Effizient

29. Juni 2016 11:36; Akt: 29.06.2016 13:11 Print

Energie sparen? Der Bund zeigt, wie es geht

Die Bundesverwaltung und bundesnahe Unternehmen haben in den letzten Jahren mehr Energie gespart als geplant. Wie sie das geschafft haben.

storybild

Vorreiterrolle: Der heutige Bundespräsident Johann Schneider-Ammann produziert auf einem Velo Strom. (Archivbild) (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Sie gehen mit gutem Beispiel voran: Bundesverwaltung und bundesnahe Unternehmen haben ihre Energieeffizienz seit 2006 im Durchschnitt um 26,7 Prozent gesteigert. Das ist mehr, als sie geplant hatten. Um den Wert zu halten oder gar zu verbessern, sind trotzdem weitere Anstrengungen notwendig.

Die Flugsicherung Skyguide spart beispielsweise Energie, indem sie für die Wartung der Instrumentenlandesysteme vermehrt Drohnen statt zweimotoriger Flugzeuge einsetzt. Dadurch sinken bis 2020 die CO2-Emissionen pro Jahr um 94 Tonnen, der Energieverbrauch um 361'000 kWh, wie das Bundesamt für Energie (BFE) in einer Mitteilung schreibt.

Bei den SBB können Kundinnen und Kunden beim Fahren mit der Rolltreppe beim Energiesparen helfen. So wird zurzeit am Bahnhof Genf-Cornavin die Möglichkeit getestet, Energie zurückzugewinnen (Rekuperation): Fährt die Rolltreppe mit Personen nach unten, wird der Motor zum Generator und speist Energie zurück ins Netz. Über diese und andere Fortschritte informierten die Akteure am Mittwoch bei der Empa in Dübendorf.

Grosser Energieverbrauch – grosse Verantwortung

Die zivile Bundesverwaltung, das Verteidigungsdepartement (VBS), die bundesnahen Unternehmen Post, SBB, Skyguide und Swisscom sowie der ETH-Bereich sind zusammen für rund 2 Prozent des schweizerischen Gesamtenergieverbrauchs verantwortlich.

Das entspricht rund 1,5-mal der Energieproduktion des Kernkraftwerks Mühleberg. Entsprechend gross ist die Verantwortung dieser Akteure, ihre Energieeffizienz zu steigern, wie es in der Mitteilung heisst.

Die Organisationen und Unternehmen haben daher 2014 die Gruppe «Energie-Vorbild Bund» gegründet und eine Absichtserklärung unterzeichnet. Gemäss dieser wollen die Akteure ausgehend vom Basisjahr 2006 ihre Energieeffizienz um 25 Prozent steigern.

Noch viel zu tun

Ausserdem wurden 39 gemeinsame Massnahmen definiert. Diese waren bis Ende vergangenen Jahres zu 67 Prozent umgesetzt. Bis 2020 sollen sie zu 80 Prozent umgesetzt sein. Es gibt laut Mitteilung also noch viel zu tun. Der Anteil erneuerbarer Energien lag Ende 2015 bei 59 Prozent.

Am Energie-Vorbild Bund sollen sich auch weitere Unternehmen und Organisationen aus dem Umfeld des Bundes beteiligen und einzelne Massnahmen übernehmen. Als Hilfsmittel steht neu auf der Website www.energie-vorbild.admin.ch ein Werkzeugkoffer zur Verfügung. Er zeigt anhand von Beispielen und Tools konkrete Vorgehensweisen.

(woz/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Herr Bünzli Theophil am 29.06.2016 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    es ist wahrscheinlich das erst mal, das Bundespräsident Johann Schneider-Ammann etwas sinnvolles produziert

    einklappen einklappen
  • Umweltingenieur am 29.06.2016 14:29 Report Diesen Beitrag melden

    Witz des Tages

    Ausgerechnet diese Bundesrät(innen) gehen mit gutem Beispiel voran,indem sie die schwersten Mercedes Karossen fahren und sich von Privatjets und Puma Riesenhelicopter transportieren lassen. Das sind Energieverschwender.

    einklappen einklappen
  • Patrick am 29.06.2016 13:19 Report Diesen Beitrag melden

    Ja logisch

    Die Bundesverwaltung macht das ja auf meine Kosten. Wenn das mein Vermieter macht dann muss auch ich das drei oder vierfache mehr bezahlen als ich effektiv einspaare....

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ampère Von Volta Zu Watt am 30.06.2016 22:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke Bundesrat

    Seit Bundesrat Ogi vor vielen Jahren im TV zeigte wie man richtig Eier kocht, weiss doch die ganze Schweiz wie man Energie spart.. Seither konnte dank dem richtigem Eier kochen bestimmt schon ein ganzes AKW eingespart werden. Danke Bundesrat!

  • K. Gerber am 30.06.2016 06:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weniger Statisiken !

    Bei Bundesbetrieben, bundesnahen Betrieben die Statistikenflut abbauen. Riesige farbige Poster, Filmchen für jeden Mist. Statistiker, Büros kosten enorm Geld. Statistiker, Zähler, Auswerter, Bürolisten vermehrt reduzieren und in der sinnvollen Produktion einsetzen. Mehr Solaranlagen bei Bundesbetrieben, obwohl oft Ausrede, nicht Kernaufgabe.

    • Eduard J. Belser am 30.06.2016 07:12 Report Diesen Beitrag melden

      Erfreuliches Ergebnis

      Technisch gesehen weisst der Bericht erfreuliche Fortschritte aus. Energieeffizienz ist ein zentraler Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg in Zukunft. Was mir im Bericht noch zuwenig herausgestrichen wird, sind die Aspekte, wie viele Arbeitsplätze das Steigern der Energieeffizienz schafft und sichert und dass sie uns auch unabhängiger von importierten Energieträgern macht. Die hier zu lesenden Kommentare zeigen, dass das viele Leute noch nicht begriffen haben. Die nicht gebrauchte Energie ist die billigste und die umweltschonendste.

    einklappen einklappen
  • Mw am 29.06.2016 23:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unsinnig

    Abschaffen wäre das beste. Das senkt Steuern und Stromkosten! Niemand braucht ein Bundesamt für Statistik etc.

  • Jan am 29.06.2016 21:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So:

    Genau! An Ort und Stelle treten.

  • Martial Kohler am 29.06.2016 20:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was soll das ?

    Jetzt ist der Zapfen ab... Hat unser werter Präsident noch alle... im Schrank ? Er sollte gute Ideen bringen, das Land staatlich repräsentieren, aber dieses Bild ?? Und wieder lacht die ganze Welt !!

    • Mir heis doch so schön am 30.06.2016 22:58 Report Diesen Beitrag melden

      Puppenstuben-Realität des BR JSA

      Er lebt halt in seiner eigenen netten Puppenstuben-Realität ( so vor ca. 50 Jahren hätte das noch gepasst). Bei Staatsbesuchen sieht man ihn immer freundlich lächelnd. Das kommt doch ein wenig naiv rüber, bzw. könnte es als gönnerhaft aufgefasst werden. Die heutigen Politiker ticken doch anders, anständige, aber kühle Fassade, sind berechnend durch und durch.

    einklappen einklappen