Wetterberuhigung

17. Januar 2015 11:38; Akt: 18.01.2015 16:08 Print

Erste Pässe sind wieder offen

Am Samstag schneite es in der ganzen Schweiz. Verschiedene Pässe waren gesperrt, das Engadin war zeitweise nur via den Autoverlad Vereina erreichbar.

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Der Föhn fiel in der Nacht auf Samstag in sich zusammen, die Schneefallgrenze sank auf rund 400 Meter. Frau Holle nutzte die Gunst der Stunde und schüttelte kräftig ihr Kissen. So meldete sich etwa Leser-Reporter Markus aus St. Moritz: «Hier ist alles von einer dicken Schneedecke überzogen. Endlich ist der Winter zurück.» Aber auch Leser aus tieferen Regionen schickten Fotos von weissen Landschaften.

Klaus Marquardt von Meteonews bestätigt: «Am Samstagvormittag schneite es praktisch in der ganzen Schweiz.» Er rechnet damit, dass es 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee gab.

Zu warm für Schnee

Ob die weisse Pracht im Flachland liegen bleibt, kann Marquardt nicht sagen, das komme ganz auf die Menge an: «Weil der Boden noch warm ist und die Temperaturen im positiven Bereich sind, schmilzt der Schnee relativ rasch.» Sei jedoch genug Schnee gefallen, so dass er sich bis am Sonntag halten könne. Wer am Samstag noch zu wenig Schnee im Garten hatte, um einen Schneemann zu bauen, hat am Dienstag erneut die Chance auf Neuschnee. Denn dann soll es laut Marquart erneut schneien.

Er empfiehlt Schneesport-Fans, am Sonntag in die Berge zu fahren. Jedoch gelte es früh aufzustehen, denn die Sonne scheine nur bis mittags, dann würden Wolken aufziehen. «Ich überlege mir selber in die Berge zu fahren – jedoch werden wohl manche die gleiche Idee haben», so Marquardt.

Auswirkung auf Strassen und Schienen

Wegen des starken Schneefalls waren im Tessin und im Graubünden am Samstag diverse Strassen schneebedeckt. Dies sorgte bei den Winterdiensten für viel Arbeit. In St. Moritz stürzte ein mit Schnee beladener Lastwagen in den Fluss Inn.

Der Lastwagenfahrer beabsichtigte, den zuvor beim Bahnhof St. Moritz geladenen Schnee in den Inn zu kippen. Dabei fuhr er bei der Abladedeponie zu weit zurück und rutschte rund 50 Meter über den steilen Hang ab. Der Fahrer wurde nicht verletzt.

Wer ins Engadin will, braucht viel Geduld

Die grossen Schneemassen führten am Samstag dazu, dass verschiedene Bündner Pässe gesperrt wurden. So waren etwa der Maloja, Julier und Lukmanier aus Sicherheitsgründen nicht befahrbar, an der Lenzerheide waren zudem Schneeketten obligatorisch. Wie der Verkehrsinformationsdienst Viasuisse schrieb, blieb das Engadin bis Sonntag praktisch abgeschottet. Die Region war auf Schweizer Seite nur via den Autoverlad Vereina erreichbar. Und dort war der Ansturm massiv: In Selfranga bei Klosters betrug die Wartezeit mindestens 3 Stunden. «Wir haben zwei Stunden gewartet, bis wir auf den Zug konnten», so ein 20-Minuten-Leser.

Am Vormittag bestanden für Reisende noch keine Wartezeiten, mit zunehmendem Wintersportverkehr musste jedoch mit langen Wartezeiten gerechnet werden. Infolge der Lawinengefahr war die Albulalinie der RhB zwischen Preda und Bever, auf der Linie Chur – St. Moritz, unterbrochen.

Erhöhte Lawinengefahr

Das eindrückliche Zurückmelden des Winters hat in den Bergen stellenweise bis zu einem Meter Neuschnee gebracht. Dies führte vor allem im Gotthardgebiet und bis ins Puschlav zu grosser Lawinengefahr.

Das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF warnte in seinem Lawinenbulletin vom Samstag vor «grossen Triebschneeansammlungen», die störanfällig sind. Es rechnete mit zahlreichen kleinen und mittleren spontanen Lawinen.

Das SLF riet dringend von Schneesport abseits gesicherter Pisten ab. Im San Bernardino- und im Maloja-Gebiet seien die Verhältnisse auch «für Touren und Variantenabfahrten abseits gesicherter Pisten sehr gefährlich». Im übrigen Alpengebiet herrschte erhebliche Lawinengefahr. Auch hier warnte das SLF davor, die Pisten zu verlassen.

(cho/bee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hugo am 17.01.2015 17:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Winter

    Der lang ersehnte Schnee ist da Engadin La Punt 60 cm juhui

  • Lenzerheidi am 17.01.2015 18:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlich!

    Endlich ist er zurück! Für den Tourismus in den Skigebieten ist er Gold wert!

  • hcd fan am 17.01.2015 18:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schnee

    bin in davos gooo HCD!!! achtung schneekettenpflicht! und langsam fahren

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Giusep Flepp am 18.01.2015 14:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mötzli Kunigunde

    Das schönste im Bündnerland ist nach wie vor der Wegweiser nach Zürich!

  • Giusep am 18.01.2015 13:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schneebedeckte Bündner Pässe

    Bitte mit Hirn und Verstand fahren, so kommen alle auch bei Schnee ans Ziel!

  • Nina am 18.01.2015 12:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weisses Gold

    entlich ist das weisse gold zurück! jedoch ensteht der stau nicht nur wegend dem vielem Schnee & den vielen Autos sondern weil die meisten Touristen ohne Allrad oder Schneekette fahren!

    • M.B am 18.01.2015 15:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Unfähige Autofahrer

      Eher weil die meisten Leute nicht Autofahren können...Da sind nicht nur die "Touristen" schuld.

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  • Der Geniesser am 18.01.2015 09:39 Report Diesen Beitrag melden

    Bin ich froh

    Bin froh wohn ich über den Winter auf den Kanaren.Hopp HCD

    • kunigunde am 18.01.2015 09:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      geschmacksache

      Was ist daran schön? Da ist es ja wie im altersheim. Kaum junge menschen.

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  • Vera am 18.01.2015 07:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schneeräumung von Bündner Pässen

    Sorry, aber die Offenhaltung / Schneeräumung der Alpenpässe bestimmen bei uns ausgebildete Fachleute bzw. Kenner des Kantons. Das ist so, bleibt so und weiterhin so bleiben!