Skandal

17. Februar 2019 05:28; Akt: 17.02.2019 05:28 Print

Ex-Postauto-Chef drohen bis zu 5 Jahre Haft

Die Bundespolizei wirft zwei ehemaligen Vorstandsmitgliedern der Postauto AG Betrug vor und hat ein Strafverfahren eröffnet.

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Ex-Postauto-Chef Daniel Landolf könnte für bis zu fünf Jahre im Gefängnis landen. Die Bundespolizei (Fedpol) hat gegen ihn sowie seien damaligen Finanzchef im Zuge des Buchungsskandals ein Verwaltungsstrafverfahren wegen Leistungsbetrugs eröffnet, wie eine Fedpol-Sprecherin der «SonntagsZeitung» sagte. Die beiden Ex-Vorstandsmitglieder sollen demnach Leistungen des Gemeindewesens erschlichen haben.

Die Behörden hatten zuvor im Postauto-Skandal elf Monate gegen unbekannt ermittelt. Den Beschuldigten drohen bei einem Prozess vor dem Bundesstrafgericht im Falle einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Gefängnis. Die Ermittlungen sollen der Fedpol-Sprecherin zufolge in einigen Monaten abgeschlossen sein. Möglich ist, dass gegen weitere Personen ermittelt wird. Die Post wollte die Ermittlungen zunächst nicht kommentieren.

Anfang Februar 2018 war bekannt geworden, dass Postauto über zehn Jahre lang im subventionierten Geschäftsbereich Gewinn erzielt und zu hohe Subventionen von Bund und Kantonen im Umfang von 205 Millionen Franken bezogen hat. Möglich war dies, weil Mitarbeiter von Postauto die Buchhaltung manipuliert hatten. Die Affäre führte zu zahlreichen Rücktritten, darunter auch von Post-Chefin Susanne Ruoff.

(roy/20 Minuten/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Expat am 17.02.2019 06:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alle gehen straffrei aus wetten

    Der ganze Verwaltungsrat von damals sollte schon längst in U-Haft sein. Aber vermutlich deckt da jeder jeden bis in höchste Kreise. Der Verlust bleibt beim Bund oder letztendlich beim Steuerzahler hängen. Wir kennen das ja aus unzähligen Fällen. Letztendlich passiert leider den Verantwortlichen gar nichts.

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  • Balconygardener am 17.02.2019 08:12 Report Diesen Beitrag melden

    ausser bedingt nichts gewesen

    Es glaubt doch niemand dass die tatsächlich hinter Gitter landen.

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  • Linda die Echte am 17.02.2019 06:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bis 5 Jahre

    Haft drohen! Ich wette, die werden bestenfalls eine kleine Bedingte Strafe erhalten auf vielleicht 1 - 2?Jahren

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Thomas Jauslin am 17.02.2019 16:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Sorge

    Den Postauto Bossen wird nichts passieren. Ihre Kollegen bei der Staatsanwaltschaft oder bei Gericht werden dafür sorgen. Der kleine Mann wäre schon längst im Knast und verknackt. Erst noch für ein weitaus kleineres Vergehen.

  • Spaniel am 17.02.2019 16:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Strafe

    Das wird doch einfach wieder unter den Tisch gewischt. Wetten dass nichts passiert....

    • Martial2 am 17.02.2019 17:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Spaniel

      Für die obere Etage je krasser, desto besser, die bekommen beim Abgang noch 1 Jahres Einkommen + Bonus... So sieht's aus!!

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  • Katzerich am 17.02.2019 14:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann äussert sich der VR Präsident?

    JETZT könnte Schwaller einmal zeigen zu was er wirklich taugt.

    • Martial2 am 17.02.2019 17:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Katzerich

      Zu nichts, der hat nichts gewusst...(!)

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  • K1aerer am 17.02.2019 13:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da muss man durch.

    Das passiert, wenn man teilprivatisiert.

    • TinaZi am 17.02.2019 16:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @K1aerer

      Die Post ist nicht teilprivatisiert, sondern gehört zu 100% dem Bund

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  • Peter Meier am 17.02.2019 12:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und die Revisionsstelle?

    Warum muss nicht jemand der Revisionsstelle ins Gefängnis? Die sollten ja alles kontrollieren.