«Im Geheimdienst Ihrer Majestät»

02. Juni 2019 20:17; Akt: 03.06.2019 12:42 Print

Erkennen Sie diesen James Bond?

Auf dem Gipfel des Schilthorns wurde das 50-Jahr-Jubiläum des James-Bond-Streifens «Im Geheimdienst Ihrer Majestät» gefeiert.

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Vor 50 Jahren wurden die Dreharbeiten zum Bond-Film «Im Geheimdienst Ihrer Majestät» beendet. Grosser Anteil am Erfolg des Films hatte auch die Schweiz – genauer gesagt: Der Gipfel des Schilthorns, im Film auch Piz Gloria genannt.

Das weltweit bekannte Drehrestaurant diente als Hauptquartier des Bösewichts Blofeld. Noch immer wird die Spitze des Schilthorns von unzähligen Bond-Fans besucht. Christoph Egger, Direktor der Schilthornbahn AG, sagt: «Ohne den Film würde es das Schilthorn mit dem Drehrestaurant und dem bis heute weltweit bekannten Namen Piz Gloria in dieser Form nicht geben.»

Helikopterplatz als Aussichtsplattform

In der Tat: Die Filmproduzenten bezahlten damals den dauerhaften Ausbau des Gipfelgebäudes sowie alle Transport-, Betriebs- und Personalkosten der Schilthornbahn für die Dreharbeiten. Den von den Bergbahnbetreibern eigentlich nicht geplanten Helikopterlandeplatz liessen die Bond-Produzenten bauen. Mittlerweile wird dieser als Aussichtsplattform genutzt.

Am Samstag wurde das Jubiläum im Beisein von Zeitzeugen und rund 280 Bond-Fans gefeiert. Mit dabei: Hauptdarsteller George Lazenby (79) und das ehemalige Bondgirl Catherine Schnell.

Der Australier wurde nach dem Weggang von Sean Connery als neuer James Bond gecastet. Zuvor hatte er nicht als Schauspieler, sondern als Model gearbeitet. Den Job ergatterte sich Lazenby auch durch seine Kampf-Qualitäten. Er brach versehentlich einem Stuntman die Nase und beeindruckte so Produzent Albert R. Broccoli.

Erfolg blieb nach James Bond aus

Trotzdem blieb «Im Geheimdienst Ihrer Majestät» der einzige Bond-Streifen des mit 29 Jahren jüngsten James Bond aller Zeiten. Obwohl der Film ein kommerzieller Erfolg war und Lazenby eine Golden-Globe-Nominierung erhielt, entschied man sich, den nächsten James-Bond-Film mit einem neuen Darsteller zu drehen. Auch, weil es am Set bereits zu Spannungen gekommen war und Lazenby einen längerfristigen Vertrag wegen Vertragsklauseln ablehnte.

Später spielte Lazenby mehrheitlich in Werbespots und Low-Budget-Filmen mit. Sein grosser Durchbruch als Filmschauspieler blieb aus.

(fss)