Nationaler Sammeltag

20. November 2013 11:32; Akt: 20.11.2013 11:40 Print

Erst wenige haben die Spenden eingezahlt

Die Glückskette hat am nationalen Sammeltag zehn Millionen Franken Spenden für die Taifun-Opfer gesammelt. Sechs Millionen davon wurden aber noch nicht eingezahlt.

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Am Montag, 18. November 2013, sammelt die Glückskette in der Schweiz Spendengelder für die Opfer des Supersturms «Haiyan» auf den Philippinen. Prominente Unterstützung ist ihnen dabei gesichert: Den Auftakt macht Bundespräsident Ueli Maurer um 6 Uhr in der Früh. Auf Maurer folgte der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät. Auch SRG-Verwaltungsratspräsident Raymond Loreta (Mitte) hilft am Telefon mit und nimmt Spendenversprechen entgegen. Ein weiterer Promi, der sich an der Aktion beteiligt, ist «Globetrotter»-CEO André Lüthi: «Die Bilder der Katastrophe haben tiefe Betroffenheit in mir ausgelöst und liessen Erinnerungen an den Tsunami 2004 wieder aufkommen. Deshalb ist es mir wichtig, mich für die Opfer mit einer Spende und einem Einsatz in der Telefonzentrale zu engagieren.» «Die Bilder der Katastrophe haben mich schockiert. Es war für mich klar, dass ich helfen will. Als mich dann die Glückskette angefragt hat, Spendenversprechen am Telefon entgegenzunehmen, habe ich keine Sekunde gezögert und sofort zugesagt», sagt Schauspielerin Birgit Steinegger gegenüber der Glückskette. «In der Tagesschau müssen wir in diesen Tagen viele schlimme Bilder zeigen. Darum ist es schön, jetzt etwas gegen die Katastrophe und gegen das Leid der Opfer unternehmen zu können. Ich bin beeindruckt davon, dass viele Menschen trotz bescheidener Verhältnisse sehr grosszügig sind», sagt Telefon-Helferin und Tagesschau-Moderatorin Cornelia Bösch. «Ich hätte nie erwartet, dass die Schweiz so viel Solidarität zeigt. Viele, die anrufen, sind Rentner, die selber nicht auf Rosen gebettet sind, und trotzdem spenden», so Telefonhelfer und Schriftsteller Pedro Lenz.

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Die Glückskette hat bisher über 10 Millionen Franken Spenden für die Opfer des Taifuns Haiyan auf den Philippinen gesammelt. Damit ist erst ein kleiner Teil der am nationalen Sammeltag zugesagten Spenden tatsächlich eingezahlt worden.

Am Sammeltag am Montag verzeichnete die Glückskette Spendenversprechen über rund 9 Millionen Franken. Im Vorfeld des Sammeltages hatten Schweizerinnen und Schweizer bereits 7 Millionen Franken auf das Konto der Glückskette eingezahlt.

Viele spendeten mehr als zugesagt

Glückskette-Sprecherin Daniela Toupane ist zuversichtlich, dass die meisten der versprochenen Spenden tatsächlich fliessen. Viele Leute spendeten sogar mehr, als sie zuvor zugesagt hatten, sagte sie am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. «Erfahrungsgemäss übersteigen die eingegangenen Spenden die Spendenversprechen.»

Toupane erwartet, dass die meisten Spenden in den nächsten Tagen und Wochen eintreffen werden.

(sda)