ein vorübergehendes, vorsorgliches Flugverbot für die Tiger-Flotte, bis die Unfallursache geklärt sei.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Es ist bereits das vierte Flugzeugunglück der Schweizer Luftwaffe innert drei Jahren: Erst am 29. August 2016 ist eine F/A-18 im Sustengebiet abgestürzt. Der Pilot kam ums Leben. Am 14. Oktober 2015 crashte eine F/A-18 in Frankreich, eine weitere am 23. Oktober 2013 bei Alpnachstad.

Im Juni dieses Jahres stürzte ausserdem ein F5-Kampfflugzeug der Patrouille Suisse in der Nähe des Militärflugplatzes Leeuwarden in den Niederlanden ab, nachdem sich zwei Jets bei einem Trainingsflug touchiert hatten. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten.

400 Unfälle mit 350 Toten

Insgesamt registrierte die Schweizer Luftwaffe seit 1941 rund 400 Flugunfälle mit über 350 Todesopfern. Nachfolgend die schwersten Unfälle mit Helikoptern der Schweizer Luftwaffe seit 1980:

28. September 2016: Ein Super Puma der Luftwaffe stürzt auf dem Gotthardpass ab und gerät in Brand.

30. März 2011: Ein Helikopter des Typs Cougar stürzt im Urner Maderanertal während eines Ausbildungsflugs im Nebel ab. Der Fluglehrer und sein Schüler werden schwer verletzt.

12. Oktober 2001: Oberhalb von Cans-Montana VS touchiert eine Alouette III ein Kabel und geht beim Aufprall in Flammen auf. Die vier Insassen kommen ums Leben.

25. Mai 2001: Bei einem Grenzüberwachungsflug touchiert ein Alouette-III-Helikopter bei Delsberg JU ein Kabel und stürzt ab. Der Pilot und drei Grenzwächter werden tödlich verletzt.

18. August 1999: Ein Super Puma berührt bei der Landung im Raum Realp-Hospental UR unkontrolliert den Boden. Ein Armeeangehöriger wird leicht verletzt, der Helikopter beschädigt.

22. Juni 1994: Ein ziviler Bell-Jet-Ranger-Helikopter stösst am Unteren Mönchsjoch mit dem Fahrwerk eines Super Puma der Armee zusammen und stürzt ab. Ein britisches Ehepaar und der Pilot kommen ums Leben.

22. Oktober 1991: Der Pilot einer Alouette III wird getötet, als seine Maschine unmittelbar nach dem Start wegen blockierter Fusspedalen auf den Flugplatz Dübendorf ZH aufprallt.

23. Oktober 1985: Eine Aloluette III stürzt in eine Waldlichtung bei Rothenthurm SZ, nachdem er Bäume touchiert hat. Drei der vier Insassen kommen um.

21. Oktober 1982: Im Säntisgebiet stürzt eine Alouette III ab. Der Pilot und fünf Infanteristen werden getötet.

20. August 1982: Eine Alouette III kollidiert bei einem taktischem Tiefflug bei Büsserach SG mit einer Hochspannungsleitung. Beide Insassen sterben.

27. Mai 1980: Eine Alouette III stürzt bei Château d'Oex VD nach der Kollision mit einem Heukabel ab. Der Pilot und drei Passagiere werden tödlich verletzt.

(sda)