Risiko-Rekruten gestoppt

15. Januar 2018 16:19; Akt: 15.01.2018 17:37 Print

Erste 18-wöchige RS hat begonnen

Heute ist Start der ersten RS seit der Armeereform. 53 Risiko-Rekruten durften den Dienst nicht antreten.

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Rund 10'200 Rekruten mussten am Montag in die Rekrutenschule einrücken. Darunter waren auch 120 Frauen. Es handelt sich um den ersten Jahrgang nach der Armeereform WEA. Für die Rekruten bedeutet das eine kürzere Ausbildung.

Neu dauert die Rekrutenschule nur noch 18 statt wie bisher 21 Wochen. Ausserdem profitieren die Rekruten von zwei Jokertagen, an welchen sie ohne Begründung freinehmen können.

Trotz der kürzeren RS soll die Ausbildung gründlicher werden. Statt wie bisher nach 7 Wochen in die Unteroffiziersschule zu wechseln, absolvieren die künftigen Armeekader neu eine ganze Rekrutenschule. Durch die zusätzliche Praxis der Kader solle die Ausbildung insgesamt besser werden, erklärte Armeesprecher Daniel Reist auf Anfrage.

Risiko-Rekruten gestoppt

Offen ist, ob genügend Dienstpflichtige die RS absolvieren, um die Bestände auffüllen zu können. Für einen Effektivbestand von 140'000 Armeeangehörigen sind pro Jahr 18'000 fertig ausgebildete Armeeangehörige nötig. Das sind je 9000 am Ende der zwei jährlichen Rekrutenschulen. Wie hoch die tatsächlichen Bestände sind und wie viele Dienstpflichtige nach den ersten Wochen entlassen werden mussten, will die Armee erst Ende Januar mitteilen.

53 Aufgebote sind schon vor Beginn der RS gestoppt worden. Gründe können laut Reist hängige Verfahren oder Straftaten sein. Die Armee wolle verhindern, dass Personen, die ein mögliches Risiko für sich oder ihr Umfeld darstellten, die Rekrutenschule absolvieren können, heisst es in einer Mitteilung. Aufgebotsstopps wegen Vorfällen werden nach der Aushebung ausgesprochen.

(oli/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Robi am 15.01.2018 16:51 Report Diesen Beitrag melden

    Herrlich :)

    Heute erfahren die jungen Herren, wie lange ein Tag sein kann.

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  • Hobby_Journalist am 15.01.2018 16:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Titel & fehlerhafte News

    Ähm ersten ist dies nicht die erste 18- Wöchige RS, sondern nur die erste unter der WEA. Und zweitens waren 18 Wochen schon vorher der Standart, aussernd ein paar wenige hatten 21 und mehr Wochen. Es wurde einfach die Anzahl Diensttage auf 245 reduziert.

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  • Soldat am 15.01.2018 16:39 Report Diesen Beitrag melden

    Die Zeit vergeht

    Ich erinnere mich noch an mein erstes Einrücken, ach waren das noch harte Zeiten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dr. Peitsche am 17.01.2018 15:58 Report Diesen Beitrag melden

    Aha...

    Ok, also sind es jetzt 18 Wochen RS?! Das Kasperlitheater mit 17, dann 21, dann wieder 18 Wochen.. ein hin und her das ja lachhaft war, man könnte sich nie einigen. Also hopp, hopp.. ab in den Dräck!

  • Alter Soldat am 17.01.2018 07:56 Report Diesen Beitrag melden

    Kopf hoch !

    ....etwas mehr als 20 Jahre (1995) ist es jetzt her, als ich in Fribourg (Kaserne La Poya) eingerückt bin. Es war nicht nur alles doof, es gab auch schöne Momente. Mit einigen Kollegen von damals treffen wir uns heute noch 1x pro Jahre zum Essen. Also an alle, die einrücken müssen! Kopf hoch - es gibt schlimmeres!

    • Gian am 18.01.2018 07:57 Report Diesen Beitrag melden

      Definitiv

      Ja gibt es z.B. Jährlich 3% des Steuerbaren Einkommens direkt an das Militär Abgeben zu dürfen, obwohl man gerne eingerückt wäre, man aber nicht durfte.

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  • Major Läppli am 16.01.2018 20:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Liebe GSoA'ner

    Wer hilft bei Unwetterschädern? Wer hilft bei Seuchen/Epidemien? Wer hilft bei Grossbränden? Wer hilft beim GAU? Richtig, die Armee! die Armee hat soo viele Aufgaben als nur päng, päng..!

    • Sandra am 16.01.2018 21:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Major Läppli

      darum solten Frauen 2000Fr. zahlen oder Dienst leisten

    • Ueli am 17.01.2018 00:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Major Läppli

      Und für das muss man am Sturmgewhr ausgebildet werden? Man kann darüber diskutieren ob eine Armee nötig ist, aber für diese Dinge die Sie beschreiben, würde die Ausbildung des Zivilschutzs reichen.

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  • Laslo am 16.01.2018 18:14 Report Diesen Beitrag melden

    Mal umgekehrt

    Ich stelle mir grad das Geschrei vor, wenn es genau umgekehrt wäre und nur Frauen Wehrpflichtig wären :) Boah, da wären die Feministinnen aber auf Trab.

  • marius am 16.01.2018 15:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Altersheim

    und wenn ihr euch im Altersheim wieder trifft, habt ihr Gesprächsstoff, wie schön es war und prahlt damit , verkehrte Welt.