John Alite

02. März 2019 10:43; Akt: 02.03.2019 14:52 Print

Ex-Mafioso kurvt durch Schweizer Strassen

John Alite war Mitglied der berüchtigten «Gambino family», einem Mafia-Klan in New York. Der Ex-Mafioso hält sich derzeit in der Schweiz auf.

Der Ex-Mafioso John Alite testete am Samstagnachmittag in der Schweiz einen Ferrari. (Video: Instagram/johnalite.king.albania)
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Auf den Schweizer Strassen ist derzeit ein hochrangiger Ex-Mafioso anzutreffen: der Amerikaner John Alite. In einem Video, das auf Instagram seit Freitagabend kursiert, filmt ein Chauffeur eines Luxus-Autoverleihs, wie er zusammen mit Alite in einem Mercedes E63S unterwegs ist.

Warum ihn das ehemalige Mitglied der berüchtigten «Gambino crime family» angeheuert hat und warum Alite in der Schweiz weilt, wollte der Inhaber des Autoverleihs auf Anfrage nicht preisgeben. Am Samstagnachmittag postete Alite selbst ein Video auf Instagram, auf dem er in einem Ferrari mit Schweizer Kennzeichen sitzt (siehe Video oben).

Verurteilt wegen zweifachen Mordes

Alite wurde 2008 zu zehn Jahren Gefängnis wegen zweifachen Mordes, vier Mordverschwörungen und diversen Schiessereien und Überfällen verurteilt. Er erhielt eine milde Strafe, weil er als Zeuge gegen den Mafia-Klan, für den er gearbeitet hatte, aussagte. Nach sechs Jahren entliessen ihn die Behörden auf Bewährung. Diese ist im Jahr 2017 abgelaufen.

Die «Gambino crime family» ist eine der führenden italo-amerikanischen Banden der Cosa Nostra in New York. Alite war Teil des Klans zwischen den 1980er- und den frühen 2000er-Jahren unter John A. Junior Gotti. Alite flüchtete 2004 nach Südamerika, weil er vermutete, er stehe auf der Abschussliste. Brasilien liefere ihn zwei Jahre später an die USA aus.

«Wer Strafe verbüsst hat, kann sich frei bewegen»

Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) äussert sich aus Datenschutzgründen nicht zum Einzelfall. Allgemein erklärt Sprecher Florian Näf auf Anfrage: «Grundsätzlich kann sich eine Person, die ihre Strafe verbüsst hat, wieder frei bewegen – auch in der Schweiz.»

Es gebe zwei Möglichkeiten, warum die Polizei eine Person mit ausländischer Staatsbürgerschaft aufhalten oder verhaften könne. «Entweder ist die Person von der Schweiz oder von einem anderen Land zur Verhaftung ausgeschrieben, dann wird nach ihr gefahndet», sagt Näf. Oder gegen eine Person bestehe von der Schweiz aus ein Einreiseverbot, weil sie eine Gefahr für die innere Sicherheit der Schweiz darstelle. «Die Massnahme lässt sich auch für Bereiche wie die organisierte Kriminalität anwenden.»

(pam)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Merlin82 am 02.03.2019 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    kümmert euch um die aktuellen Mafiosos

    Grosskonzerne die kaum Steuern zahlen, für den Anfang?

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  • Zorro am 02.03.2019 14:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Müllhalde Schweiz

    Schweiz die Insel für allen Müll. Hauptsache wir können bestraft werden für jede Kleinigkeit. Es macht einem nur verrückt

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  • G.L. am 02.03.2019 14:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsches Wort

    So ist es besser...ich würde aber auch im Text die "Ex-Mafiosi" durch "Ex-Mafioso" austauschen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • MiKü2 am 06.03.2019 16:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Darf er auch

    Er hat seine Strafe verbüsst. Ob die gerecht war, haben wir nicht zu entscheiden - das haben die Amis gemacht. Also ist es wohl kein Problem, wenn er sich jetzt in der Schweiz aufhält. Wir sind ein freies Land, dass man besuchen kann. Und das ist auch gut so. Und an alle die hier die Personenfreizügigkeit vorbringen - hat mit amerikanischen Staatsbürgern null und nichts zu tun.

  • Furti am 03.03.2019 12:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Yeesss

    SüdItalien und albanien!the best!

    • Fr.M.Calmi usw am 14.03.2019 13:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Furti

      Abanien ist doch unser Patenkind. die werden uns noch Flötentöhne beibringen. schlaft nur schön brav weiter.."schweizer"

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  • Daisydream am 03.03.2019 11:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erbärmlich

    Da sieht man wieder, wieviel ein Menschenleben wert ist. Für zwei Morde verurteilt und nach sechs Jahren draussen, dank einem Abkommen mit der Staatsanwaltschaft.

  • Christ am 03.03.2019 10:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieso ex Mafiosi ?

    Ich denke immer noch

  • baselstadt am 03.03.2019 10:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neuer Bundesrat???

    Perfekter Lebenslauf für eine erfolgreiche politische Karriere. Noch ein paar Finanzdelikte dazu dann reicht es für den Bundesrat. Einziges Problem, es ist ein Mann.