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17. Januar 2014 12:11; Akt: 17.01.2014 12:15 Print

Eizellenspende soll legalisiert werden

Bislang müssen Schweizerinnen ins Ausland, um sich mittels Eizellenspende befruchten zu lassen. Die zuständige Nationalratskommission will dies nun ändern.

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Bisher mussten Schweizer Frauen ins Ausland, um eine gespendete Eizelle zu erhalten. (Bild: Keystone)

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Jährlich reisen Hunderte von Paaren ins Ausland, um eine künstliche Befruchtung mit gespendeten Eizellen machen zu lassen. Dies, weil in der Schweiz nur Samenspenden für den Mann, nicht aber Eizellenspenden bei der Frau erlaubt sind, sagt Bruno Imthurn, Direktor der Klinik für Reproduktions-Endokrinologie am Universitätsspital Zürich gegenüber dem «Tages Anzeiger».

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Eizellenspende: Finden Sie es richtig, dass Schweizerinnen ins Ausland müssen, um eine gespendete Eizelle zu erhalten?
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Die widersprüchliche Praxis soll bald abgeschafft werden, zumindest wenn es nach dem Waadtländer CVP-Nationalrat Jacques Neirynck geht. Er hat eine parlamentarische Initiative eingereicht, die Samen- und Eispenden rechtlich gleichsetzen soll. Das Implantieren von bereits befruchteten Eizellen anderer Paare bliebe aber verboten. Auch die Leihmutterschaft, also das Austragen des Kindes durch eine andere Frau, bleibt weiterhin verboten.

Auch ausländische Spenderinnen erlaubt

Bruno Imthur findet das richtig, es gebe keine nachvollziehbare Begründung, warum in der Schweiz heute die Samenspende erlaubt sei, die Eizellenspende hingegen nicht. Auch Eizellen von ausländischen Spenderinnen seien kein Tabu, wenn die auswärtigen Spendezentren Schweizer Kriterien genügten. Nötig seien aber Vorkehrungen, damit Frauen Eizellen nicht aus sozialer Not spendeten, sagt Imthurn. Gegen eine angemessene Aufwandsentschädigung spreche aber nichts.

Die zuständige Nationalratskommission hat gestern der parlamentarischen Initiative zugestimmt, nun muss noch die Wissenschaftskommission des Ständerates der Initiative Folge leisten. Danach wird die Gesetzesänderung zuerst dem National-, dann dem Ständerat vorgelegt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • akademikerin46 am 17.01.2014 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    wer zahlt?

    aber bitte nicht über die obligatorische krankenkasse abrechnen. das ist privatsache.

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  • Nene am 17.01.2014 13:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Masslos traurig was ich hier teils lese...

    "Es hat nen Grund warum bestimmte Paare keine Kinder kriegen", solche Aussagen machen nur Menschen die absolut nix von diesem Thema verstehen und die absolut noch weniger wissen wie schmerzhaft solche Aussagen für ungewollt kinderlose Paare sind!! Ich bin schockiert und selber davon betroffen.Und habt ihr das Gefühl adoptieren sei einmal mit dem Finger schnippen und dann ist das Kind da?Wir haben Jahre probiert Kinder zu bekommen und schlussendlich im Ausland adoptiert.Es war ein SEHR steiniger Weg der und alles abverlangte. Heute sind wir happy mit unserem Kind! Manche haben keinen Ahnung...

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  • Anja ... am 17.01.2014 16:44 Report Diesen Beitrag melden

    bin immer noch dagegen...

    einen unerfüllten Kinderwunsch zu haben ist wohl etwas vom schlimmsten was es gibt. Aber das ganze hier ist sowas von unnatürlich, da kann ich einfach nicht dahinter stehen.. ich naja würde mich damit abfinden, dass zu meiner Lebensaufgabe wohl keine kinder gehören und mir etwas anders suchen, dass mir erfüllung bringt. Das hier passt eifnach wieder so zu unserer ICH will gesellschaft! Verzicht? was ist das?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Nina am 18.01.2014 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Seid ja selbst nie auf irgend etwas angewiesen!

    Sorry, Leute, was sind die meisten von euch schräg! Wer Kinder hat bekommen können und dies ohne Probleme und wer keine will, hat doch überhaupt keine Ahnung wovon die Rede ist. Ausserdem, wer schreibt von wegen natürlicher Auslese und so: einen solchen Kommentar lasse ich nur zu, wenn derjenige ja nie zum Arzt wegen etwas rennt oder bei Arbeitslosigkeit das RAV aufsucht. Dies wäre dann nämlich genau das Gleiche: man kann nicht alles haben. Aber ui, bei einem selber hört diese Einstellung: man kann nicht alles haben, ganz schnell, ganz plötzlich auf.

    • wie wahr am 19.01.2014 16:31 Report Diesen Beitrag melden

      @Nina

      Wie wahr...

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  • Max. am 18.01.2014 08:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Das 18. Jahrhundert hat gerade angerufen, es will die Idee, dass "es halt einen Grund gibt, wenn man keine Kinder kriegen kann" wieder zurückhaben! Ja, es gibt einen Grund, und genau deswefen sollte die Eizellenspende legalisiert werden, equivalent zur Samenspende. Wer entschlossen ist, ein Kind zu kriegen, wird dies ohnehin zustande kriegen, egal wo. Was will man sonst den im Ausland so gezeugten Kindern sagen? "In der Schweiz bist du illegal und wärst gar nie geboren"??

  • Wo soll das noch hinführen am 18.01.2014 07:38 Report Diesen Beitrag melden

    Höchstens bei Krebspatienten etc.

    Seien wir doch ehrlich. Viele Frauen, welche davon Gebrauch machen sind bereits 40 oder älter. Dies ist nunmal nicht das natürliche Gebär-Alter und auch sonst mit diversen Risiken für das Kind verbunden. Wenn dies kommt, sollte es nur bis z.B. 35 Jahre erlaubt sein und zudem nur für Frauen, die aufgrund einer Krankheit keine Kinder mehr bekommen können.

  • K.Rank am 18.01.2014 07:00 Report Diesen Beitrag melden

    Egomanie ohne Ende

    Ich will und ich will jetzt und nur so, wie ich will. Das Egozentrische Gehabe dieser Gesellschaft geht mir langsam nur noch auf den Geist. Man könnte auch Kinder adoptieren - gäbe genug. Aber nein, es müssen ja möglichst "eigene" sein.

    • Angedras am 19.01.2014 06:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      find ich auch...,

      ...oder weniger Abtreibungen...

    • Simone am 19.01.2014 09:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Wir hätten auch gerne adoptiert, aber...

      Hallo ihr zwei Oberschlauen! Habt ihr eich schon mal mit dem Thema Adoption auseinandergesetzt? Glaubt ihr, das ist schnell von irgendwo her ein Kindlein bestellen? Ich bin 29, mein Mann 33. Unser erstgeborenes Kind geht bereits in den 1.obligatorischen Kiga, wir können sie also nicht einfach rausnehmen und genau das müssten wir, denn damit man aus dem Ausland ein Kind adoptieren kann, muss man einige Wochen in den Land verweilen. Aus der Schweiz kriegt man kein Kind, da wir bereits ein eigenes haben. Adoptionen sollen endlich einfacher werden, dann gäbe es sicher auch genug Adoptionswillige.

    • Linus am 19.01.2014 09:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @ k.Krank und Angedras

      Gell,ihr beiden seid sicher Menschen,die nie etwas für sich beanspruchen.Bei euch kommen immer die anderen zuerst.Geschieht irgendwo ein Unrecht,seid ihr an vordester Front und kämpft und selber habt ihr auch keine geliebten Menschen,deren Wohlergehen (körperliches und psychisches) euch wichtig ist.Denn,wenn diesen Menschen etwas zustossen würde,dann nehmt ihr das voller Demut an und ihr werdet zu ihnen sagen:lebt damit und wenn es sein muss,dann werdet ihr halt nicht überleben.Aber aktiv etwas dagegen tun,kommt nicht in Frage.Und bei euch selber ja sowieso nicht.Ihr seid ja keine Egos ;-)

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  • 807687 am 18.01.2014 00:38 Report Diesen Beitrag melden

    Die Perversion könnte nicht klarer...

    ...aufgezeigt werden, als es 20min mit den beiden Beiträgen "Ohne KK wäre ich alleinerziehende Mutter" und "Eizellenspende soll legalisiert werden". Da Leben vernichten, dort auf Teufel komm raus Leben konstruieren - beides natürlich via KK! Bringen wir es auf den Punkt: Alle sollen ihre Kinder austragen und denen zur Adoption freigeben, die eine Eizellenspende machen wollen. Wie ein Adoptivkind ist ja auch das eizellengespendete Kind nicht das biologische eigene Kind. ALso warum erst was machen, was es schon gibt? So könnte man viele Menschenleben retten.

    • geht's noch am 19.01.2014 16:34 Report Diesen Beitrag melden

      @Nummer

      "Alle sollen ihre Kinder austragen..." Sagen Sie das mal einer Frau, die nicht freiwillig schwanger geworden ist!!!!!!!!!!!!!!!

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